Die Jugend-Pferdezeitschrift im Netz

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Wichtige Links:

Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)

www.pferd-aktuell.de

Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer Deutschland e.V.

www.vfdnet.de



TV-Tipps - Fernsehen und Internet



06.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Munich Indoors

06.11.2014 | Clipmyhorse.tv
AFP's Jumping Trophy CSI**

07.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Munich Indoors

07.11.2014 |  Clipmyhorse.tv
AFP's Jumping Trophy CSI**

08.11.2014 | 05:45 Uhr | RBB
Die Abenteuer des jungen Marco Polo: Wilde Reiterspiele in Termiz

08.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Munich Indoors

08.11.2014 | Clipmyhorse.tv
AFP's Jumping Trophy CSI**

08.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Ponyforum Hengsttage

08.11.2014 | 09:45 Uhr | 3sat
Radetzkys berühmte Nachbarn: Die Lipizzaner am Heldenberg

08.11.2014 | 14:00 Uhr - 16:00 Uhr | BR
Blickpunkt Sport: Munich Indoors (mit Zusammenfassung vom Freitag)

08.11.2014 | 17:00 Uhr - 18:00 Uhr | BR
Blickpunkt Sport: Munich Indoors

09.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Munich Indoors

09.11.2014 | Clipmyhorse.tv
AFP's Jumping Trophy CSI**

09.11.2014 | 14:55 Uhr | BR
Blickpunkt Sport: Riders Tour - Munich Indoors, Finale aus der Olympiahalle in München

09.11.2014 | 16:45 Uhr | Eurosport
Springreiten: FEI Weltcup 2014/15 in Verona (ITA), 4. von 12 Springen der Westeuropaliga / Aufzeichnung vom Wochenende

10.11.2014 | 23:15 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time - Das Pferderennsport-Magazin, Breeders' Cup in Los Angeles, CA (USA)

11.11.2014 | 12:00 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time - Das Pferderennsport-Magazin

11.11.2014 | 14:15 Uhr | BR
Wildes Skandinavien: Island (Islandpferde)

12.11.2014 | 20:15 Uhr | Eurosport
Springreiten: FEI Weltcup 2014/15 in Verona (ITA), 4. von 12 Springen der Westeuropaliga / Aufzeichnung vom Wochenende

12.11.2014 | 20:30 Uhr | Eurosport
Pferdesport: Riders Club Magazin

13.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Agravis-Cup Oldenburg

14.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Agravis-Cup Oldenburg

14.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Jumping Indoor Maastricht

14.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Körung Deutsches Sportpferd im Rahmen des Schaufenster der Besten

14.11.2014 | 13:15 Uhr | 3sat
Die Tierretter

14.11.2014 | 19:30 Uhr | KiKa
Winky will ein Pferd (Pferde-Spielfilm, Niederlande/Belgien, 2005)

15.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Agravis-Cup Oldenburg

15.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Jumping Indoor Maastricht

15.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Körung Deutsches Sportpferd im Rahmen des Schaufenster der Besten

15.11.2014 | 15:00 Uhr | Sport1
Internationale Oldenburger Pferdetage 2014

15.11.2014 | 16:30 Uhr | MDR
Tierisch verliebt (Pferde-Spielfilm, D. 2009)

15.11.2014 | 21:00 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time - Das Pferderennsport-Magazin

15.11.2014 | 21:15 Uhr | Eurosport
Springreiten: Global Champions Tour 2014 - Finale in Doha (QAT), Aufzeichnung vom Tage aus dem Al Shaqab Equestrian Centre

16.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Agravis-Cup Oldenburg

16.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Jumping Indoor Maastricht

16.11.2014 | 08:35 Uhr | ARD
Tiere bis unters Dach (46): Ponyhilfe.de

16.11.2014 | 08:50 Uhr | BR
Rettet Trigger (Pferde-Spielfilm, Norwegen/Schweden/Dänemark, 2006)

17.11.2014 | 15:15 Uhr | Arte
Was Du nicht siehst: Siena, Italien (Pferderennen „Palio“)

17.11.2014 | 19:25 Uhr | KiKa
pur+: Härtetest für Pferde

18.11.2014 | 14:15 Uhr | WDR
Im Bann der Pferde: Indien

19.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Stuttgart German Masters

19.11.2014 | Clipmyhorse.tv
Züchteradvent - Hof Sosath

19.11.2014 | 21:05 Uhr | Eurosport
Springreiten: 5. Morocco Royal Tour 2014, Zusammenfassung der Turniere in Tetouan, Rabat & El Jadida im Oktober

19.11.2014 | 21:35 Uhr | Eurosport
Pferdesport: Riders Club Magazin

Veranstaltungskalender


MÜNCHEN Munich Indoors
06. – 09. November

OLDENBURG Internationale Oldenburger Pferdetage
14. – 16. November

STUTTGART Stuttgarter German Masters
19. – 23. November

AACHEN Salut-Festival
27. – 30. November

FRANKFURT Internationales Festhallen Reitturnier
18. – 21. Dezember



Weltranglisten Springen, Dressur und Vielseitigkeit

Langehanenberg, Beerbaum und Jung beste Deutsche

Warendorf (fn-press). Zu Jahresbeginn haben die deutschen Spitzenreiter ihre Toppositionen auf der Weltrangliste der FEI behaupten können. Helen Langehanenberg rangiert weiterhin auf Platz zwei, Ludger Beerbaum bleibt auf Rang drei. In der Vielseitigkeit ist Michael Jung als Vierter bester Deutscher.

Jeden Monat werden die Weltranglisten des Weltreiterverbandes FEI aktualisiert. Für die Punktevergabe sind jeweils die Resultate der vergangenen zwölf Monate ausschlaggebend. Bei den Springreitern hat sich an der Spitze nicht viel verändert. Der britische Mannschafts-Olympiasieger und -Europameister Scott Brash führt das Ranking mit 2887 Punkten weiterhin an, gefolgt von seinem Teamkollegen Ben Maher (2685). Ludger Beerbaum als bester Deutscher konnte seinen dritten Platz halten, sein „Konto“ weist nun 2550 Punkte auf. Auf Platz vier bleibt die US-Amerikanerin Beezie Madden. Die Plätze fünf und sechs haben der Schweizer Steve Guerdat und Marcus Ehning getauscht. Guedrat hat nun 2443 Punkte und damit Ehning (2435) knapp überholt.

Drittbester Deutscher ist an zwölfter Stelle Daniel Deußer (2288), der einen Wimpernschlag vor Christian Ahlmann rangiert (2285). Ahlmann rutsche zu Jahresbeginn von Rang sieben auf 13 zurück. Unter den Top 50 der Weltrangliste befinden sich zudem Hans-Dieter Dreher (19./1968 Punkte) und Meredith Michaels-Beerbaum (34./1710).

In der Dressur führt nach wie vor kein Weg an Charlotte Dujardin aus Großbritannien vorbei. Die Olympiasiegerin und Europameisterin thront mit ihrem Pferd Valegro (in der Dressur wird die Reiter/Pferd-Kombination gewertet) weiterhin an der Spitze der Weltrangliste (2979 Punkte). Helen Langehanenberg und Damon Hill folgen an Position zwei (2881) vor den beiden Niederländern Adelinde Cornelissen mit Parzival (2698) und Edward Gal mit Undercover (2662). Die beiden deutschen Reiterinnen Kristina Sprehe mit Desperados FRH (2403) und Isabell Werth mit Don Johnson FRH (2323) verteidigten ihre Plätze fünf und sechs. Anabel Balkenhol und Dablino folgen auf Rang 15 (2081), Fabienne Lütkemeier und D’Agostino auf Rang 16 (2057) und Nadine Capellmann und Girasol auf 26 (1887). Auf den Positionen 31, 33 und 45 behaupten sich Jessica von Bredow-Werndl mit Unee B (1844), Jenny Lang mit Loverboy (1839) und Christoph Koschel mit Rostropowitsch NRW (1709).

Auch bei den Vielseitigkeitsreitern ergaben sich keine Veränderungen an der Spitze der Weltrangliste. Die Nummer eins ist nach wie vor der Luhmühlen- und Lexington-Sieger von 2013, Andrew Nicholson. Der Neuseeländer hat 634 Punkte gesammelt. Die Plätze zwei und drei belegen der Brite William Fox-Pitt (621) und Bruce Davidson aus den USA (419). Deutschlands Vielseitigkeits-Ass Michael Jung bleibt auf Position vier (384) und rangiert damit knapp vor Ingrid Klimke, die mit 378 Punkten Fünfte der Liste ist. Weitere deutsche „Buschreiter“ unter den TOP 50 sind Andreas Dibowski (14./320), Peter Thomsen (17./309), Dirk Schrade (26./279) und Andreas Ostholt (29./261). Hen



TREC-Jahrestreffen und Saisonplanung

Orientierungsreiter und -fahrer trafen sich in Warendorf

Warendorf (fn-press). Zu ihrem Jahrestreffen kamen Ende 2013 die Orientierungsreiter und –fahrer, Richter und Freunde des TREC-Sports in die Zentrale der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf. Auf dem Programm standen unter anderem die Termin- und Saisonplanung 2014, ein Rückblick auf die sportlich sehr erfolgreiche Saison 2013 sowie eine Fortbildung für Richter im Orientierungsreiten.

Höhepunkt 2014 werden die Europameisterschaften für Senioren und die Weltmeisterschaften für Junioren/Junge Reiter sein, die vom 5. bis 7. September in Scandiano/Italien ausgetragen werden. Bei drei Sichtungsterminen können sich die deutschen Reiter/innen - je sechs Senioren und sechs Junioren/Junge Reiter – für die EM/WM qualifizieren:

• 30. Mai bis 1. Juni in Brachfeld/Baden-Württemberg auf der Reitanlage von Meike und Joachim Lefèvre,

• 13. bis 15. Juni in Züsch/Rheinland-Pfalz auf dem Gestüt Altasilva von Rainhild und Rudi Wenzel und

• 4. bis 6. Juli in Weitershain/Hessen, TREC Deutschland e.V.

Parallel zu den Sichtungen wird jeweils auch ein Wertungsritt für den Europa-Cup 2014 angeboten. Weiterhin sind für dieses Jahr eine Vielzahl an Trainings- und Ausbildungsangeboten geplant.

Eine positive Bilanz in der Europa- und Nationencup-Wertung 2013 zog Diana Koch, Mitarbeiterin der FN-Abteilung Umwelt und Pferdehaltung. Insgesamt 27 mal starteten deutsche Reiter/innen bei Europa- und Nationencup-Wertungsritten im In- und Ausland. Als beste deutsche Teilnehmerin belegte Anna Lena Schmidt (Kappel/Rheinland-Pfalz) Platz 7 in der internationalen Gesamtwertung, gefolgt von Madeleine Gaukler (Hasselbach/Rheinland-Pfalz) auf Platz 8, Bettina Klingmüller (Ofterdingen/Baden-Württemberg) Platz 10, Maria-Gabriela Nowack (Burgschwalbach/Rheinland-Pfalz) Platz 11 und Lena Kopnarski (Hermeskeil/Rheinland-Pfalz) auf Platz 12. Den Europacup-Siegertitel holte sich in diesem Jahr Hilary Barnard aus Großbritannien mit 90 Punkten vor dem Franzosen Eric Soeuvre (77 Punkte) und Renske Giesen aus den Niederlanden (75 Punkte). In der Nationencup-Wertung, einem Mannschaftswettbewerb, der alle zwei Jahre ausgetragen wird, belegten die deutschen Reiter/innen einen sehr guten 2. Platz und mussten sich nur dem französischen Team geschlagen geben. Platz 3 ging an die Mannschaft aus Großbritannien.

Abgerundet wurde das Jahrestreffen durch einen Bericht über „Neues“ aus der Sportkommission der Internationalen Föderation für Pferdesport-Tourismus (FITE) von Gerlinde Hoffmann, Leiterin der FN-Abteilung Umwelt und Pferdehaltung und Vizepräsidentin der FITE.

Informationen zu Reglement, Veranstaltungen, Trainingsmöglichkeiten etc. sind erhältlich bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Abteilung Umwelt und Pferdehaltung, 48268 Warendorf, Telefon 02581-6362-534, Fax 02581-62144, E-Mail: dkoch@fn-dokr.de, www.pferd-aktuell.de Bo/DK


FN-Ranglisten 2013: Werth, Ehning und Jung behaupten Führung

Warendorf (fn-press). Isabell Werth, Marcus Ehning und Michael Jung bleiben die „Nummer eins“ in ihren Disziplinen. Wie schon im Vorjahr führt das Trio die Ranglisten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) an.

Wie in den Vorjahren führte auch 2013 in der Dressur kein Weg an Isabell Werth aus Rheinberg vorbei. Die fünfmalige Olympiasiegerin sammelte im Anrechnungszeitraum 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 insgesamt 108.495 Punkte und damit rund 10.000 Punkte mehr als die Mannschafts-Europameisterin und zweimalige Silbermedaillengewinnerin Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit 98.941 Punkten. Im vergangenen Jahr noch auf Platz zehn, rückte Anabel Balkenhol aus Rosendahl mit 67.270 auf den dritten Rang auf. Einen gewaltigen Sprung nach vorne machte auch der Shooting-Star der letzten beiden Jahre, Fabienne Lütkemeier (Paderborn). Die 24-Jährige sammelte 64.081 Punkte und kletterte vom 15. auf den vierten Platz. 63.250 Punkte gehen auf das Konto von Dorothee Schneider aus Framersheim. 2012 belegte sie nach ihrem Olympiaerfolg in London noch Platz zwei, in diesem Jahr konnte sie sich auch ohne ihr Erfolgspferd Diva Royal auf dem fünften Platz behaupten.

Keine Veränderungen auf den Medaillenrängen ergaben sich bei den Springreitern. Nach wie vor führt Marcus Ehning aus Borken die Rangliste an, auch wenn er in diesem Jahr knapp mit 199.170 Punkten knapp unterhalb der 200.000-Marke blieb. Ihm folgen wie 2012 Christian Ahlmann (Marl) mit 187.048 auf Platz zwei und Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit 177.328 auf Platz drei. Aufsteiger des Jahres ist Daniel Deußer aus Wolvertem in Belgien, der mit 170.308 den Anschluss an die Spitze fand. Er rückte vom 13. auf den vierten Platz vor. Fünfter der Rangliste ist der Vorjahres-Vierte Ludger Beerbaum aus Hörstel (165.443).

Auch in der Vielseitigkeit bleibt alles beim Alten. Auf den Spitzenplätzen rangiert mit Abstand das deutsche Goldteam der Europameisterschaften in Malmö, angeführt von Michael Jung aus Horb. Der Doppel-Olympiasieger, Weltmeister und mittlerweile zweimalige Doppel-Europameister sammelte insgesamt 41. 678 Punkte, Vize-Europameisterin Ingrid Klimke aus Münster kam in der zurückliegenden Saison auf 35.048 Punkte. Der frisch gebackene Deutsche Meister Andreas Dibowski aus Döhle rückte zwei Plätze vor (27.719) und verdrängte Dirk Schrade aus Sprockhövel von Platz drei (24.824). Schrade ist Vierter, den fünften Platz nimmt der EM-Reservist Kai-Steffen Meier (Waldbröl) ein (14.449).

Die Ranglisten mit den Top 1000 Dressur und Springen sowie den Top 500 in der Vielseitigkeit sind ab heute unter www.pferd-aktuell.de/ranglisten zu finden. Die kompletten Listen gibt es unter www.fn-jahrbuch.de, inklusive vieler Zusatzfunktionen. So können sich z.B. Vereine mit Hilfe der Jahrbuch-Daten per Mausklick ihre eigenen Ranglisten – sortiert nach Disziplinen – ausdrucken lassen. Hb/hen

Die TopTen der Dressurreiter:
1. Isabell Werth (108.495 Punkte)
2. Helen Langehanenberg (98.941)
3. Anabel Balkenhol (67.270)
4. Fabienne Lütkemeier (64.081)
5. Dorothee Schneider (63.250)
6. Kristina Sprehe (61.120)
7. Andrea Timpe (55.573)
8. Nadine Capellmann (55.405)
9. Bianca Kasselmann (55.300)
10. Christoph Koschel (53.446)

Die TopTen der Springreiter:
1. Marcus Ehning (199.170 Punkte)
2. Christian Ahlmann (187.048)
3. Hans-Dieter Dreher (177.328)
4. Daniel Deußer (170.308)
5. Ludger Beerbaum (165.443)
6. Meredith Michaels-Beerbaum (113.619)
7. Mario Stevens (102.232)
8. Felix Hassmann (100.793)
9. Markus Renzel (99.634)
10. Carsten-Otto Nagel (93.939)

Die TopTen der Vielseitigkeitsreiter
1. Michael Jung (41.678 Punkte)
2. Ingrid Klimke (35.048)
3. Andreas Dibowski (27.719)
4. Dirk Schrade (24.824)
5. Kai-Steffen Meier (14.449)
6. Andreas Ostholt (12.904)
7. Benjamin Winter (12.060)
8. Bettina Hoy (10.380)
9. Peter Thomsen (9.511)
10. Sandra Auffarth (8.972)


Integrierte Zuchtwertschätzung 2013: Zahlen und Daten zu den Hengsten

FN-Jahrbuch hilft bei der Suche nach dem richtigen Hengst

Warendorf (fn-press). Im Herbst jeden Jahres werden die Integrierten Zuchtwerte für Deutschlands Hengste geschätzt. In diesem aufwändigen Verfahren wird das genetische Vererbungspotenzial eines Hengstes anhand von Eigen- und Verwandtenleistung ermittelt. Züchter können diese Zuchtwerte bei der Anpaarungsplanung mit berücksichtigen, um den richtigen Hengst für ihre Stute auszusuchen. Die Qualität der genetischen Vererbung wird in einem Zuchtwert in den Disziplinen Dressur und Springen angegeben.

Der Datenpool ist im Rückblick auf das vergangene Jahr abermals angewachsen. Die Daten von fast 670.000 Pferden wurden mit einbezogen (Vorjahr: 640.000 Pferde). Fast 14 Millionen Turniersportprüfungen sind in die Berechnung eingeflossen und 3,3 Millionen Informationen aus Aufbauprüfungen, über 81.000 Informationen aus Zuchtstutenprüfungen, knapp 3.500 Informationen aus Veranlagungsprüfungen und mehr als 7.500 Informationen aus den Hengstleistungsprüfungen wurden verwendet. Alle diese Daten werden im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vom Rechenzentrum der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) in Verden verarbeitet und die Zuchtwerte anhand aller Daten geschätzt.

Das Ziel dieser Zuchtwertschätzung ist es, erblich bedingte Leistungsunterschiede möglichst genau zu schätzen. Dadurch erhält der Züchter eine Grundlage zur Auswahl des passenden Hengstes für seine Stute. Die Zuchtwertschätzung ist hierbei als ein Kriterium unter vielen in der Beurteilung von Pferden und deren Vererbungsleistung zu betrachten. Das Wissen um einen Zuchtwert kann die Grundlage zu einer Selektionsentscheidung liefern. Er ist eine Entscheidungshilfe für die Anpaarungsplanung hinsichtlich der gewünschten Veranlagung des Fohlens, sei es in Richtung Dressur, Springen oder eine vielseitige Veranlagung. Unerlässlich ist es, den Hengst nicht nur anhand der Zuchtwerte zu beurteilen, sondern die Anpaarung unter vielen Gesichtspunkten zu beleuchten.

Eine Hilfestellung für die Züchter ist die Rangierung der Hengste in die Top-Prozentklassen. Schnell sieht man, wie die Vererbungsleistung des in Frage kommenden Hengstes aussieht. In der Top-ein-Prozent-Klasse der Dressurhengste sind alle Hengste vermerkt mit einem Zuchtwert von 151 Punkten und besser. Die Klasse der besten fünf Prozent beinhaltet Hengste mit Zuchtwerten ab 136 Punkten. Die besten zehn Prozent der Hengste sind in diesem Jahr ab einem Zuchtwert von 126 Punkten und besser zu finden. Das beste Viertel der deutschen Zuchthengste (1.083 Hengste) ist ab einem Dressurzuchtwert von 108 Punkten zu finden. Bei den Springhengsten weichen die Grenzwerte der Klassen geringfügig von den Zuchtwerten in der Dressur ab. Die Top ein Prozent beginnen ab einem Zuchtwert von 152 Punkten, die Top fünf Prozent ist ab einem Zuchtwert von 141 Punkten und besser eingeordnet. Hengste mit einem Zuchtwert von 133 Punkten und besser zählen zu den besten zehn Prozent der Hengstpopulation und Hengste mit einem Zuchtwert von 117 Punkten und besser zu den besten 25 Prozent.

Zuchtwert Dressur – die Top ein Prozent
Hier sind die besten ein Prozent der Deutschen Reitpferde mit Schwerpunkt Dressur in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet:

Basic, Westfale von Belissimo M – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 81 Prozent

Belissimo M, Rheinländer von Beltain – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 97 Prozent

Beltoni, Hannoveraner von Belissimo M – Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Benetton Dream, Hannoveraner von Brentano II – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 87 P.

Bravissimo, Westfale von Belissimo M – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 72 Prozent

Breitling W, Hannoveraner von Bismarck – Zuchtwert 165 Punkte, Sicherheit 90 Prozent

Burlington, Hannoveraner von Breitling W – Zuchtwert 163 Punkte, Sicherheit 84 Prozent

Damon Hill, Westfale von Donnerhall – Zuchtwert 167 Punkte, Sicherheit 92 Prozent

Damsey, Hannoveraner von Dressage Royal – Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Dancier, Hannoveraner von De Niro – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 97 Prozent

Dancing Dynamite, Westfale von Don Bedo I – Zuchtwert 162 Punkte, Sicherheit 92 Prozent

Dollmann, Westfale von Davignon II – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 87 Prozent

Don Schufro, Oldenburger von Donnerhall – Zuchtwert 169 Punkte, Sicherheit 96 Prozent

Donautanz, Hannoveraner von De Niro – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 83 Prozent

Dr. Jackson D, Württemberger von Dream of Glory – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 93 P.

Dream Catcher, Oldenburger von Day Dream – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 72 Prozent

Estobar, Westfale von Ehrentusch – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 88 Prozent

Flatley, Rheinländer von Fürst Piccolo – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Floriscount, Oldenburger von Florencio I – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 84 Prozent

For Romadour, Rheinländer von Fürst Heinrich – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 72 P.

Fürst Nymphenburg, Hannoveraner von Florencio I – Zuchtwert 164 Punkte, Sicherheit 89 P.

Fürst Romancier, Oldenburger von Fürst Heinrich – Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 92 P.

Fürstenball, Oldenburger von Fürst Heinrich – Zuchtwert 167 Punkte, Sicherheit 82 Prozent

Hampton, Hannoveraner von His Highness – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 83 Prozent

Jazz, Niederländisches Warmblut von Cocktail – Zuchtwert 166 Punkte, Sicherheit 88 Prozent

Karolinger I, Trakehner von Latimer – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 78 Prozent

Krack C, Niederländisches Warmblut von Flemmingh – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 87 P.

Lissaro, Hannoveraner von Lissabon – Zuchtwert 164 Punkte, Sicherheit 79 Prozent

Locksley I, Hannoveraner von Londonderry – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 82 Prozent

Londontime, Hannoveraner von Londonderry – Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit 94 Prozent

Lord Loxley I, Rheinländer von Lord Sinclair I – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 96 Prozent

Lucky Dance, Hessisches Warmblut von Lucky Lionell – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 79 P.

Münchhausen, Trakehner von Hohenstein – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 96 Prozent

Real Diamond, Hannoveraner von Rohdiamant – Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit 87 P.

Rock Forever I, Westfale von Rockwell – Zuchtwert 168 Punkte, Sicherheit 93 Prozent

Rosandro, Hannoveraner von Rosario – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 77 Prozent

Royal Classic, Hannoveraner von Royal Highness – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 77 P.

Royal Doruto, Oldenburger von Royal Hit – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 80 Prozent

Sancisco, Oldenburger von Sandro Hit – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 93 Prozent

Sarkozy, Hannoveraner von Sandro Hit – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Schumacher, Westfale von Stedinger – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 78 Prozent

Sir Donnerhall II, Oldenburger von Sandro Hit – Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit 81 Prozent

Sir Donnerhall I, Oldenburger von Sandro Hit – Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 98 Prozent

Welt Hit VI, Oldenburger von Weltmeyer – Zuchtwert 161 Punkte, Sicherheit 77 Prozent

Einige Hengste haben bei der ersten Veröffentlichung ihrer Zuchtwerte gleich den Sprung in die Liste der Top-ein-Prozent-Vererber geschafft. In den meisten Fällen sind dies die jungen Hengste, deren erste Nachkommen in Zuchtprüfungen bewertet wurden. Das sind in diesem Jahr: Basic (Jahrgang 2005), Bravissimo (Jahrgang 2004), Floriscount (Jahrgang 2005), For Romadour (Jahrgang 2005), Fürstenball (Jahrgang 2006), Lissaro (Jahrgang 2005), Royal Classic (Jahrgang 2006), Schumacher (Jahrgang 2005) und Sir Donnerhall II (Jahrgang 2006).

Zuchtwert Springen – die Top ein Prozent
Folgende Hengste, die nach dem Alphabet rangiert sind, gehören zu den Besten ein Prozent:

Canstakko, Hannoveraner von Canturo – Zuchtwert 164 Punkte, Sicherheit 81 Prozent

Cardento, Holsteiner von Capitol I – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 82 Prozent

Caretino, Holsteiner von Caletto II – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 98 Prozent

Cartano, Holsteiner von Carthago – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 74 Prozent

Carthago, Holsteiner von Capitol I – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 97 Prozent

Caspar, Holsteiner von Cassini I – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Cassini I, Holsteiner von Capitol I – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 98 Prozent

Catoki, Holsteiner von Cambridge – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 93 Prozent

Cellestial, Oldenburger von Cantus – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 92 Prozent

Chacco-Blue, Mecklenburger von Chambertin – Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 95 Prozent

Chalan, Holsteiner von Chambertin – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Chap, Oldenburger Springpferd von Cellestial – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 79 Prozent

Chellano Z, Holsteiner von Contender – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 73 Prozent

Chintan, Oldenburger Springpferd von Cento – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 71 Prozent

Clarimo, Holsteiner von Clearway – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 89 Prozent

Comme il faut, Westfale von Cornet Obolensky – Zuchtwert 162 Punkte, Sicherheit 74 P.

Comte, Hannoveraner von Contendro I – Zuchtwert 166 Punkte, Sicherheit 84 Prozent

Concerto II, Holsteiner von Contender – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 92 Prozent

Contendro I, Holsteiner von Contender – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 98 Prozent

Cornado I, Westfale von Cornet Obolensky – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 84 Prozent

Cornet Obolensky, Belgisches Warmblut von Clinton – Zuchtwert 166 Punkte, Sicherheit 96 P.

Coronas, Westfale von Cornet Obolensky – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 82 Prozent

Cumano, Holsteiner von Cassini I – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 72 Prozent

Darco, Belgisches Warmblut von Lugano van la Roche – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 87 P.

Diamant De Semilly, Selle Francaise von Le Tot de Semilly – ZW 152 Punkte, Sicherheit 83 P.

Diarado, Holsteiner von Diamant De Semilly – Zuchtwert 169 Punkte, Sicherheit 90 Prozent

Douglas (Rousseau), Niederländisches Warmblut von Darco – ZW 159 Punkte, Sicherheit 77 P.

Galoubet A, Selle Francaise von Alme – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 74 Prozent

Heartbreaker, Niederländisches Warmblut von Nimmerdor – ZW 164 Punkte, Sicherheit 79 P.

Levisto, Holsteiner von Leandro – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 95 Prozent

Montender, Niederländisches Warmblut von Contender – ZW 161 Punkte, Sicherheit 80 P.

Now Or Never M, Niederländisches Warmblut von Voltaire – ZW 152 Punkte, Sicherheit 90 P.

Perigueux, Hannoveraner von Perpignon – Zuchtwert 169 Punkte, Sicherheit 89 Prozent

Saint Amour, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 76 Prozent

Salito, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 88 Prozent

Samorano, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 70 Prozent

Stakkato, Hannoveraner von Spartan – Zuchtwert 168 Punkte, Sicherheit 98 Prozent

Stakkato Gold, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 169 Punkte, Sicherheit 85 Prozent

Stalypso, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 152 Punkte, Sicherheit 92 Prozent

Stolzenberg, Hannoveraner von Stakkato – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 94 Prozent

Valentino, Niederländisches Warmblut von Now Or Never M – ZW 154 Punkte, Sicherheit 91 P.

Neu in der Liste der Top ein Prozent Spring-Zuchtwerte sind die Hengste Canstakko (Jahrgang 2005), Chap (Jahrgang 2004), Chintan (Jahrgang 2002), Comme il faut (Jahrgang 2005), Coronas (Jahrgang 2005) und Samorano (Jahrgang 2003) im Zuge der ersten Veröffentlichung ihrer Zuchtwerte.

Damit der Zuchtwert eines Hengstes veröffentlicht wird, muss die Sicherheit des Zuchtwertes mindestens 70 Prozent betragen und es müssen mindestens fünf Nachkommen eine Eigenleistung vorweisen. Die Hürde zur Veröffentlichung des Zuchtwertes Springen ist höher, da weniger Einzelmerkmale Springen in die Zuchtwertschätzung einfließen als in den Zuchtwert Dressur.

Die Sicherheit eines Zuchtwertes ist wichtig für eine Selektionsentscheidung. Diese ist abhängig von der vorliegenden Informationsmenge und -qualität. Angegeben und veröffentlicht werden die Zuchtwerte in einer Spanne von 99 Prozent (sehr sicher) bis 70 Prozent (unsicher geschätzt). Je höher die Sicherheit eines Zuchtwertes ist, desto sicherer ist auch die Vererbung des Hengstes in dem Merkmal. Die Sicherheit berechnet sich anhand der vorliegenden Informationen von den fast 670.000 Pferden, die im Turniersport, in Aufbauprüfungen, in Zuchtstuten- und Veranlagungsprüfungen sowie Hengstleistungsprüfungen eine Eigenleistung erbracht haben. Bei Pferden mit wenig verfügbaren Informationen wird die Sicherheit des Zuchtwertes vorsichtig geschätzt. Dies ist meist der Fall bei jungen Hengsten mit wenig Nachkommen im Sport. Bei den jungen Hengsten kommt auch insbesondere das sogenannte Mehrmerkmalsmodell zum Tragen. Es werden Zuchtwerte in Merkmalen geschätzt, in denen die Hengste oder deren Nachkommen selber gar keine Leistungen aufweisen. Beispielweise die Zuchtwerte von jungen Hengsten in dem Merkmal Turniersport. Das Mehrmerkmalsmodell verknüpft die verschiedenen Informationsquellen und Merkmale über die genetischen Korrelationen, somit trägt jede Information gleichzeitig zur Schätzung des Zuchtwertes der anderen Merkmale bei.

Auf der Internetseite der FN unter www.pferd-aktuell.de/zuchtwertschaetzung sind jeweils für Dressur und Springen drei Top-Listen eingestellt, in denen die Hengste in drei Gruppen nach den Sicherheiten der Zuchtwerte (70 bis 79 Prozent, 80 bis 89 Prozent und 90 bis 99 Prozent) eingeteilt wurden.

FN-Jahrbuch hilft bei der Suche nach dem richtigen Hengst
Die Zuchtwerte einzelner veröffentlichter Hengste sind ab sofort gegen eine Gebühr im Bereich Zucht (Claudia Koller, Telefon 02581/6362-256, E-Mail ckoller@fn-dokr.de) erhältlich. Darüber hinaus liefert das Jahrbuch Sport und Zucht der FN in Form einer DVD-ROM ausführliches Datenmaterial. Um den passenden Hengst zur Stute zu finden, bietet das Jahrbuch verschiedene Recherchemöglichkeiten. „Das Jahrbuch hat ganz tolle und umfangreiche Filterfunktionen für die verschiedenen Zuchtwerte von Rittigkeit bis zum Schritt und liefert gleichzeitig auch die Anzahl der Starts und Platzierungen der Hengste selbst und seiner Nachkommen in den vier Prüfungsarten Turniersport, Aufbau-, Zuchtstuten- und Hengstleistungsprüfungen“, erklärt Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende Geschäfsführerin des FN-Bereichs Zucht. Neben den aktuellen FN-Erfolgsdaten aus Sport und Zucht werden aber auch eine Vielzahl weiterer, exklusiver Recherche- und Informationsfunktionen über Pferde, Reiter, Fahrer, Züchter, Turnierfachleute, Veranstaltungen, Vereine und Betriebe geboten. Wie schon in den Vorjahren gibt es die Daten auch mit regelmäßigen Update im Internet unter www.fn-jahrbuch.de. Und die Online-Version gibt noch viel mehr her: neben wöchentlich aktualisierten Turnierergebnissen des laufenden Turnierjahres, lassen sich auch Einzelerfolge von Pferden bis ins Jahr 1976 zurückverfolgen, es können somit auch die Erfolge von bereits nicht mehr im Turniersport eingesetzten Pferden eingesehen werden.

Die Theorie dahinter: Wie werden die Integrierte Zuchtwerte geschätzt?
Datengrundlage des Modells der Zuchtwertschätzung sind die vorliegenden Leistungs- und Abstammungsdaten. Zu den Leistungsdaten gehören zum einen die Ergebnisse aus dem Turniersport bis zur Klasse S. Diese Daten werden seit dem 1. Januar 1995 über das Turnier-Organisations-System Toris erfasst. Zum anderen werden Daten aus Zuchtstuten- Veranlagungs- und Hengstleistungsprüfungen verarbeitet. Als Leistungsmerkmale werden die Noten für Schritt, Trab, Galopp, Rittigkeit und Freispringen (bei Zuchtstuten- und Veranlagungsprüfungen) sowie die Noten für die Gangarten, Rittigkeit, Frei- und das Parcoursspringen (bei Hengstleistungsprüfungen) verwendet. Zu diesen Leistungsdaten kommen noch die Abstammungsdaten aus mindestens zwei Generationen hinzu, die für eine verwandtschaftliche Verknüpfung herangezogen werden.

Zur Schätzung des genetischen Potenzials (Zuchtwert) eines Pferdes wird seine eigene Leistung berechnet, ebenso wie die seiner Verwandten. Eine Leistung wird unter Betrachtung der Umwelt, in der sie erbracht wurde, gesehen. Der Begriff Umwelt berücksichtigt beispielsweise für die Merkmale des Turniersports und der Aufbauprüfungen die Faktoren Alter und Geschlecht des Pferdes sowie die Leistungsklasse des Reiters innerhalb Jahr. Falls ein Reiter mindestens 50 Starts mit mindestens fünf Pferden innerhalb eines Jahres aufweist, wird dieser direkt im Modell als eigene Einflussgröße berücksichtigt (für Aufbauprüfungen mindestens 30 Starts mit mindestens drei Pferden).

So wird auch in dem Modell berücksichtigt, ob ein Pferd eine Prüfung gewonnen hat, weil es unter einem besonders guten Reiter ging, weil die anderen Pferde im Teilnehmerfeld besonders schwach waren oder weil das Pferd entsprechend hoch genetisch veranlagt ist. Durch diese Berücksichtigung der Umwelteffekte und der genetischen Effekte, die im Pferd selbst stecken, ist das Schätzmodell in der Lage, die genetische Überlegenheit eines Pferdes diesen Einflussfaktoren differenziert zuzuordnen. Durch diese Vorgehensweise können auch für Pferde ohne Eigenleistung in allen Merkmalen Zuchtwerte anhand der Verwandtenleistung geschätzt werden.

Für jedes Pferd wird in jedem Einzelmerkmal ein Zuchtwert geschätzt, es gibt also insgesamt 20 Zuchtwerte. Im Jahrbuch Sport und Zucht der FN kann nach allen Einzelzuchtwerten jeweils eine eigene Toplisten erstellt werden. Die Springmerkmale aller Prüfungsarten, also der Rang in der Springprüfung, die Wertnote in der Springpferdeprüfung sowie die Beurteilung des Frei- und Parcoursspringens bei den Zuchtprüfungen werden zu einem Gesamtzuchtwert „Springen“ zusammengefasst. Gleiches gilt für die Dressurmerkmale: Rangierung in der Dressurprüfung, Wertnote aus der Dressurpferdeprüfung, Beurteilung der Gangarten und der Rittigkeit aus den Zuchtprüfungen. Daraus ergibt sich der Gesamtzuchtwert „Dressur“.

Wichtig für die richtige Interpretation der Zuchtwerte ist die Sicherheit der Schätzung. Die Sicherheit ist eine Maßzahl, die die vorliegende Informationsmenge und Informationsqualität charakterisiert. Die Zuchtwerte für Hengste werden im Jahrbuch Sport und Zucht nur dann veröffentlicht, wenn der geschätzte Gesamtzuchtwert Springen beziehungsweise Dressur eine Sicherheit von mindestens 70 Prozent aufweist und die Schätzung auf mindestens fünf Nachkommen mit Eigenleistungen basiert. FN/Nora Köhne


Die offiziellen FN-Erfolgsdaten Sport und Zucht 2013 sind erschienen

FN-Jahrbuch auf DVD-ROM oder online

Warendorf (fn-press). Die offiziellen FN-Erfolgsdaten Sport und Zucht 2013 sind erschienen und beim FNverlag erhältlich.

Mit Spannung erwarten Züchter und Reiter jeden Winter das „Jahrbuch Sport und Zucht“ mit allen Daten, Zahlen und Fakten zur zurückliegenden sportlichen und züchterischen Saison (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013). Inzwischen wurde das Jahrbuch vollständig durch eine DVD-ROM ersetzt, auf der die offiziellen und FN-geprüften Daten nachzulesen sind und die ein langes Herumblättern und -suchen überflüssig macht. Mit wenigen Klicks gelangt man an die die gewünschte Stelle. Noch komfortabler ist die Online-Version, die es seit 2011 gibt. Unter www.fn-jahrbuch.de sind nicht nur die Sportdaten von Reitern und Pferden, die während des laufenden Turnierjahres wöchentlich aktualisiert werden, sondern auch Einzelerfolge von Pferden zurückgehend bis zum Turnierjahr 1976. Sowohl die DVD-ROM als auch die Online-Version bieten außerdem die Listen der Turnierfachleute, FN-Zuchtrichter, Ausbilder, Infos zu Körungen und Hengstleistungsprüfungen bis 31. Oktober 2013, das Pedigree jedes Pferdes, Zuchtwertübersichten, diverse Toplisten und vieles mehr.

Die DVD-ROM kostet 55 Euro (für Persönliche Mitglieder der FN 46,75 Euro) und ist erhältlich beim FNverlag in Warendorf, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de oder Internet www.fnverlag.de. Beim Online-Zugang handelt es sich um ein Jahresabonnement, das heißt, man kann sich unter www.fn-jahrbuch.de zu jedem beliebigen Zeitpunkt für 69 Euro (PM für 58,65 Euro) freischalten lassen und dann zwölf Monate lang auf die FN-Erfolgsdaten zugreifen. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht drei Monate vor Ende der Laufzeit gekündigt wurde. Die Kombination aus DVD-ROM und Online-Zugang kostet 79 Euro (für PM 67,15 Euro). Zusätzlich gibt es zum „Reinschnuppern“ einen 60 Minuten-Zugang für 4,50 Euro (für PM 3,83 Euro). Hb


APO 2014
Neu in der Trainerausbildung

Warendorf (fn-press). Die neue, ab 2014 gültige Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) birgt Neuerungen in der Trainerausbildung: ein Mentorenssystem, ein Modulsystem für die Trainer C und Trainer A-Lehrgänge sowie nicht zuletzt verschiedene Zusatzqualifikationen.

Der Schwerpunkt soll künftig noch mehr auf der Unterrichtserteilung liegen. Unter diesem Motto stehen die Veränderungen in der Trainer-Ausbildung. Daher wird ein Mentorensystem installiert: Junge Trainer lernen von ihren erfahrenen Kollegen – und das in der Praxis. Für angehende Trainer (nach dem obligatorischen Vorbereitungslehrgang) ist dies eine freiwillige Option, für Trainer B ist das System mit fünf Lehreinheiten verpflichtend. „Entweder fahren die angehenden Trainer zum Mentor, beobachten dessen Unterricht und analysieren ihn später gemeinsam mit ihm oder umgekehrt“, sagte Eva Lempa-Röller, Ausbildungsreferentin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). In Westfalen wird das System bereits erprobt. Ab kommenden Jahr sollen dann alle Landesverbände Listen mit Mentoren zur Verfügung stellen.

Bislang war es für berufstätige Pferdesportler oft schwer, einen Trainer-Lehrgang in den Alltag zu integrieren. Mit der neuen APO 2014 wird ein Modulsystem eingeführt, das den Landesreit- und Fahrschulen die Möglichkeit bietet, die dreiwöchigen Trainer C und Trainer A-Lehrgänge auf zwei oder drei Module zu unterteilen. „Manche Kreisverbände strecken ihre Trainerlehrgänge sogar auf viele Wochenenden. Auch das ist möglich, sofern die vorgeschriebenen 120 Lehreinheiten erreicht werden“, sagt Eva Lempa-Röller.

Noch etwas ist neu: Die APO 2013 unterscheidet stärker als bisher zwischen dem Trainer C Basissport und Trainer C Leistungssport. „Der Schwerpunkt beim Trainer Basissport liegt eindeutig auf der Grundausbildung, zum Beispiel von Reitanfängern und Wiedereinsteigern. Der Trainer Leistungssport sieht seine Aufgabe vor allem im Turniersport“, erklärt Eva Lempa-Röller. Entsprechend wurden die Zugangsvoraussetzungen für Trainer Leistungssport verschärft. Statt zwei Platzierungen in Klasse A sind nun mindestens zwei Platzierungen in Klasse L oder vier Platzierungen in Klasse A, davon je zwei in zwei verschiedenen Disziplinen erforderlich. Für den Trainer C Basissport benötigt man neben dem neuen Reitabzeichen 4 (früher DRA III) auch einen Deutschen Reitpass mit Springen.

Ebenfalls neu in der Trainerausbildung ist ab 2014 die Integration der Bodenarbeit. „Auch hier geht es schwerpunktmäßig wieder um Unterrichtserteilung. Wie vermittele ich das Thema, wie bereite ich meine Reitschüler auf diese Inhalte vor“, sagt Eva Lempa-Röller.

Zu guter Letzt gibt es noch einige kleine Veränderungen: Trainer B müssen künftig vorab ein Vorbereitungsseminar absolvieren. Alternativ können sie aber auch Mentorenstunden in Anspruch nehmen – zusätzlich zu den sowie vorgeschriebenen fünf Lehreinheiten. Ganz neu sind die Trainer A Distanzreiten und Trainer A Barockreiten. Darüber hinaus werden verschiedenen Zusatzqualifikationen angeboten zu den Schwerpunkten Kinderreitunterricht, Sitz- und Gleichgewichtsschulung, Bodenarbeit sowie Damensattelreiten. Die Ergänzungsqualifikationen „Sitz und Gleichgewicht“ und „Damensattel“ wurden in Pilotprojekten bereits getestet. „Es hat sich gezeigt, dass diese Maßnahmen wertvolle Weiterqualifikationen für unsere Trainer sind und sie einen großen Nutzen für ihre Ausbildungsarbeit daraus ziehen konnten“, sagte Friederike Tophoff-Kaup von der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft, die die Ergänzungsqualifikationen fachlich begleitet hat. Hb
Pilotprojekt APO 2014
„Kinderreitunterricht“ als Ergänzungsqualifikation für Trainer

Warendorf / Vechta (fn-press). Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Diesen Spruch haben viele Eltern verinnerlicht und schicken ihre Kinder schon früh zum Sport, zum Musik- oder Sprachunterricht. Die junge Klientel stellt Trainer und Ausbilder jedoch vor neue Aufgaben, denn die Jüngsten wollen anders an eine Sache herangeführt werden als ältere Jugendliche oder gar Erwachsene. Die neue Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung 2014 der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bietet daher ab kommendem Jahr eine Ergänzungsqualifikation „Kinderreitunterricht“ für Trainer an. Ein Pilotprojekt dazu gibt es bereits im Oktober und November 2013 in der Landeslehrstätte in Vechta.

Schon heute klagen viele Pferdesportvereine und -betriebe über die Konkurrenz durch Ganztagsschule, andere Sportarten und Freizeitaktivitäten. Wer also für die Zukunft vorsorgen will, ist gut beraten, sich schon jetzt auf die Jüngsten einzustellen. Um Angebote speziell für die Zielgruppe im Alter ab vier Jahre zu entwickeln, bedarf es allerdings spezieller pädagogischer und trainingswissenschaftlicher Kenntnisse. Welche koordinativen und konditionellen Voraussetzungen darf man in welcher Altersstufe erwarten? Welche Lehrmethoden gibt es, wie führt man die Kinder spielerisch ans Pferd heran, ohne den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen? Diese Fragen beantwortet das Pilotprojekt „Ergänzungsqualifikation Kinderreitunterricht“ vom 25. bis 27. Oktober sowie vom 8. bis 10. November erarbeitet werden. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der FN und dem Pferdesportverband Weser-Ems in der Landeslehrstätte in Vechta statt. Teilnahmevoraussetzung sind mindestens eine Qualifikation Trainer C Reiten sowie eine daran anschließende einjährige Ausbildertätigkeit. Referenten sind die Sportwissenschaftlerin Dr. Meike Riedel sowie Pferdewirtschaftsmeisterin Lina Otto. Die Kosten betragen 350 Euro. Die Prüfung erfolgt am 10. November und setzt sich aus einer Lehrprobe mit anschließendem Prüfungsgespräch zusammen. Das Prüfungsergebnis lautet „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Information und Anmeldung: Pferdesportverband Weser-Ems e.V., Helga Bockstette, Tel. 04441/9140-0, E-Mail bockstette@psvwe.de oder im Internet unter www.psvwe.de (unter „Landeslehrstätte“ > Anmeldeformular). Hb


APO 2014
Gütesiegel für „Gnadenhöfe“
Warendorf (fn-press). Die wichtigste Neuerung der kommenden Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist sicherlich das komplett überarbeitete Abzeichensystem. Doch die APO 2014 birgt noch mehr Neues, wie zum Beispiel zertifizierte Pensionspferdebetriebe für Gnadenbrotpferde oder die Reitschule Islandpferde.

Jahrelang war unser Pferd bester Freund, Sportpartner und Teil unserer Freizeit. Jetzt ist es in die Jahre gekommen und natürlich wünscht man ihm einen schönen Lebensabend, mit täglichen Auslauf im Kreise seiner Artgenossen. Doch wo findet man den passenden Altersruhesitz für sein Pferd? Mit der neuen APO 2014 gibt es weitere Kennzeichnung: den FN-geprüften Pensionspferdebetrieb Gnadenbrotpferde. Die Grundvoraussetzung für eine Kennzeichnung entspricht der eines Pensionspferdebetriebs. Zusätzlich muss der Betreiber einen erweiterten Sachkundenachweis vorlegen, der ihm Kenntnisse in der Haltung und den speziellen Bedürfnissen alter Pferde attestiert. Zudem muss der Betrieb neben einem ganzjährigen Auslauf auch über ausreichend Flächen für regelmäßigen Weidegang verfügen. Und nicht zuletzt ist für eine Kennzeichnung eine Mindestzahl von fünf „Oldies“ erforderlich, die eine separate Gruppe bilden.

Ganz neu in der APO 2014 ist auch die Reitschule Islandpferde. Neben einer Reithalle mit den Maßen von mindestens 15 mal 30 Metern oder einem Reitplatz sowie einer Ovalbahn mit zirka 150 Metern Umfang, muss diese eine Möglichkeit zur Ausbildung im Gelände bieten, außerdem ausreichend Unterrichtsmaterial, wie es für den Ablauf einer Islandpferde-Reitabzeichenprüfung notwendig ist. Eine Reitschule Islandpferde hat mindestens einen Ausbilder mit der Qualifikation TrainerC Islandpferdereiten oder Pferdewirt – Fachrichtung Spezialreitweisen – und vier Islandpferde, die dauerhaft zu Lehrzwecken eingesetzt werden.

Waren für eine Reitschule°°° bislang mindestens vier Lehrpferde pro Disziplin auf dem Niveau des Reitabzeichens 2 (bisher DRA Kl. II/„Silber“) vorgeschrieben, sieht die APO 2014 eine Erleichterung vor. Ab kommenden Jahr sind es nur jeweils zwei Dressur- und zwei Springpferde auf L-Niveau, die mindestens für Lehrzwecke vorhanden sein müssen.

Schließlich gilt für alle Reitschulen ab 2014, dass ihre Ausbilder eine gültige Trainerlizenz besitzen müssen. Dadurch wird die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen dokumentiert. Entsprechende Lehrgänge und Seminarmaßnahmen werden u.a. von der FN, PM oder Landesverbänden angeboten, die Trainerlizenz vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) oder in Bayern vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) ausgestellt. Für Berufsreiter stellt deren Bundesvereinigung entsprechende Nachweise aus. „Für einen qualifizierten Unterricht reicht der einmal erworbene Trainerschein nicht aus. Bislang war die Weiterbildung nur empfohlen. Mit der APO 2014 sind Ausbilder dazu verpflichtet, wenn sie die Kennzeichnung ihres Betriebes erhalten wollen“, sagt Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung und Wissenschaft.

Der FN gekennzeichnete Hufbeschlag-Fachbetrieb wurde mangels Nachfrage aus der APO gestrichen. Für bereits zertifizierte Betriebe gilt bis zum Ende der Laufzeit Bestandsschutz. Hb



APO 2014
Neues Abzeichensystem: Kleinere Schritte, größere Erfolge

Warendorf (fn-press). Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat das Abzeichensystem reformiert. Ob Steckenpferd oder Hufeisen – alles heißt ab dem 1. Januar 2014 Reitabzeichen. Das neue zehnstufige Reitabzeichensystem tritt mit der neuen Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) Anfang nächsten Jahres in Kraft. Ähnlich überarbeitet sind auch die Voltigier-, Longier- und Fahrabzeichen.

Das neue Abzeichensystem bietet jedem Pferdesportler ein passendes Angebot. Vereine und Pferdebetriebe können ihren Mitgliedern maßgeschneiderte Lehrgangsangebote machen und damit neue Ziele, Herausforderungen und Motivationen schaffen. Wichtigste Neuerung ist die Überprüfung des reiterlichen Könnens in kleineren Ausbildungsabschnitten. Zum einen wird der Reiter dadurch besser zum nächsten Abzeichen und damit auch zu höheren Anforderungen hingeführt. Zum anderen motiviert ein bestandenes Abzeichen.

„Die Abzeichen stehen für Lernen und Können – für fachgerechten Umgang mit Pferden und gutes Reiten,“ erklärt Eva Lempa-Röller, Referentin in der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft. „Daher wollen wir die Abzeichen als Ausbildungsanreiz und –instrument beleben. Schließlich gewährleisten sie eine fachlich qualifizierte Begleitung auf dem Ausbildungsweg im Pferdesport.“ Mit den Abzeichen kann man sein Können in allen Alters- und Leistungsklassen weiterentwickeln und dokumentieren.

Bei der Reformation des Systems war die Prämisse: Bewährtes beibehalten und neue Möglichkeiten schaffen. Konkret schlug sich das in folgenden Änderungen nieder:
• Es gibt im System neue Titel: Reit-, Fahr- und Voltigierabzeichen 10 (Einstieg) bis 1 (höchste Stufe).
• Neue Abzeichen wurden als Teilschritte eingefügt, um die Abstände zwischen einzelnen Abzeichen zu verkleinern.
• Das Angebot für Erwachsene wird erhöht, da alle Abzeichen in allen Stufen nun in jedem Alter abgelegt werden können.
• Wissen wird praxisnah in sogenannten Stationsprüfungen geprüft. Dazu gehört ab 2014 auch die Stationsprüfung Bodenarbeit.
• Die Reitabzeichen 10 bis 6 können in beliebiger Reihenfolge und beliebig oft wiederholt werden.
• Ab dem Reitabzeichen 5 ist die Reihenfolge der Reitabzeichen verpflichtend.
• Der Basispass oder die Reitabzeichen 7 und 6 sind Zulassungsvoraussetzung für das Ablegen des RA 5.
• Ein Geländereitabzeichen wird eingeführt. Die Teilprüfung Gelände kann zusätzlich abgelegt werden oder jeweils die Teilprüfung Springen ersetzen
• Zwischen den Abzeichen müssen mindestens drei Monate liegen, bevor das nächste Abzeichen absolviert werden kann, damit der Teilnehmer sich auf die Anforderungen vorbereiten kann.
Analog den Reitabzeichen sind auch die Systematiken der Fahr-, Voltigier- und Longierabzeichen erneuert worden. Eine Übersicht zu diesen Abzeichen gibt es auf der FN-Homepage unter
www.pferd-aktuell.de/reitabzeichen. Ausführliche Informationen zu den Abzeichen gibt es ab Herbst 2013: Entsprechende Broschüren stehen dann kostenlos zum Herunterladen auf der FN-Homepage bereit oder können gegen Übernahme der Versandkosten bei der FN bestellt werden. Fragen zu den Abzeichen beantwortet die FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft unter Tel. 02581/6362-196, -145 und -231. Bo


Die häufigsten Fragen zum neuen Reitabzeichensystem

Warendorf (fn-press). Rund um das neue Reitabzeichensystem stellen sich viele Fragen. Nachfolgend eine Übersicht der häufigsten Fragen und die entsprechenden Antworten:

Wo kann man ein Reitabzeichen machen?
Jeder Landes-Pferdesportverband hat eine Terminliste, wann und in welchem Pferdesportverein oder Pferdebetrieb Reitabzeichenlehrgänge und -prüfungen angeboten werden.
Ist für den Erwerb eines Reitabzeichens die Mitgliedschaft in einem Reitverein verpflichtend?
Nur für die Reitabzeichen 5 bis 1.

Gibt es Altersgrenzen für die Reitabzeichen?
Nein, jedes Abzeichen kann in jedem Alter abgelegt werden. Das heißt, die Reitabzeichen aller Stufen sind für Kinder, Jugendliche und Erwachsene offen und geeignet.
Werden die alten Reitabzeichen anerkannt?
Natürlich. Die alten Reitabzeichen verfallen nicht. Nach der neuen Systematik entspricht beispielsweise das RA 5 dem DRA Klasse IV.

Wie bauen die neuen auf den alten Reitabzeichen auf?
Das bisherige DRA Klasse III entspricht dem RA 4. Der nächste Abzeichenschritt ist daher das RA 3, das wiederum Voraussetzung für das RA 2 ist.

Mit welchem Reitabzeichen der neuen Systematik kann man in den Turniersport einsteigen?
Das RA 5 gleicht dem bisherigen DRA Klasse IV und ist damit nach der neuen Systematik Voraussetzung, um eine Jahresturnierlizenz zur Teilnahme an LPO-Turniersportprüfungen zu erwerben (LPO: Leistungs-Prüfungs-Ordnung).

Ab welcher Stufe kann das Reitabzeichen nur in der Disziplin Dressur oder Springen ablegt werden?
Schon das RA 5 kann als sogenanntes disziplinspezifisches Reitabzeichen absolviert werden, allerdings muss der Reiter im Besitz der RA 7 und 6 und mindestens 21 Jahre alt sein. Die RA 4 bis 1 kann jeder disziplinspezifisch ablegen.

Welche Ausrüstung ist in der Prüfung nötig?
In den Reitabzeichenprüfungen ist eine fachgerechte und den Sicherheitsanforderungen entsprechende Reitausrüstung vorgeschrieben, d.h. Reitkappe, Handschuhe, eng anliegende Oberbekleidung, Reitstiefel oder knöchelhohes Schuhwerk mit Absatz und Hose. Ab der Prüfung zum Reitabzeichen 5 wird diese Ausrüstung im Turnieroutfit gewünscht.

Welche Voraussetzungen muss das Pferd erfüllen?
Die Pferde müssen mindestens fünf Jahre alt und in der Ausbildung so weit sein, dass sie den jeweiligen Reitabzeichenanforderungen genügen.

Was passiert in den neuen Stationsprüfungen?
Die neuen Stationsprüfungen ersetzen die frühere theoretische Teilprüfung. Hier geht es zwar immer noch um theoretisches Wissen, allerdings wird dieses in den Stationsprüfungen in der praktischen Anwendung abgefragt. Der Prüfer fragt also nicht mehr, wie man zum Beispiel ein Pferd putzt, sondern er lässt sich das Putzen zeigen und erklären.

Gibt es Noten in den Reitabzeichenprüfungen?
Erst ab dem RA 5: Um die Prüfung mit „Bestanden“ abzuschließen, muss zum einen eine Durchschnittsnote von mindestens 6,0 aus allen Teilprüfungen erreicht werden. Zum anderen darf keine Einzelnote einer Teilprüfung unter 5,0 sein.

Wie schnell kann man eine Teilprüfung wiederholen?
Da der Reiter die Chance haben soll, sich zu verbessern und auf die fehlende Teilprüfung vorzubereiten, kann er sie frühestens nach drei Monaten wiederholen. Sollte es sich bei der fehlenden Teilprüfung um einen Teil des RA 5 handeln, so muss nach frühestens drei Monaten nicht nur die Teil- ,sondern die gesamte Prüfung wiederholt werden. Wie schnell kann man das nächste Abzeichen machen?
Ab dem RA 5 wird es für den Reiter anspruchsvoller und es braucht Zeit, sich auf die nachfolgenden RA vorzubereiten. Daher kann man die RA 5 bis 1 immer erst frühestens drei Monate nach dem Bestehen des vorherigen Abzeichens ablegen. Für die RA 10 bis 6 gibt es keine zeitlichen Vorgaben, aber auch hier ist es sinnvoll, sich Zeit für die Vorbereitung zu nehmen und zu üben.
Bo



*Termine der Kölner Pferde-Akademie

http://www.koelnerpferdeakademie.de



06.11.2014     Hufkunde und Hufschutz

Seminar für Reiter, Ausbilder, Pferdebesitzer und Tierärzte.

Dozent:         Karen Wingerath, (Natural Hoofcare)

                     Klaus Mäurer (staatl. gepr. Hufbeschlaglehrschmied)

Ort:             Landwirtschaftskammer NRW, Köln-Auweiler

Uhrzeit:        9:00 bis 17:30 Uhr

Preis:          80 € zzgl. 19% MwSt. (95,20 €)


07.11.2014      Praktische Pferdebeurteilung und Hufpflege

Workshop für Reiter, Ausbilder, Pferdebesitzer, Tierärzte.

Exterieurbeurteilung am Pferd, Hufbearbeitung am Pferdebein

Dozent:        Klaus Mäurer (staatl. gepr. Hufbeschlaglehrschmied)

Ort:             Reitanlage Hausdorp, 53797 Lohmar

Uhrzeit:        9:00 bis 17:30 Uhr

Preis:   80 € zzgl. 19% MwSt. (95,20 €)


09.11.2014      Pferde-Gesundheitsbeurteilung  inkl. Stuten-Zuchttauglichkeit

Dozent:        Dr. Cordula Gather (Pferdefachtierärztin)

Ort:             Reitanlage Hausdorp, Lohmar

Uhrzeit:        9:00 bis 17:30 Uhr

Preis:          80 € zzgl. 19% MwSt. (95,20 €)


29.11.2014       Erste Hilfe am Pferd

Ort:             Pferdeklinik Burg Müggenhausen

Uhrzeit:       14:00 bis 18:00 Uhr            

Preis:         80 € zzgl. 19% MwSt. (95,20 €)


04. - 07.12.2014      Planung und Wirtschaftlichkeit von Pferdebetrieben

Seminar für alle Pferdebetriebsleiter. Anlagenbau, behördliche Genehmigungen, Buchführung und Wirtschaftlichkeitsberechnung, Pferdekaufrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht, Haftungsrecht, Versicherungen, Businessplan

Dozent:      E. Nießen, Dr. T. Weinberger, J. Assmann, C. Lietke, C. Harms

Ort:           Landwirtschaftskammer NRW, 50765  Köln-Auweiler

Uhrzeit:      9:00 bis 17:30 Uhr

Preis:        320 € zzgl. 19% MwSt. (380,80 €)


ab 8.1.2015   Pferdefachwirt

Lehrgang inkl. Prüfung für Pferdehalter, Ausbilder und Züchter. 8 Modulen à 4 Tagen.

Vorbereitung auf die Pferdefachwirtprüfung Juni 2015.

Dozenten:         Jörg Assmann, Dr. Cordula Gather, Astrid Hennig, Werner A. Klein, Caren Lietke, Klaus Mäurer,

Dr. Eva Miersch, Erich Nießen, Dr. Barbara Rauch, Hartmut Rolofs, Petra Roth-Leckebusch,

Ulrike Sahm-Lütteken, Bernhard Theine, Tom Ullrich, Dr. Thomas Weinberger,

Karen Wingerath, Dr. Margit Zeitler-Feicht, Claudia Zerlik, Dr. Katharina Zschocke u.a.

Ort:                  Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler, diverse Pferdebetriebe u.a.

Preis:               2520€ zzgl. 19% MwSt. (2998,80 €)


ab 8.1.2015   Pferdewirt-Lehrgang für Seiteneinsteiger gem. §45 Abs. 2 BBiG

Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung 2015.

Prüfungszulassung erfolgt durch die Landwirtschaftskammer.

Seminarzusammenstellung in 8 Modulen gemäß Ausbildungsrahmenplan.

Dozenten:         Siehe oben Pferdefachwirt

Ort:                  Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler

Preis:               2100€ zzgl. 19% MwSt. (2499€)





* Lehrgangstermine im Zentrum der Natürlichen Ausbildung

http://www.ina-cygon.de


Alle Lehrgänge bieten Ihnen professionelle Qualität und das Wissen und die Erfahrungen aus mehr als 25 Jahren Berufsreiter-Tätigkeit. Ein wirklich pferdegerechtes Reiten – klassisch und modern!
Es handelt sich um Wochenendkurse: Sie beginnen jeweils freitags um ca. 17.00 Uhr mit einer fundierten theoretischen Einführung, untermalt von vielen Dias und ausführlichen Erklärungen – sowie Körperübungen. Am Samstag wird vormittags geritten und am späteren Nachmittag.Dazwischen gibt es eine weitere spannende Theorie – wobei auch Fragen gestellt werden können. Am Sonntag-Vormittag wird wieder geritten.
Der Lehrgang endet dann nach einer Abschlussbesprechung am Sonntagvormittag um ca. 12.30 Uhr.





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