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Zum Wiehern!

Pferdehaltung einmal anders:

Die Liebe der Pferde - und wie man sie sich sichert...


Jeder, der sich intensiv mit einem Pferd beschäftigt, legt in der Regel auch Wert darauf, von diesem besonders geliebt zu werden.

Für dieses Privileg legen sich viele Reiter dann auch wirklich ins Zeug: Sie verwöhnen ihr Pferd mit dem besten Futter, benutzen nur das qualitativ hochwertigste Putzzeug, reiten aus selbstverständlich nur mit einem optimal passenden Sattel, bemühen sich stetig besser reiten zu lernen und suchen wochenlang nach dem Stall, der ihrem Pferd auch wirklich ein wunderschönes und artgerechtes Leben sichert.

Doch danken die Pferde einem solche Bemühungen? – Nicht im Geringsten!

Kaum hat man seinem Pferd ein schönes Leben bereitet, schon wird man selber völlig uninteressant:
Wenn man die Gesellschaft der Artgenossen hat, warum sollte man sich dann denn auch noch mit solch uninteressanten Zweibeinern abgeben? Und wenn man sich den ganzen Tag frei nach Lust und Laune bewegen kann, warum sollte man dann noch einen Reiter durch die Gegend schleppen? Wo soll der Sinn darin sein, gebürstet zu werden, wenn man doch jederzeit einen Freund zum Mähnekraulen animieren kann, um sich im Anschluss einmal ausgiebig zu wälzen?


Futter ist immer gut


Natürlich kann man auch bei so einem Pferd, welches den Menschen schon als recht überflüssig erkannt hat, um glücklich zu sein, mit Futter noch ein paar Punkte wett machen. Hat man immer genug Bestechung dabei, kann es zumindestens sein, dass das Pferd die Zeit zwischen dem Begrüßungs- und dem Abschiedsleckerli noch einigermaßen gnädig über sich ergehen lässt, jedoch nur, um sich, nach einem letzten Kontrollblick, ob vielleicht doch noch etwas Essbares zu kriegen ist, umzudrehen und zügig auf die Weide zurückzukehren, während der liebende Besitzer nun wieder völlig unbeachtet am Zaun zurückbleibt ...

Machen wir uns also nichts vor: Solange unsere Pferde glücklich sind, sehen sie in uns bestenfalls überdimensional große Leckerlis.

Bleibt uns also die in Büchern so oft beschriebene Liebe, Partnerschaft und Freundschaft zwischen Mensch und Pferd verschlossen? Nein, denn für dieses Problem gibt es eine einfache und offensichtliche Lösung: reine Boxenhaltung! Ganz einfach, ohne viel Zeitaufwand, ohne freien Auslauf und ohne echte Gesellschaft, kann man überall bekommen ...


Endlich


Ja, es stimmt, kaum sperrt man sein Pferd 23 Stunden am Tag in einen kleinen Kasten, schon wird es einen mit einem begeistertem Willkommenswiehern begrüßen – kaum zwingt man es, denn ganzen Tag gegen eine Wand zu starren, schon ist jedes Putzen eine willkommene Abwechslung. Und obwohl sich ein Pferd in den meisten Boxen bequem um sich selbst drehen kann, sind diese Pferde glücklich über jeden Ritt, selbst mit dem schlechtesten Reiter!

Und was ist mit dem traurigen Abschied? Kein Problem: Auch wenn man sich großzügigerweise ganze zwei Stunden lang mit seinem Pferd beschäftigt hat, muss man es lediglich wieder für den nächsten endlosen Tag einsperren, und schon bekommt man den traurigsten Blick zum Abschied - und das Pferd wird einem auch garantiert noch so lange wie möglich hinterherschauen.

Na also: Mit so wenig Aufwand ist man endlich buchreif, der beste Freund seines Pferdes.

Ja tatsächlich, ihr könnt euch freuen, liebe Tierquäler, denn eure Pferde lieben euch!



Katinka Schnitker


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