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Die wichtigsten Reitweisen:

Wie möchtest du reiten?

 

Es gibt verschiedene Reitweisen. In Deutschland etwa reitet man traditionell anders als beispielsweise im Westen der USA. Wir stellen euch die wichtigsten Reitweisen vor.

Dabei gilt: Gutes Reiten ist reitweisenunabhängig.

Pferde sind von Natur aus nicht dazu geboren, einen Reiter zu tragen. Jedes Pferd muss daher ausgebildet werden, um zu lernen, sich mit dem Reitergewicht auszubalancieren. Nur durch eine sorgfältige Gymnastizierung wird das Pferd in die Lage versetzt, den Reiter zu tragen, ohne Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen zu bekommen. Wenn ein Pferd sich unter dem Reiter widersetzlich zeigt, sollte man deshalb immer zuerst überprüfen, ob es vielleicht Schmerzen hat. Das gilt für alle Pferde und alle Reitweisen gleich.

 

Das Barockreiten

Das Barockreiten ist entstanden aus der Reitweise

der Ritter. Idealerweise gehört zum Barockreiter

auch das Barockpferd, das kompakt gebaut ist mit

viel Kraft in der Hinterhand und natürlicher hoher

Aufrichtung der Vorhand. Barockpferde können sich

sehr gut versammeln, d.h. sie nehmen das Gewicht

vermehrt mit der Hinterhand auf. Das ist wichtig,

weil zum Barockreiten auch Lektionen "über der Erde"

gehören, bei denen das Pferd verschiedene Sprünge

ausführt oder sich mit der Vorhand hochhebt und auf

den Hinterbeinen steht. Generell zeigt das Barockreiten

Dressur auf höchstem Niveau.

 

                                                          Die deutsche Reitweise         

                                                                                Die deutsche Reitweise (fälschlich oft als

                                                                                 Englischreiten bezeichnet) hat sich im Lauf

                                                                                 der Jahrhunderte entwickelt. So finden wir

                                                                                 heute in der Dressur immer noch Elemente

                                                                                 aus dem Barockreiten. Beim Militär wurde

                                                                                 die Reitweise moderner. Hier war es

                                                                                 besonders wichtig, dass Pferd und Reiter

                                                                                 auch lange Strecken absolvieren konnten

                                                                                 und im Gelände sicher unterwegs waren. So

                                                                                 ist heute die dressurmäßige Ausbildung von

                                                                                 Pferd und Reiter die Basis der deutschen

                                                                                 Reitweise. Doch auch das Geländereiten und

                                                                                 das Springen sind wichtige Bestandteile.
Vielseitigkeit ist Trumpf!

 

Das Westernreiten

Das Westernreiten ist die Reitweise der

Cowboys in Amerika. Mit den Spaniern

kamen die ersten Pferde nach Amerika.

Die Spanier brachten auch eine

Arbeitsreitweise mit: die "Doma Vaquera".

Aus dieser Reitweise der spanischen

Viehhirten entwickelte sich das

Westernreiten. Da der Cowboy eine Hand

für das Lasso beispielsweise frei haben

musste, werden die Zügel beim

ausgebildeten Pferd mit nur einer Hand

gehalten und hängen meist durch. Das Pferd wird lediglich durch kurze Signale geführt. Der Westernsattel bietet einen bequemen Sitz und mit breiten Bügeln viel Auflagefläche für die Füße. Inzwischen gibt es auch viele Turniere für Westernreiter, bei denen sich die Teilnehmer in unterschiedlichen Disziplinen messen können.

 

                                                 Das Gangpferdereiten

                                                                   Als Gangpferde bezeichnet man Pferde, die

                                                                   nicht nur Schritt, Trab und Galopp gehen

                                                                    können, sondern zusätzlich auch noch Tölt

                                                                    oder Pass gehen. Beim Tölt fußen alle vier

                                                                    Beine nacheinander auf ohne Schwebephase.

                                                                    Bei verschiedenen Rassen kann dieser Gang   

                                                                   im Ablauf leicht variieren und hat dann auch

                                                                    unterschiedliche Bezeichnungen. Beim Pass

                                                                    fußen die beiden linken und die beiden rechten

                                                                    Beine des Pferdes jeweils beinahe gleichzeitig auf.

Besonders bekannte und beliebte Gangpferde sind die Islandpferde (siehe Foto), doch gibt es viele

Gangpferderassen in allen Größen und Formen.

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