Die Jugend-Pferdezeitschrift im Netz
Aktuell und neu
Termine
Wichtige Links:
Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)
Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer Deutschland e.V.
14.05.2013 | 12:15 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time
14.05.2013 | 16:30 Uhr | 3sat
Das Geheimnis des Exmoor Ponys
15.05.2013 | 18:35 Uhr | Eurosport
Horse Trials in Badminton
15.05.2013 | 19:35 Uhr | Eurosport
Riders Club Magazin
16.-20.05.2013 | Clipmyhorse.de
Pappas Junior Specials in Lamprechtshausen/Salzburg
17.-20.05.2013 | Clipmyhorse.de
Internationales Pfingstturnier im Schlosspark Wiesbaden
18.05.2013 | 19:00 Uhr | Eurosport
Springreiten: Global Champions Tour 2013 in Wiesbaden
18.05.2013 | 20:15 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time
20.05.2013 | 08:45 Uhr | BR
Nur Pferde im Kopf (Kinderspielfilm, Schweden 2005)
20.05.2013 | 22:45 Uhr | Eurosport
Horse Racing Time
21.05.2013 | 20:15 Uhr | 3sat
Die Pferdefrau (Spielfilm, D/A 2002)
22.05.2013 | 13:10 Uhr | HR
Eisbär, Affe & Co. (OP bei Wildpferdstute Maura)
22.05.2013 | 13:30 Uhr | HR
In aller Freundschaft: Selbstüberschätzung (Pferdezucht)
22.05.2013 | 20:25 Uhr | Eurosport
Springreiten: FEI Nations Cup 2013 in La Baule
22.05.2013 | 21:30 Uhr | Eurosport
Riders Club Magazin
Warendorf (fn-press). Künftig haben Reiter die Dressur-Aufgaben immer griffbereit – eine neue App des FNverlags macht es möglich. Über iTunes oder Googleplay können Smartphone- und Tabletnutzer die App „Aufgaben Reiten“ zum Preis von 7,99 Euro herunterladen. Neben den verschiedenen Aufgaben zu Basis- und Aufbauprüfungen, Dressurprüfungen, Vielseitigkeitsprüfungen finden sich auf der App auch Standardparcours sowie Abbildungen der Dressurvierecke und Hufschlagfiguren. „Voll cool“ und „Da müssen wir nicht immer das Aufgabenheft suchen“ lauteten die ersten Reaktionen auf Facebook. Den mehrfach nachgefragten Rabatt für Inhaber der gedruckten Version gibt es allerdings nicht. „Das ist aus technischen Gründen leider nicht möglich“, sagt Verlagsleiter Siegmund Friedrich. Auch Fahrsportfreunde und Voltigierer müssen sich noch ein bisschen gedulden. „Wir müssen jetzt erstmal abwarten, wie die neue App läuft“, so Friedrich. Hb
Links zum Herunterladen der neuen App:
iOS (https://itunes.apple.com/de/app/aufgaben-reiten/id602811605?mt=8)
Android
(https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fnverlag.aufgabenreiten)
Warendorf (fn-press). Am Ostersonntag endete die Chance, sich per Internet gegen eine Pferdesteuer auszusprechen. 200.413 Personen beteiligten sich bis dahin an der großen Petition der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und zahlreicher Pferdesport- und -zuchtverbände.
Noch ist die Aktion aber nicht zu Ende. „Hier bei der FN stehen noch massenweise Postkisten mit manuell ausgefüllten Unterschriftenlisten“, sagt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. „Alleine auf der Pferdemesse Equitana konnten wir 24.038 Stimmen sammeln, die ebenfalls noch dazugerechnet werden müssen“. Mit dem endgültigen Ergebnis der Petition ist Ende April zu rechnen.
„Wer noch ausgefüllte Listen hat, sollte diese schnellstmöglich an die FN in Warendorf schicken, damit diese noch berücksichtigt werden können“, bittet Ungruhe. Hb
Warendorf (fn-press). Tipps fürs friedliche Miteinander in der Reithalle gibt ein neues Poster der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).
Noch treibt der Winter mit Eis und Schnee sein kaltes Spiel – und die Benutzer von übervollen Reithallen manchmal beinahe in den Wahnsinn. Muss denn Heidelinde K. wieder einmal als Einzige auf der linken Hand reiten? Glaubt Martin V., er habe das Recht des freien Hufschlags gepachtet? Und warum pariert Frau F., ihren Fuchs immer dann durch, wenn hinter ihr gerade jemand angaloppiert? Kaum zu glauben, aber auf 20 mal 40 Meter (oder auch auf 20 mal 60) werden alljährlich vor allem in der kalten Jahreszeit ungeahnte Aggressionen frei, wird der Reit- zum Kriegsschauplatz, liefern sich sonst so beherrschte Stallkollegen manch bissiges (Wort-)Gefecht. Damit's künftig vielleicht ein wenig entspannter zugeht, hat Britta Schöffmann, Autorin der FN-Etikette-Flyer und des Plakats „10 Goldene Stallregeln“ nun „10 Goldene Bahnregeln“ verfasst, versehen wieder mit einer Karikatur von Jeanne Kloepfer. Das witzige, doch durchaus ernst gemeinte FN-Plakat kann in Postergröße kostenfrei bestellt werden (gegen Übernahme der Versandkosten) im FN-Shop, www.pferd-aktuell/fn-shop/Broschüren, Formulare Verträge. Weitere Informationen erteilt Petra Schaffer unter fn@fn-dokr.de.
Warendorf (fn-press). In vielen Städten und Gemeinden Deutschlands gibt es Überlegungen, eine kommunale Pferdesteuer einzuführen. In Bad Sooden-Allendorf (Nordhessen) wurde bereits eine entsprechende Satzung erlassen. „Soweit darf es nicht kommen!“ sagen dazu jetzt vier Bundesverbände in einer gemeinsamen Erklärung.
Die Unterzeichner sind die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bund der Steuerzahler Deutschland. Eine kommunale Pferdesteuer, so die Unterzeichner, sei kompliziert und intransparent und verursache nicht zu rechtfertigende Verwaltungskosten. Daneben sei Sport eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und diene in hohem Maße der Gesundheitsförderung. Mit der Einführung einer Pferdesteuer würde zudem erstmals in Deutschland eine Sportart besteuert, heißt es in der Erklärung. Da der Pferdesport maßgeblich von ehrenamtlicher Arbeit getragen werde, sei die Steuer auch ein vollkommen falsches Signal an die aktiven Menschen im ländlichen Raum, betonen die vier Verbände. DBV
Filme gegen Pferdesteuer
In diesen kleinen Filmen wird gezeigt, warum Pferde Deutschland
gut tun. Eltern, Trainer und Vereine sprechen sich gegen die Pferdesteuer aus. Um
den Kampf gegen die Pferdesteuer zu unterstützen, können Sie diese Filme auch auf
Ihrer Vereins-Homepage einbinden! Hier sind die entsprechenden Youtube-Links, die
Sie dafür nehmen können:
Eltern gegen Pferdesteuer
http://www.youtube.com/watch?v=pzWP7XFN_Yo
Trainer gegen Pferdesteuer
http://www.youtube.com/watch?v=TZ0QySQksXM
Vereine gegen Pferdesteuer
http://www.youtube.com/watch?v=75PBUX5p__c
Warendorf (fn-press). Reiter sind zielstrebig, begeisterungsfähig, strukturiert und ausgeglichen. Und das in viel höherem Maße als Menschen mit anderen Hobbys. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Studie, bei der die Persönlichkeit von 813 Reitern und Nicht-Reitern untersucht wurde.
Reiten prägt den Charakter. Die meisten Reiter werden jetzt heftig mit dem Kopf nicken. Doch was unter „Pferdeleuten“ bekannt ist, lässt sich jetzt auch belegen. Im August 2012 ließ die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in einer Studie die Auswirkungen des jahrelangen Umgangs mit Pferden auf die Charakterbildung untersuchen. „Wir waren immer überzeugt vom positiven Einfluss des Pferdes auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, denn es entspricht unseren Erfahrungen und Beobachtungen. Wir wollten aber wissen, ob unsere Einschätzungen und Argumente stimmen bzw. was genau die Wirkung ist“, erklärt Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, den Grund für die Studie. Die Ergebnisse helfen zum einen bei der Vertretung der Interessen der Pferdesportler – aktuelles Beispiel ist die Pferdesteuer. Zum anderen sprechen die Studienergebnisse für das Hobby mit dem Pferd. „Mit der Studie haben nicht nur wir Pferdesportverbände, sondern auch alle, die sich in unseren Vereinen und Betrieben engagieren, jetzt handfeste Argumente pro Pferd.“
Die Ergebnisse sind besonders für Eltern interessant, die sich Gedanken um eine sinnvolle Sportart für ihre Kinder machen. Schließlich wollen viele Mütter und Väter ihren Kindern ein gesundes Selbstbewusstsein vermitteln, das es ihnen erlaubt, zielstrebig und gefestigt ihren Weg zu gehen. Offenbar fördert der „Coach Pferd“ diese positiven Charaktereigenschaften: führungs- und durchsetzungsstark, zielstrebig, begeisterungsfähig, wettbewerbsorientiert, belastbar und strukturiert – bei diesen Eigenschaften wiesen die Reitern höhere Ausprägungen aus als die Nicht-Reiter.
Auch im zwischenmenschlichen Bereich zeigten sich deutliche Unterschiede. „Der enge Kontakt mit dem Tier erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität für die feine Körpersprache der Pferde. Diese Fähigkeiten kommen Reitern im Umgang mit anderen Menschen zu Gute“, betont Soenke Lauterbach. Davon profitieren vor allem junge Leute. Sie finden im Pferd nicht nur einen Freund, dem sie ihre Sorgen und Nöte erzählen können, sondern lernen vom ihm „fürs Leben“.
Der Kontakt zum Pferd zeigt auch eine unmittelbare Wirkung: Die befragten Reiterinnen und Reiter fühlten sich durch das Hobby „Pferd“ ausgeglichener und zufriedener. Außerdem schätzten sich die Befragten in deutlich höherem Maß als Nicht-Reiter als naturverbunden, sportlich und aktiv ein. Untersucht wurden 411 Reiter im Alter von 14 bis 65 Jahren, von denen 91 Prozent weiblich und 9 Prozent männlich waren. Sie nahmen über ein Online-Tool an der Studie teil. Um einen direkten Vergleich zu haben, wurde jeweils ein statistischer Zwilling gesucht. Das heißt, die Forscher befragten parallel 402 Nicht-Reiter, die in der Geschlechterverteilung, im Alter und dem Einkommen der Gruppe der Reiter entsprachen. Um eventuelle Persönlichkeitsunterschiede festzustellen, wandte Studienleiter Dipl. Psychologe Johannes Schneider von der decode Marketingberatung (Hamburg) sogenannte implizite Verfahren an. Dabei werden unbewusste Inhalte mit Hilfe der Reaktionszeit gemessen. „Implizite Methoden sind in den Sozialwissenschaften der führende Ansatz, um genau die Inhalte messen zu können, über die Menschen in der Regel nur bedingt Auskunft geben können oder wollen. Gerade wenn es um Themen wie unseren Charakter oder unsere Persönlichkeitseigenschaften geht, sind daher implizite Messverfahren wissenschaftlicher Standard, um an Inhalte zu kommen, die eher unbewusst sind“, begründet Johannes Schneider die angewandte Methodik.
Im Vorfeld der Studie hatte die Kölner wirtschaftspsychologische Beratungsgesellschaft transform unter Leitung der Dipl. Psychologin Barbara Grohsgart sechs geleitete Gruppendiskussionen mit Reitern und Eltern von reitenden Kindern durchgeführt. Die Ergebnisse flossen als Thesen in die anschließende repräsentative Studie ein.
Die Studienergebnisse können bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung angefordert werden unter uneumann@fn-dokr.de oder Tel. 02581/6362-127.
Warendorf (fn-press). Der Terminkalender des Jahres 2013 bietet auch im „nacholympischen“ Jahr wiederum eine Vielzahl hochklassiger internationaler Pferdesportveranstaltungen. Zahlreiche Championate aller Disziplinen und Altersklassen werden im In- und Ausland ausgetragen. Die nachfolgende Aufstellung basiert auf dem Stand 15. Januar 2013 (alle Termine ohne Gewähr). Einige Veranstaltungsorte standen zum Redaktionsschluss noch nicht fest.
Deutsche Meisterschaften und Deutsche Jugendmeisterschaften Distanzreiten vom 31.
Mai bis 2. Juni in Paaren im Glien
In Paaren im Glien in der Nähe von Berlin reiten
die Distanzreiter um die nationalen Titel. Erstmalig fand dort 2011 ein internationaler
Distanzritt statt und die idealen Bedingungen sorgten dafür, dass zwei Jahre später
die nationalen Titelkämpfe ausgerichtet werden können. Die Medaillen werden im Rahmen
eines internationalen Turniers vergeben. Während die Erwachsenen dazu mit ihren Pferden
auf einer 160 Kilometer langen Strecke reiten, sind es bei den Jugendlichen 120 Kilometer.
Weitere
Informationen unter www.glien-endurance.de
Deutsche Meisterschaften Dressur und Springen vom 6. bis 9. Juni in Balve
Das internationale
Reitturnier „Balve Optimum“ ist die größte und renommierteste Sportveranstaltung
der Region Südwestfalen. Einmal im Jahr trifft sich hier alles, was im Pferdesport
Rang und Namen hat. Noch bis 2016 ist das Turnier im Sauerland fester Austragungsort
der Deutschen Meisterschaften in Dressur und Springen. 2013 kommen die nationalen
Eliten vom 6. bis 9. Juni zum Schloss in Wocklum. Neben Meisterehren geht es für
die Aktiven im Parcours und Viereck aber auch darum, sich für die Teilnahme an den
Europameisterschaften zu empfehlen..
Weitere Informationen unter www.balve-optimum.de
Deutsche
Jugendmeisterschaft Vielseitigkeit vom 7. bis 9. Juni in Bad Harzburg
Die Deutschen
Jugendmeisterschaften gehören zu den wichtigsten nationalen Veranstaltungen für die
Nachwuchsreiter der Disziplin Vielseitigkeit. Schauplatz der DJM 2013 ist Bad Harzburg.
Vor der einmaligen Kulisse des Harzes finden bereits seit 65 Jahren reitsportliche
Veranstaltungen statt, unter anderem wurde hier Anfang der 50er Jahre die Vorbereitungsvielseitigkeit
für die Olympischen Spiele in Helsinki mit Reitsportlegenden wie Hans-Günter Winkler
ausgetragen. Ende der 90er Jahre ließ der Verein für Vielseitigkeit die alte Tradition
wieder aufleben. 2003 fand die Deutsche Ponymeisterschaft, 2006 der Bundeswettkampf
auf dem Rennbahngelände in Bad Harzburg statt, darüber hinaus erfreuen sich die internationalen
Ein- und Zwei-Stern-Prüfungen in Bad Harzburg hochkarätiger Starterfelder. Im vergangenen
Jahr machten nicht nur der Derby-Dynamic-Cup und der Förderpreis Vielseitigkeit in
Bad Harzburg Station, auch die deutschen Junioren trugen hier ihre letzte Sichtung
für die Europameisterschaften aus. Nach dieser Generalprobe geht es für sie in diesem
Jahr nun, ebenso wie für die Jungen Reiter, um die deutschen Meistertitel. Die DM
werden als internationale Vielseitigkeitsprüfungen ausgetragen: für Junge Reiter
(bis 21 Jahre) als CCI**, für Junioren (bis 18 Jahre) als CCI*.
Weitere Informationen
unter www.vfv-badharzburg.de
CHIO Aachen vom 21. bis 30. Juni in Aachen
In der Aachener Soers sind Jahr für Jahr
die besten Pferdesportler der Welt am Start. Ein vergleichbares Turnier gibt es nirgends
sonst: Alljährlich fiebern rund 360.000 Besucher an zehn Tagen bei den Wettkämpfen
in fünf Disziplinen mit. Beim CHIO werden Nationenpreise im Springen, Dressur, Fahren,
Vielseitigkeit und Voltigieren ausgetragen. Nicht nur für die deutschen Aktiven geht
es in diesem Jahr um die Nominierung für die jeweiligen Europameisterschaften, auch
andere Nationen nutzen das Aufeinandertreffen der Besten, um ihre Teilnehmer zu sichten.
Eröffnet wird der CHIO am ersten Wochenende mit den Voltigierprüfungen, in der zweiten
Woche folgen dann die Fahr-, Vielseitigkeits-, Dressur- und Springwettbewerbe.
Weitere
Informationen unter www.chio-aachen.de
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit vom 5. bis 7. Juli in Fürstenau-Lonnerbecke
2010
sorgte ein junger Verein im Landkreis Osnabrück mit seiner Turnierpremiere für Aufsehen
in der deutschen Buschszene. Statt klein anzufangen, stemmte das Team um Turnierleiter
Dr. Ansgar Peiss gleich eine komplette Jugendmeisterschaft und erntete großes Lob.
Ein Jahr später folgte die Ausrichtung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Nach
einjähriger Veranstalterpause ermitteln die Mannschaften der Landesverbände nun erneut
im Rahmen einer internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) ihre Meister in Fürstenau-Lonnerbecke.
Wieder mit von der Partie sind auch die besten Nachwuchsreiter Deutschlands. Für
sie geht es bei der DMM traditionsgemäß um die Fahrkarten zu den Europameisterschaften.
Weitere Informationen unter www.rechenstelle.de
Europameisterschaften Dressur Junioren/Junge Reiter vom 10. bis 14. Juli in Compiègne/FRA
Erstmals
ist die nordfranzösische, rund 80 Kilometer von Paris entfernte Stadt Compiègne Austragungsort
von Dressur-Europameisterschaften. In zwei Altersklassen – Junioren und Junge Reiter
– werden hier im Juli die Europameister ermittelt: In der Mannschaftswertung treten
die deutschen Jungen Reiter als Titelverteidiger an, die Junioren gewannen im vergangenen
Jahr Mannschaftssilber in Bern. Wie seit 2007 üblich werden darüber hinaus Medaillen
in der Einzelwertung in der klassischen Tour und in der Kür vergeben.
Weitere Informationen
unter www.compiegne-equestre.com
Goldene Schärpe (Pferde) vom 12. bis 14. Juli in Lauterbach
Vor rund zehn Jahren startete
im hessischen Ort Lauterbach in der Mitte Deutschlands ein erfolgreiches Pilotprojekt.
Vor dem Schloss in Sickendorf fand die erste Goldene Schärpe für Pferde statt. In
diesem Jahr findet diese Jugendveranstaltung, die nach dem Vorbild der traditionellen
Goldenen Schärpe für Ponyreiter ausgetragen wird, ein weiteres Mal vor der Schlosskulisse
statt. Wie üblich messen sich die vielseitigen Nachwuchsreiter in Dressur, Springen,
Geländeritt auf Niveau der Klasse E sowie Theorie und Vormustern.
Weitere Informationen
unter www.ruf-lauterbach.net
Deutsche Meisterschaft der Zweispänner (Pferde und Ponys) vom 12. bis 14. Juli in
Schildau
Nachdem 2012 die Einspänner ihre erste WM-Sichtung in Schildau hatten, treten
in diesem Jahr die Zweispänner zu den nationalen Titelkämpfen in Sachsen an. Die
Organisatoren rund um den Verein der Privilegierten Schützengilde und die Fahrsport-Arena
Schildau haben schon öfter Deutsche Meisterschaften ausgerichtet und haben langjährige
Erfahrungen im Ausrichten solch großer Fahrsport-Events. Das Besondere an den Geländehindernissen
in der Fahrsport-Arena ist, dass sie verschiedenen Schildbürgerstreichen nachempfunden
sind. Für die Zuschauer sind die Hindernisse sehr gut einsehbar, da alle zentral
zusammen liegen. Bei den Zweispännern tritt Oliver Böhme aus Grumbach zur Titelverteidigung
an. Bei den Pony-Zweispännern ist Marco Freund, Sohn von Fahrsport-Legende Michael
Freund, der amtierende Deutsche Meister.
Weitere Informationen unter www.pferdesport-arena.de
Europameisterschaften Springen Junioren/Junge Reiter/Children vom 17. bis 21. Juli
in Vejer de la Frontera/ESP
Die andalusische Stadt Vejer de la Frontera, neun Kilometer
von der Küste entfernt auf einem Hochplateau gelegen, ist in diesem Jahr Austragungsort
der Europameisterschaften der Nachwuchsspringreiter. Alljährlich ist Vejer de la
Frontera eine Station der bekannten Sunshine-Tour im Frühjahr und sammelte vor zwölf
Jahren bereits Erfahrung als Championatsveranstalter, als hier die Ponyreiter ihre
Champions ermittelten. In diesem Sommer werden die Medaillen bei den Jungen Reiter,
Junioren und Children in der Mannschafts- und Einzelwertung vergeben. Erfolgreichster
deutscher Starter bei den EM im vergangenen Jahr war Maurice Tebbel (Emsbüren), der
als Junioren-Europameister nach Hause zurückkehrte.
Weitere Informationen unter www.sunshinetour.net
Deutsche Jugendmeisterschaft und Bundesnachwuchschampionat Fahren vom 18. bis 21.
Juli in Greven-Bockholt
Die deutschen Jugendmeisterschaften Fahren finden nach der
erfolgreichen Premiere 2010 im hessischen Viernheim an wechselnden Austragungsorten
statt. Auf der gleichen Veranstaltung wird auch immer das Bundesnachwuchschampionat
Fahren ausgerichtet, das sich an Nachwuchsfahrer richtet, die jünger als 16 Jahre
sind. Nachdem die DJM 2012 in Höselhurst in Bayern war, werden 2013 die beiden Wettbewerbe
in Greven in Westfalen ausgetragen. Da dort schon mehrfach Deutsche Meisterschaften
und 2009 sogar die Weltmeisterschaften der Ponyfahrer ausgerichtet wurden, können
die Kinder und Jugendlichen mit optimalen Bedingungen rechnen. Die Nachwuchsfahrer
bei der DJM starten ein- oder zweispännig mit Pferden oder Ponys in einer Kombinierten
Prüfung der Klasse M, für die eine Dressur, eine Geländeprüfung und das Hindernisfahren
gewertet werden. Die Nachwuchsfahrer dürfen nicht älter als 25 Jahre sein. Beim Bundesnachwuchschampionat
müssen die fünf Teilprüfungen absolvieren. Dazu gehören Dressur, Gelände und Hindernisfahren
auf dem Niveau der Klasse A. Hinzu kommen – wie auch beim Bundesnachwuchschampionat
Vielseitigkeit – die Teilprüfung Vormustern und eine Theorieprüfung.
Weitere Informationen
unter www.stmartin.de
Europameisterschaften Pony Springen, Dressur und Vielseitigkeit vom 23. bis 28. Juli
in Arezzo/ITA
Gastgeber der Pony-Europameisterschaften ist das Ita Marzotto's Arezzo
Equestrian Centre, das als langjähriger Ausrichter der CSI Toscana Tour and Global
Champions' Tour sowie italienischer Meisterschaften in verschiedenen Disziplinen
vom Springen über Dressur bis Reining über große Erfahrung als Turnierveranstalter
verfügt. Die Europameisterschaft der Ponyreiter in Dressur, Springen und Vielseitigkeit
ist zugleich eine Generalprobe für die Dressur-Europameisterschaften der Junioren
und Jungen Reiter im kommenden Jahr. Die deutschen Pony-Dressurreiter unter der Führung
ihrer langjährigen Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern) treten in Arezzo
einmal mehr als Titelverteidiger an, die Springreiter gewannen im vergangenen Jahr
Mannschafts-Silber.
Weitere Informationen unter www.arezzoequestriancentre.com
Bundeswettkampf Vielseitigkeit vom 26. bis 28. Juli in Crostwitz-Horka
Der Bundeswettkampf
ist der traditionelle Mannschaftswettkampf der Landesverbände um die DLG-Wanderstandarte
und einer Einzelwertung um den Fritz-Sümmermann-Gedächtnispreis. Nachwuchsreiter
wie ambitionierte Amateure erleben hier in einer internationalen Ein-Stern-Prüfung
(CCI*) ihren Saisonhöhepunkt und schon immer war der Bundeswettkampf auch ein Sprungbrett
für junge Pferde. 2004 siegte der aktuelle Multi-Champion Michael Jung mit Miss Meller
vor Albert Habermann im Sattel von Abraxxas, mit dem Ingrid Klimke im Jahr vergangenen
Mannschaftsgold in London gewann. Veranstalter des Bundeswettkampfs ist erstmals
der 1992 gegründete Pferdesportverein „ Am Klosterwasser“ Panschwitz-Kuckau in Crostwitz-Horka
im ostsächsischen Landkreis Bautzen. Seit 2005 richtet der Verein Turniere in der
Sportanlage in Horka aus, um die in den vergangenen Jahren eine anspruchsvolle Geländestrecke
geschaffen wurde. Parallel zum Bundeswettkampf, zu dem wie schon im Vorjahr die Mannschaft
aus Hessen als Titelverteidiger antritt, finden ein CIC** sowie die sächsischen Landesmeisterschaften
der Junioren und Jungen Reiter statt.
Weitere Informationen unter www.psv-amklosterwasser.de
Weltmeisterschaft Distanzreiten Junioren/Junge Reiter am 27. Juli in Trabes/FRA
Die
Weltmeisterschaften für die besten Nachwuchs-Distanzreiter finden am 27. Juli in
Frankreich statt. Gemeinsam mit Bundestrainer Dr. Jean Louis Leclerc aus Frankreich
bereiten sich die Jugendlichen auf diesen 120 Kilometer langen Ritt, der der Saisonhöhepunkt
2013 ist, vor.
Europameisterschaft Voltigieren Senioren/Junioren vom 30. Juli bis 4. August in Ebreichsdorf/AUT
Der
Pferdesportpark Magna Racino im südlich der österreichischen Hauptstadt Wien gelegenen
Ebreichsdorf ist in diesem Jahr Gastgeber der Europameisterschaften der Voltigierer.
Nicht weniger als zehn internationale Veranstaltungen fanden hier im vergangenen
Jahr statt, darunter auch die EM der Nachwuchsspringreiter. In diesem Jahr nutzen
die Voltigierer die weitläufige Anlage, um ihre Europameister sowohl bei den Senioren
als auch den Junioren auszutragen.
Weitere Informationen unter www.horseshows-magnaracino.at
Internationales
Deutsches Fahrderby vom 1. bis 4. August in Riesenbeck
Im vergangenen Jahr richteten
die Riesenbecker rund um die Surenburg die Weltmeisterschaften der Vierspänner aus.
Optimale Bedingungen können die Fahrer beim Internationalen Deutschen Fahrderby erwarten.
Dieses wurde wegen der WM 2012 in Donaueschingen ausgetragen, ist ansonsten aber
in Riesenbeck beheimatet. Seit 2010 ist die Surenburg außerdem Schauplatz eines Offiziellen
Nationenpreis-Turniers für Zweispänner (CAIO-2).
Bundes-Nachwuchschampionat Vielseitigkeit vom 2. bis 4. August in Warendorf
Traditionell
findet Anfang August auf dem Gelände des Bundesleistungszentrums (BLZ) Reiten in
Warendorf das Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit statt. Die besten Junioren
und Ponyreiter der Landesverbände im Alter von 15 Jahren und jünger absolvieren hier
eine kombinierte Prüfung aus Dressur, Stilspringen, Stilgeländeritt, Theorie und
Vormustern. Bereits zum vierten Mal müssen sich die Teilnehmer außerdem selbst einem
Fitnesstest stellen. Vergeben werden Medaillen in der Einzel- und Mannschaftswertung,
wobei die Teams seit 2011 nach olympischem Modus aufgestellt: Jeweils fünf Paare
starten für ihren Landesverband, die besten drei Endergebnisse werden gewertet.
Weitere
Informationen unter www.pferd-aktuell.de
Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde vom 7. bis 11. August in Verden
Wer die
besten jungen Dressurpferde der Welt sehen will, der muss Anfang August die niedersächsische
Reiterstadt Verden besuchen. Die großzügige Anlage des Hannoveraner Verbandes und
das Rennbahngelände geben alljährlich eine beeindruckende Kulisse für das Championat
ab. Medaillen werden in den Altersklassen der Fünf- und Sechsjährigen vergeben. 2011
und 2012 sorgte eine England gezogene Hannoveraner Stute für Furore: Zwei Mal gab
es im vergangenen Jahr die Traumnote 10,0 für die Fürst Heinrich-Tochter Woodlander
Farouche. Besser kann ein Pferd nicht sein – da waren sich Richter und Zuschauer
einig. Auch der Weltmeister der Fünfjährigen 2012, der Oldenburger Sa Coeur, sorgte
für Schlagzeilen: Mit 2,31 Millionen Euro war der dunkelbraune Sir Donnerhall I-Sohn
das bisher teuerste Pferd der Performance Sales International in Ankum. Neben zahlreichen
anderen Wettbewerben rundet ein internationales Spring- und Dressurturnier auf Drei-Sterne-Niveau
das sportliche Angebot ab.
Weitere Informationen unter www.verden-turnier.de
DJM Springen/Dressur/Voltigieren und Bundesnachwuchschampionat Dressur Junioren vom
16. bis 18. August in München
Die Deutschen Jugendmeisterschaften sind das wichtigste
Schaufenster für Talente aus der ganzen Bundesrepublik. Nach jeweils drei Wertungsprüfungen
stehen die neuen Deutschen Meister der Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter fest.
Noch einen Schritt entfernt von der Meisterschaft sind die Teilnehmer am Bundesnachwuchschampionat
der Dressurreiter, deren Finale aber nicht minder spannend ist, denn es wird mit
Pferdewechsel der besten drei Paare ausgetragen. In diesem Jahr finden die Deutschen
Meisterschaft in der bayerischen Hauptstadt München statt. Wie schon vor vier Jahren
sind auf der großzügigen Anlage in München-Riem dann auch wieder die Voltigierer
mit dabei, die im vergangenen Jahr ihre Jugendmeisterschaften getrennt von den Reitern
veranstaltet haben. Startberechtigt sind Junior-Gruppen mit Mitgliedern im Alter
von 18 Jahren und jünger und Einzelvoltigierer, die nicht älter als 18 Jahren sind.
Weitere Informationen unter www.djm2013.de
Bundeschampionat des Schweren Warmbluts und Championat der Fahrponys vom 17. bis
18. August in Moritzburg
Das sächsische Landgestüt Moritzburg hat als Veranstalter
des Fahrpony-Championats und des Bundeschampionats des Schweren Warmbluts schon eine
eigene Tradition begründet. Bereits zum zwölften Mal findet dieses Ereignis vor der
kulturhistorisch einzigartigen Kulisse des Landgestütes statt.
Weitere Informationen
unter www.pzvst.de
Europameisterschaften Springen/Dressur und Para vom 19. bis 25. August in Herning/DEN
Im
August 2013 ist Dänemark Gastgeber von gleich drei Europameisterschaften. Im Fußballstadion
auf dem Gelände des MCH Messecenters Herning ermitteln die Spring-, die Dressur-
und Para-Dressurreiter ihre kontinentalen Titelträger. Die EM wird das größte Sportereignis
des Jahres in Dänemark, die MCH Arena bietet Platz für 10.000 Zuschauer. Das EM-Turnier
dauert fast eine ganze Woche. Schon am Donnerstag, 22. August, werden die ersten
Medaillen vergeben – für die Dressur- und die Springteams. Am Freitag, 23. August,
wetteifern die Dressurreiter um die Medaillen im Grand Prix Spezial. Am Samstag,
24. August, reiten die Springreiter um die Einzelmedaillen, auch die Para-Reiter
küren ihren ersten Europameister. Nach der großen Gala-Show am Abend absolvieren
am Sonntag, 25. August, die Dressur- und die Para-Reiter ihre Küren.
Weitere Informationen
unter www.european-herning.dk
Weltmeisterschaften der Zweispänner vom 28. August bis 1. September in Topolcianky/SVK
Die
Weltmeisterschaften der Zweispänner finden in diesem Jahr im Slowakischen Nationalgestüt
Topolcianky statt. Bei der WM vor zwei Jahren im französischen Conty sorgte die damals
23-jährige Carola Diener (Lähden), die ein Jahr zuvor noch Deutsche Jugendmeisterin
war und ihre erste internationale Saison fuhr, für eine Sensation: Die Angestellte
von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann wurde Weltmeisterin. Zusätzlich sicherte
sie sich mit dem deutschen Team noch die Silbermedaille. Auch 2013 wird eine Medaille
wieder das Ziel für die deutschen Zweispännerfahrer sein, die 2009 Bronze und 2007
Gold mit der Mannschaft nach Hause bringen konnten.
Europameisterschaft Reining vom 28. August bis 1. September in Augsburg
Augsburg ist
Austragungsort der Europameisterschaften Reining 2013. Die Europameisterschaften
finden im Rahmen der Messe „Americana“ vom 28. August bis 1. September statt. Internationaler
Sport, Abendshows und ein umfangreiches Angebot für Westernreiter werden unter dem
Motto „Great horses, great riders, great fun“ auf der Messe 2013 in Augsburg geboten.
Nach 2009 in Kreuth findet damit zum zweiten Mal eine EM Reining in Deutschland statt.
2009 war die EM vor heimischem Publikum ein voller Erfolg für die deutschen Reiner.
Die „Senioren“ holten in Kreuth nach 2007 auch 2009 wieder Mannschaftsgold und auch
in der Einzelwertung gab es Gold. 2011 fand die EM in Wiener Neustadt in Österreich
statt. Hier gewannen die deutschen Reiner Mannschafts-Silber. Als Titelverteidiger
reist das Team aus Italien nach Augsburg.
Weitere Informationen unter www.americana.eu
Europameisterschaft Vielseitigkeit vom 29. August bis 1. September in Malmö/SWE
Seit
Jahren besitzt die südschwedische Stadt Malmö einen guten Ruf in Sachen Vielseitigkeit.
Seit 2000 finden hier entlang dem bekannten, rund 2,5 Kilometer langen Ribersborg
Strand Geländeprüfungen statt. In dieser Zeit wurden hier unter anderem neun Weltcupqualifikationen
und zwei Weltcup-Finals ausgetragen. Im vergangenen Jahr feierte Malmö mit den Europameisterschaften
der Jungen Reiter eine erfolgreiche Generalprobe für das kommende Championat. Für
die deutschen Reiter dürfte es allerdings nicht einfach werden, ihren Triumph der
letzten EM in Luhmühlen zu wiederholen: Dort gewann das deutsche Team nicht nur die
Mannschafts-Goldmedaille, sondern auch alle drei Medaillen sowie Platz vier in der
Einzelwertung. Den Vogel schoss der spätere Olympiasieger Michael Jung ab, der seinen
Erfolg mit Doppel-Gold in London 2012 wiederholte. Seine größte Konkurrentin war
dabei die in Deutschland lebende Schwedin Sara Algotsson-Ostholt, die olympisches
Silber gewann und sich für die EM in ihrem Heimatland sicher einiges vorgenommen
hat..
Weitere Informationen unter unter www.rechenstelle.de
Finale DKB-Bundeschampionate vom 5. bis 8. September in Warendorf
Jubiläum in Warendorf:
Bereits zum 20. Mal ist das Gelände des Bundesleistungszentrums (BLZ) Reiten in Warendorf
Veranstaltungsort der DKB-Bundeschampionate. Die rund 1.000 teilnehmenden jungen
Pferde und Ponys locken Züchter und Zuschauer aus der ganzen Welt zu Zehntausenden
in die westfälische Pferdestadt, nirgendwo sonst kann man so viele hochtalentierte
vierbeinige Nachwuchstalente bewundern. Zum Jubiläum haben sich die Veranstalter
zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen einfallen lassen. So soll es Prüfungen für
Siebenjährige als Pilotprojekt geben, für die Dressurpferde werden die Aufgaben modifiziert.
Weitere Informationen unter www.dkb-bundeschampionate.de
DM Para-Equestrian vom 5. bis 8. September in Wetzlar
Der Hessische Reitverein Wetzlar
ist am zweiten September-Wochenende Ausrichter der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter
mit Handicap. Die DM wird in vier Behinderten-Grades ausgetragen, als Titelverteidiger
treten Alina Rosenberg (Grade I), Dr. Angelika Trabert (Grade II), Hannelore Brenner
(Grade II) und Lena Weifen (Grade IV) an. Während Rosenberg und Weifen zum dritten
Titel in Folge greifen könnten, feierte Hannelore Brenner bereits im vergangenen
Jahr ein ganz besonderes Jubiläum und sicherte sich ihren zehnten nationalen Titel.
Weitere Informationen unter www.reitvereinwetzlar.de
Europameisterschaft im Orientierungsreiten Junioren/Junge Reiter vom 5. bis 8. September
in Vielsalm/BEL
Bei den Orientierungsreitern steht in diesem Jahr der Nachwuchs im
Championatsfocus. Die besten jungen Reiter und Junioren messen sich vom 5. bis 8.
September bei den offenen TREC-Europameisterschaften im belgischen Vielsalm. Auf
die Teilnehmer wartet wie bei dieser Disziplin üblich eine kombinierte Prüfung, bei
der die Reiter sich mit Karte und Kompass im Gelände orientieren und mit ihren Pferden
geländebezogene Aufgaben absolvieren müssen.
Weitere Informationen unter www.eurotrec2013.be
Europameisterschaft Distanzreiten vom 12. bis 15. September in Most/CZE
Nach dem Gewinn
der Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen in Kentucky 2010 mit dem Team und der
Silbermedaille 2011 bei der EM in Florac für Sabrina Arnold wollen die deutschen
Distanzreiter bei der Europameisterschaft in Most in Tschechien an diese Erfolge
anknüpfen. Titelverteidiger ist das Team aus Frankreich, das 2011 vor heimischem
Publikum die Goldmedaille gewann. Auf die zwei- und vierbeinigen Ausdauersportler
wartet zuvor aber eine 160 Kilometer lange anspruchsvolle Championatsstrecke.
Europameisterschaft
Vielseitigkeit Junge Reiter/Junioren vom 12. bis 15. September in Jardy/FRA
Doppelt
spannend wird es in diesem Jahr im französischen Haras de Jardy, denn hier ermitteln
sowohl die Jungen Vielseitigkeitsreiter im Rahmen eines CCI**, als auch die Junioren
in einem CCI* ihre Europameister. Bei den Jungen Reiter gilt es für die Deutschen,
einmal mehr den Titel sowohl in der Team- als auch Einzelwertung zu verteidigen.
Im vergangenen Jahr sicherte sich die Deutsche Meisterin Pia Münker zwei Mal Gold
auch bei den EM.
Weitere Informationen unter www.haras-de-jardy.com
Goldene Schärpe Ponys vom 13. bis 15. September in Löningen-Ehren
Die Idee der Goldenen
Schärpe der Ponyreiter stammt aus dem Jahr 1972, vor 40 Jahren fanden die ersten
Vorläufe statt. In ihrer heutigen Form müssen die jugendlichen Reiter fünf Teilprüfungen
– Dressur, Springen und Geländeritt, Vormustern und Theorie – erfolgreich bewältigen,
um den Sieg in der Mannschafts- oder Einzelwertung zu erringen. Gastgeber sind der
PSV Löningen-Ehren und das Reitsportzentrum der Familie Brundiers, die bereits zum
vierten Mal nach 2006, 2008 und 2010 Ausrichter einer Goldenen Schärpe sind.
Weitere
Informationen unter www.psv-loeningen.de
Deutsche Meisterschaft Voltigieren Senioren vom 12. bis 15. September in Verden
Im
letzten Jahr fanden in Verden/Hannover die Deutschen Jugendmeisterschaften im Voltigieren
statt. Dankenswerterweise hat sich der renommierte Veranstalter bereiterklärt, sein
Engagement in diesem Jahr fortzusetzen. So finden in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften
der Senioren im Voltigieren an der Aller statt. Hierbei werden Titel im Einzelvoltigieren
der Damen und Herren sowie im Gruppenvoltigieren vergeben. Bereits zum vierten Mal
wird im Rahmen einer DM auch der Bundessieger im Doppelvoltigieren ermittelt.
Weitere
Informationen unter www.verden-turniere.de
Deutsche Meisterschaften der Vierspänner (Pferde und Pony) vom 12. bis 15. September
in Donaueschingen
Die Deutschen Meisterschaften der Vierspänner sind in diesem Jahr
integriert in das S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier mit internationalem
Reit- und Fahrsport. Titelverteidiger ist Christoph Sandmann, der sich bei den Deutschen
Meisterschaften im vergangenen Jahr auf seiner heimischen Anlage in Lähden seinen
sechsten nationalen Titel sicherte. Bei den Pony-Vierspännern hieß der Deutsche Meister
in den vergangenen drei Jahren immer Steffen Brauchle. Stellt sich die Frage, ob
sich der Baden-Württemberger aus Lauchheim 2013 seinen vierten DM-Titel sichern kann.
Weitere
Informationen unter www.escon-marketing.de
Deutsche Meisterschaften der Einspänner (Pferde und Pony) und der Fahrer mit Behinderung
vom 21. bis 22. September in Luhmühlen
In Luhmühlen, der Hochburg des deutschen Vielseitigkeitssports,
fahren die Einspänner um ihre nationalen Titel. Dank des 2011 abgeschlossenen umfangreichen
Ausbaus des Reitsportzentrums in der Westergellerser Heide können auch die Fahrer
mit hervorragenden Bedingungen rechnen. Titelverteidiger bei den Einspännern ist
Detlef Böhlmann (Otter) mit Diaz, bei den Pony-Einspännern ist es Patrick Hanisch
(Ennigerloh) mit Moses. Wahrscheinlich werden auch die Fahrer mit Behinderung ihre
nationalen Titelkämpfe in Luhmühlen austragen. Die DM ist außerdem eine Art Generalprobe
für die Weltmeisterschaften der Einspänner, die 2014 in Luhmühlen ausgetragen werden.
Weitere Informationen unter www.luhmuehlen.de
Weltmeisterschaften der Jungen Springpferde vom 19. bis 22. September in Lanaken/BEL
Das
belgische Gestüt Zangersheide in Lanaken lädt schon traditionell zur Weltmeisterschaft
der jungen Springpferde ein. Auch 2013 gehen wiederum zahlreiche Pferde aus deutscher
Zucht in den Prüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Springpferde an den Start.
Gastgeber des Championats ist einer der berühmtesten Züchterpersönlichkeiten der
Welt: Leon Melchior, der Begründer des Stutbuchs Zangersheide, wird inzwischen mehr
und mehr von seiner im Parcours erfolgreichen Tochter Judy-Ann in der Gestütsleitung
unterstützt.
Weitere Informationen unter www.zangersheide.com
Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit vom 20. bis 22. September in Schenefeld
Nach
zweijähriger Pause ist der traditionelle Vielseitigkeitsveranstalter Schenefeld wieder
Ausrichter der Deutschen Meisterschaft. Nachdem zwei Jahre lang der Heideort Luhmühlen
diesen Part zusätzlich zum Vier-Sterne-Event übernommen hatte, werden die nationalen
Medaillen nun wieder Ende September in Schenefeld vergeben. Gleich in doppelter Hinsicht
tritt der Multi-Champion Michael Jung als Titelverteidiger an: Er wurde im vergangenen
Jahr nicht nur Deutscher Meister, sondern landete in Schenefeld auch einen Doppelerfolg
im CIC*** und CCI**.
Weitere Informationen unter www.schenefeld-eventing.de
Europameisterschaften der Vierspänner vom 26. bis 29. September in Budapest/HUN
Die
ersten Europameisterschaften für Vierspänner seit 1981 fanden vor zwei Jahren in
Breda in den Niederlanden statt. Auch 2013 gibt es wieder eine EM – dieses Mal in
Budapest in Ungarn. Die Niederländer treten dort nicht nur als amtierende Europameister,
sondern auch als Weltmeister an. Die deutschen Vierspänner gewannen in Breda die
Bronzemedaille, bei der WM 2012 in Riesenbeck war es Silber. Eine Medaille wird demnach
auch in Budapest das Ziel sein.
Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit (Pony) vom 27. bis 29. September in Velen
Erstmals
ist das westfälische Velen Gastgeber einer Bundesveranstaltung. Der langjährige Veranstalter
von internationalen Vielseitigkeitsturnieren und Landesmeisterschaften ist in diesem
Jahr auch Gastgeber der Deutschen Meisterschaften der Ponvielseitigkeitsreiter und
des dritten Bundesfinales der U15-Reiter, das den besten Nachwuchsreitern mit Pferden
die Gelegenheit bietet, erste Erfahrungen auf L-Niveau zu sammeln.
Weitere Informationen
unter www.rv-velen.de
Weltmeisterschaften der Jungen Vielseitigkeitspferde vom 17. bis 20. Oktober in Le
Lion d´Angers/FRA
Das milde Klima Mittelfrankreichs macht es möglich, auch Ende Oktober
noch eine WM für diese Outdoor-Sportart anzubieten. Zwischen Nantes und Le Mans gelegen,
werden die Weltmeisterschaften der sechs- und siebenjährigen Vielseitigkeitspferde
bereits seit einigen Jahren auf dem Gelände des 1797 gegründeten Nationalgestüts
ausgerichtet. Vor zwei Jahren siegte bei den Sechsjährigen die Bundeschampionesse
Rocana unter dem Sattel von Welt- und Europameister Michael Jung. Bei den Siebenjährigen
holte FRH Escada JS mit Andreas Brandt die Silbermedaille. Im vergangenen Jahr musste
die WM vorzeitig abgesagt werden, da die komplette Anlage nach starken Regenfällen
komplett unter Wasser stand.
Weitere Informationen unter www.mondialdulion.com
Weltmeisterschaften der Ponyfahrer (Ein-, Zwei- und Vierspänner) vom 31. Oktober
bis 3. November in Pau/FRA
Bei der Weltmeisterschaft in Lipica in Slowenien vor zwei
Jahren haben die deutschen Ponyfahrer mit der Mannschaft ihren WM-Titel verteidigt.
Zum fünften Mal in Folge, seit es die gemeinsame WM der Ponyfahrer gibt, holten sie
die Mannschafts-Goldmedaille. Aber auch in den Einzelwertungen der verschiedenen
Anspannungsarten waren die Deutschen erfolgreich. Bei den Zweispännern gewannen sie
Gold und Silber, bei den Vierspännern Bronze. Der Druck ist also hoch, wenn die Ponyfahrer
in Pau in Südfrankreich an die vergangenen Erfolge anknüpfen wollen.
Warendorf (fn-press). „Richtig reiten reicht.“ Mit dieser berühmten Aussage des großen Ausbilders Paul Stecken leitete Reitmeister Martin Plewa, Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule, seinen Vortrag beim Kongress „Schritt für Schritt zum richtigen Reiten“ ein. 500 Besucher kamen zur Vorstellung der neuen Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 1 – Grundausbildung von Reiter und Pferd – nach Warendorf.
Martin Plewa stellte seinen Vortrag unter das Thema Horsemanship und zeigte auf, in welchem Rahmen sich die Inhalte der Richtlinien an den Bedürfnissen und der Natur des Pferdes orientieren. „Reiten ist nicht nur Sport, Motorik. Reiten bedeutet auch die Aneignung von Wissen rund ums Pferd. Als Reiter muss ich eine lebenslange Lernbereitschaft mitbringen.“ Reaktionen eines Pferdes kann man nur richtig deuten, wenn man sich mit den Fluchtverhalten des Tieres beschäftigt hat und wenn man die Funktion seiner Sinnesorgane kennt. Das Rangordnungsverhalten des Pferdes ermöglicht erst das Miteinander von Mensch und Pferd. Plewa: „Es liegt in der Natur des Pferdes sich unterzuordnen. Dies tut es auch bereitwillig, wenn es sich sicher fühlt und Vertrauen zum Menschen aufgebaut hat.“ Der Mensch müsse sich als Sozialpartner des Pferdes verstehen. „Ich hasse es, wenn Menschen sich mit Pferden anlegen. Hat das Pferd erst mal gelernt, seine Kraft auszuspielen, hat der Mensch verloren. Die Unterordnung des Pferdes ist nur mit der Intelligenz des Menschen und niemals mit Gewalt zu erreichen.“
Die Skala der Grundausbildung des Pferdes wurde in den neuen Richtlinien nicht neu definiert, wohl aber differenziert. Es bleibt bei der sechsstufige Pyramide – Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichten und Versammlung. Aber dazu kommen als Begleiter die Durchlässigkeit und das Gleichgewicht. Bildlich gesprochen erwirbt das Pferd von Stufe zu Stufe mehr Durchlässigkeit und Gleichgewicht. Martin Plewa: „Die Skala der Ausbildung wird mit der Natur des Pferdes erklärt.“ Beispiel Takt: Taktunregelmäßigkeiten entsprechen nicht der Natur des Pferdes. Der Takt lässt keinen Interpretationsspielraum zu, er ist entweder korrekt oder unrein. Der schwingende Rücken, das natürliche Muskelspiel, der locker pendelnde Schweif und das Abschnauben sind Indikatoren für Losgelassenheit. „Verkrampfte Muskulatur mag sich nicht vorwärts bewegen, das Reiten in Verspannung ist gegen die Natur des Pferdes gerichtet“, so Plewa. Zur Anlehnung, dritter Punkt der Ausbildungsskala, sagte der Reitmeister: Die falsche, „tiefe“ Haltung des Kopfes verhindere, das das Pferd sein Gleichgewicht findet. „Auch das ist gegen die Natur des Pferdes.“ Plewa fuhr fort mit Schwung, Geraderichten und Versammlung. „Die Versammlung ist dem Pferd nicht in die Wiege gelegt und fällt ihm schwer. Deshalb darf sie immer nur kurzfristig gefordert werden und muss als langsamer Prozess verstanden werden. Plewa appellierte an die Zuhörer, das richtige Reiten als Maßnahme zur Gesunderhaltung des Pferdes zu verstehen: „Wir haben neue Richtlinien, aber keine neue Reitlehre, denn die Natur des Pferdes hat sich nicht geändert. Wir müssen sie nur besser berücksichtigen.“
Thies Kaspareit, Leiter der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft und Hauptautor der Richtlinien, erklärte einige Veränderungen. „Natürlich wurde das Reiten nicht neu erfunden. Auch in der neuen Fassung sind die Richtlinien keine ganz leichte Kost. Sie sollen sich an Reiter, Ausbilder, auch Richter wenden, die sich durchaus anspruchsvoll mit der Materie beschäftigen wollen. Aber wir haben einige grundlegende Verbesserungen erreicht.“ So sind die Erkenntnisse der modernen Trainingslehre eingeflossen. Die Ausbildung des Reiters hat eine intensive Überarbeitung erfahren. Es stehen weniger bestimmte Sitzformen im Fokus, die erlernt werden müssen, sondern dem Reiter sollen Fähigkeiten vermittelt werden, wie er sich ausbalanciert und unverkrampft in Harmonie mit seinem Pferd bewegen kann. Die ausdifferenzierten Formen des Dressursitzes oder des leichten Sitzes sind ein Ergebnis dieses Prozesses und nicht etwa eine Vorgabe für die ersten Reitstunden. Die neuen Richtlinien sind mit Blick auf die Hilfengebung und Einwirkung des Reiters in der Anleitung zur Praxis konkreter und verständlicher, also nicht nur als Schulungsgrundlage für Ausbilder geschrieben, sondern auch für alle Reiter zum Nachlesen gedacht.
Die Natur des Pferdes stellte auch Christoph Hess, Ausbildungsbotschafter und Leiter des Bereiches Persönliche Mitglieder, in den Vordergrund, der noch einmal intensiver das in neuer Form dargestellte Ausbildungssystem des Pferdes anhand von Beispielen erklärte. Auch die über die Skala der Ausbildung hinausgehenden Ausbildungsgrundsätze waren erwähnenswert, weil diese all zu oft übersehen werden und ein Ausbilden nach der Skala der Ausbildung erst möglich machen. So muss z. B. ein Ausbildungsprozess systematisch richtig aufgebaut und sinnvoll geplant sein, es müssen nach Belastungsphasen Erholungspausen eingelegt werden. „Ausbildung muss abwechslungsreich und vielseitig, aber auch konsequent und verständlich für das Pferd sein. Nur so ist sie erfolgversprechend und pferdegerecht“, erklärte Christoph Hess.
Wie die Umsetzung der Richtlinien in der Praxis erfolgt, wurde in der Reithalle demonstriert: Helen und Sebastian Langehanenberg referierten über Sitz, Einwirkung und die praktische Umsetzung der Skala der Ausbildung, Peter Teeuwen, Bundestrainer der Ponyspringreiter, erklärte mit zwei Reitern die Entwicklung des Sitzes beim Springreiten und das systematisch richtige Anreiten von Hindernissen. hen/TK
Filme zu den neuen Richtlinien
Warendorf (fn-press). Die neuen Richtlinien sind da! Alle Informationen zur „Grundausbildung von Reiter und Pferd“ gibt es in dem neu überarbeiteten Standardwerk, das jetzt im FNverlag erschienen sind. Wie richtig führen, halbe und ganze Parade, der Springsitz und Übergänge aussehen, ist in fünf kurzen Filmen zu sehen. Diese Trailer können unter www.pferd-aktuell.de/richtlinien-filme/richtlinien-filme angeschaut werden. evb
„Richtlinien live“
FN veranstaltet bundesweite Seminarreihe
Warendorf (fn-press). Ende November sind die neuen Richtlinien Band 1 zur „Grundausbildung von Reiter und Pferd“ erschienen. Nach einem Kongress, in dem die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die wichtigsten Neuerungen und die noch immer geltenden Grundsätze der klassischen Ausbildung darstellte, folgt nun eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Persönlichen Mitglieder (PM) der FN und der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft zu den neuen Richtlinien. Folgende Termine sind für für das zweite Quartal 2013 geplant:
15.05.2013 in 24211 Wahlstorf/Preetz
„Kinder aufs Pferd – ein Abenteuer "
Referentinnen:
Isabelle von Neumann Cosel und Monika Schröter
31.05.2013 in 14053 Berlin
„Schritt für Schritt zum richtigen Reiten“
Referent: Martin
Plewa
05.06.2013 in 26133 Oldenburg
„Schritt für Schritt zum richtigen Reiten“
Referenten:
Thies Kaspareit und Michael Putz
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen finden sich im Internet unter www.pferd-aktuell.de/Grundausbildung.
Warendorf (fn-press). Jeder Züchter sucht einen passenden Hengst für seine Stute. Dabei ist nicht nur interessant, was der Hengst selbst geleistet hat, sondern auch, ob er seine Qualitäten überhaupt an seine Nachkommen weitergibt. Diese Frage kann anhand der Zuchtwertschätzung beantwortet werden. Denn in den Zuchtwert fließen nicht nur die Eigenleistungen des Hengstes mit ein, sondern auch die Erfolge der bereits vorhandenen Nachkommen. Die Auswertung dieser Daten ergibt einen Zuchtwert, der anzeigt, wie hoch die Dressur- oder die Springveranlagung eines Hengstes ist.
Nach der Auswertung von einer Vielzahl an Daten sind auch in diesem Jahr wieder Zuchtwerte für Hengste geschätzt worden. Von mehr als 640.000 Pferden – über zwölf Millionen Informationen aus Turniersportprüfungen, mehr als 3,1 Millionen Informationen aus Aufbauprüfungen, über 81.000 Informationen aus Zuchtstuten- und Veranlagungsprüfungen sowie mehr als 7.400 Informationen aus Hengstleistungsprüfungen – fließen in das statistische Schätzverfahren der Zuchtwertschätzung ein. Jedes Jahr werden in Deutschland die Integrierten Zuchtwerte für Reitpferdehengste im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) am Rechenzentrum der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) in Verden geschätzt. Ziel der Zuchtwertschätzung ist es, erblich bedingte Leistungsunterschiede möglichst genau zu schätzen, um dadurch dem Züchter die benötigte Grundlage zur Auswahl eines Hengstes zu liefern. Dabei muss bedacht werden, dass Zuchtwerte nur ein Baustein zur Beurteilung von Pferden und deren Vererbungsleistung sind.
Zuchtwerte Dressur – die TOP ein Prozent
Besonders interessant für die Züchter sind
die Hengste, die im bundesweiten Vergleich an der Spitze stehen. Insgesamt sind 4.168
Hengste in der Zuchtwertschätzung 2012 mit einem Zuchtwert Dressur zu finden. Zu
den TOP ein Prozent zählen alle Hengste, für die ein Zuchtwert von 150 Punkten und
besser geschätzt wurde. Folgende nach dem Alphabet sortierte Hengste gehören zu den
besten ein Prozent der Reitpferdevererber:
Ballettmeister, Hannoveraner v. Brentano
II – Zuchtwert 151 Punkte, Sicherheit 79 Prozent
Belissimo M, Rheinländer v. Beltain
– Zuchtwert 153 Punkte, Sicherheit 97 Prozent
Beltoni, Hannoveraner v. Belissimo M
– Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Benetton Dream, Hannoveraner v. Brentano
II – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Breitling W, Hannoveraner v. Bismarck
– Zuchtwert 164 Punkte, Sicherheit 89 Prozent
Burlington, Hannoveraner v. Breitling
W – Zuchtwert 165 Punkte, Sicherheit 83 Prozent
Damon Hill, Westfale v. Donnerhall
– Zuchtwert 167 Punkte, Sicherheit 92 Prozent
Damsey, Hannoveraner v. Dressage Royal
– Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit 81 Prozent
Dancier, Hannoveraner v. De Niro – Zuchtwert
155 Punkte, Sicherheit 95 Prozent
Dancing Dynamit, Westfale v. Don Bedo I – Zuchtwert
162 Punkte, Sicherheit 92 Prozent
Danone II, Hannoveraner v. De Niro – Zuchtwert 151
Punkte, Sicherheit 82 Prozent
Diamond Hit, Oldenburger v. Don Schufro – Zuchtwert
151 Punkte, Sicherheit 97 Prozent
Dollmann, Westfale v. Davignon II - Zuchtwert 155
Punkte, Sicherheit 87 Prozent
Don Davidoff, Oldenburger v. Don Gregory – Zuchtwert
150 Punkte, Sicherheit 85 Prozent
Don Diamond, Württemberger v. Diamond Hit – Zuchtwert
153 Punkte, Sicherheit 84 Prozent
Don Primero, Oldenburger v. Donnerhall – Zuchtwert
152 Punkte, Sicherheit 98 Prozent
Don Schufro, Oldenburger v. Donnerhall – Zuchtwert
170 Punkte, Sicherheit 96 Prozent
Donautanz, Hannoveraner v. De Niro – Zuchtwert 152
Punkte, Sicherheit 82 Prozent
Dr.Jackson D, Württemberger v. Dream of Glory – Zuchtwert
154 Punkte, Sicherheit 93 Prozent
Dream Catcher, Oldenburger v. Day Dream – Zuchtwert
150 Punkte, Sicherheit 72 Prozent
Duino, Oldenburger v. Donnerschwee – Zuchtwert 153
Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Estobar, Westfale v. Ehrentusch – Zuchtwert 156 Punkte,
Sicherheit 84 Prozent
Flatley, Rheinländer v. Fürst Piccolo – Zuchtwert 153 Punkte,
Sicherheit 80 Prozent
Friedensritter, Westfale v. Fürst Piccolo – Zuchtwert 153 Punkte,
Sicherheit 86 Prozent
Fürst Nymphenburg, Hannoveraner v. Florencio I – Zuchtwert 158
Punkte, Sicherheit 78 Prozent
Fürst Romancier, Oldenburger v. Fürst Heinrich – Zuchtwert
150 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Hampton, Hannoveraner v. His Highness – Zuchtwert
156 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Hofrat, Trakehner v. Gribaldi – Zuchtwert 150 Punkte,
Sicherheit 95 Prozent
Jazz, Niederländisches Warmblut v. Cocktail – Zuchtwert 170
Punkte, Sicherheit 85 Prozent
Karolinger I, Trakehner v. Latimer – Zuchtwert 159 Punkte,
Sicherheit 76 Prozent
Krack C, Niederländisches Warmblut v. Flemmingh – Zuchtwert
150 Punkte, Sicherheit 84 Prozent
Londontime, Hannoveraner v. Londonderry – Zuchtwert
169 Punkte, Sicherheit 91 Prozent
Lord Fantastic, Rheinländer v. Lord Loxley I – Zuchtwert
152 Punkte, Sicherheit 88 Prozent
Lord Loxley I, Rheinländer v. Lord Sinclair I –
Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 95 Prozent
Münchhausen, Trakehner v. Hohenstein –
Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 96 Prozent
Pasolongo, Bayer v. Pacelli W – Zuchtwert
152 Punkte, Sicherheit 83 Prozent
Real Diamond, Hannoveraner v. Rohdiamant – Zuchtwert
163 Punkte, Sicherheit 86 Prozent
Rhodes Scholar, Hannoveraner v. Rohdiamant – Zuchtwert
151 Punkte, Sicherheit 85 Prozent
Rock Forever, Wesfale v. Rockwell – Zuchtwert 163
Punkte, Sicherheit 91 Prozent
Rosandro, Hannoveraner v. Rosario – Zuchtwert 158 Punkte,
Sicherheit 75 Prozent
Samba Hit II, Brandenburger v. Sandro Hit – Zuchtwert 152 Punkte,
Sicherheit 87 Prozent
Sancisco, Oldenburger v. Sandro Hit – Zuchtwert 155 Punkte,
Sicherheit 92 Prozent
Sarkozy, Hannoveraner v. Sandro Hit – Zuchtwert 155 Punkte,
Sicherheit 77 Prozent
Scolari, Hannoveraner v. Sandro Hit – Zuchtwert 153 Punkte,
Sicherheit 90 Prozent
Showmaker, Westfale v. Show Star – Zuchtwert 150 Punkte, Sicherheit
73 Prozent
Sir Donnerhall, Oldenburger v. Sandro Hit – Zuchtwert 160 Punkte, Sicherheit
98 Prozent
Welt Hit I O, Oldenburger v. Weltmeyer – Zuchtwert 150 Punkte, Sicherheit
90 Prozent
Welt Hit VI, Oldenburger v. Weltmeyer – Zuchtwert 162 Punkte, Sicherheit
76 Prozent
In jedem Jahr wird für einige Spring- und Dressurhengste erstmalig ein Zuchtwert publiziert, so dass sie neu in der Liste der Top-Vererber aufgeführt sind. Dies sind die Hengste, deren geschätzter Gesamtzuchtwert eine Sicherheit von mindestens 70 Prozent aufweist und die Schätzung auf mindestens fünf Nachkommen mit Eigenleistung basiert. In den meisten Fällen sind dies die jungen Hengste, deren ersten Nachkommen in Zuchtprüfungen geprüft wurden. Das sind in diesem Jahr Ballettmeister (Jahrgang 2003), Beltoni (Jahrgang 2004), Benetton Dream (Jahrgang 2004), Burlington (Jahrgang 2003), Dream Catcher (Jahrgang 2000), Estobar (Jahrgang 2004), Flatley (Jahrgang 2004), Fürst Nymphenburg (Jahrgang 2005), Fürst Romancier (Jahrgang 2004), Hampton (Jahrgang 2004), Karolinger I (Jahrgang 2001), Rosandro (Jahrgang 2004), Sarkozy (Jahrgang 2005) und Showmaker (Jahrgang 2002)
Zuchtwerte Springen – die TOP ein Prozent
Für insgesamt 3.243 Hengste wird in diesem
Jahr ein Zuchtwert Springen veröffentlicht. Zu den TOP ein Prozent zählen alle Hengste,
für die ein Zuchtwert von 154 Punkten und besser geschätzt wurde. Folgende Hengste,
die nach dem Alphabet rangiert sind, gehören zu den besten ein Prozent:
Cardento,
Holsteiner v. Capitol I – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Cartano, Holsteiner
v. Carthago – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 71 Prozent
Carthago, Holsteiner v.
Capitol I – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 97 Prozent
Cassini I, Holsteiner v. Capitol
I – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 98 Prozent
Catoki, Holsteiner v. Cambridge –
Zuchtwert 157 Punkte, Sicherheit 91 Prozent
Cellestial, Oldenburger v. Cantus – Zuchtwert
155 Punkte, Sicherheit 91 Prozent
Cero I, Holsteiner v. Calido I - Zuchtwert 154 Punkte,
Sicherheit 86 Prozent
Chacco-Blue, Mecklenburger v. Chambertin – Zuchtwert 157 Punkte,
Sicherheit 94 Prozent
Chalan, Holsteiner v. Chambertin – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit
85 Prozent
Chellano Z, Holsteiner v. Contender – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit
73 Prozent
Clarimo, Holsteiner v. Clearway – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 86 Prozent
Comte,
Hannoveraner v. Contendro I – Zuchtwert 169 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Concerto
II, Holsteiner v. Contender – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 92 Prozent
Contendro
I, Holsteiner v. Contender – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 98 Prozent
Cornado I,
Westfale v. Cornet Obolensky – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 80 Prozent
Cornet
Obolensky, Belgisches Warmblut v. Clinton – Zuchtwert 165 Punkte, Sicherheit 96 Prozent
Crawford,
Holsteiner v. Corrado I – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 84 Prozent
Cumano, Holsteiner
v. Cassini I – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 71 Prozent
Diarado, Holsteiner v.
Diamant De Semilly – Zuchtwert 166 Punkte, Sicherheit 79 Prozent
Douglas (Rousseau),
Niederländisches Warmblut v. Darco – Zuchtwert 159 Punkte, Sicherheit 74 Prozent
Embassy
III, Hannoveraner v. Escudo I – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 74 Prozent
Galoubet
A, Selle Francais v. Alme – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 74 Prozent
Heartbreaker,
Niederländisches Warmblut v. Nimmerdor – Zuchtwert 163 Punkte, Sicherheit 79 Prozent
Levisto,
Holsteiner v. Leandro – Zuchtwert 156 Punkte, Sicherheit 95 Prozent
Montender, Niederländisches
Warmblut v. Contender – Zuchtwert 164 Punkte, Sicherheit 79 Prozent
Now Or Never M,
Niederländisches Warmblut v. Voltaire – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 89 Prozent
Perigueux,
Hannoveraner v. Perpignon – Zuchtwert 167 Punkte, Sicherheit 87 Prozent
Saint Amour,
Hannoveraner v. Stakkato – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 75 Prozent
Salito, Hannoveraner
v. Stakkato – Zuchtwert 162 Punkte, Sicherheit 87 Prozent
Satisfaction I, Hannoveraner
v. Stakkato – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 85 Prozent
Stakkato, Hannoveraner v.
Spartan – Zuchtwert 170 Punkte, Sicherheit 98 Prozent
Stakkato Gold, Hannoveraner
v. Stakkato – Zuchtwert 166 Punkte, Sicherheit 83 Prozent
Stalypso, Hannoveraner v.
Stakkato – Zuchtwert 155 Punkte, Sicherheit 91 Prozent
Stolzenberg, Hannoveraner v.
Stakkato – Zuchtwert 154 Punkte, Sicherheit 93 Prozent
Valentino, Niederländisches
Warmblut v. Now Or Never M – Zuchtwert 158 Punkte, Sicherheit 88 Prozent
Neu in der Liste der Spring-Zuchtwerte sind die Hengste Cartano (Jahrgang 2001), Diarado (Jahrgang 2005) und Embassy III (Jahrgang 2002). Diese Hengste haben ab diesem Jahr erstmalig einen Zuchtwert mit einer Sicherheit von mindestens 70 Prozent und mindestens fünf Nachkommen mit Eigenleistung vorzuweisen. Dabei muss bedacht werden, dass bei den Zuchtwerten Springen die Hürde zur Veröffentlichung für die Hengste schwieriger ist, da nicht so viele Einzelmerkmale zum Zuchtwert Springen beitragen wie zum Zuchtwert Dressur.
Die Zuchtwerte einzelner veröffentlichter Hengste sind ab sofort kostenlos bzw. die Informationen zu mehreren Hengsten gegen eine Gebühr im Bereich Zucht (Claudia Koller, Telefon 02581/6362-256, E-Mail ckoller@fn-dokr.de) erhältlich. Darüber hinaus liefern die FN-Erfolgsdaten Sport und Zucht, auch als Jahrbuch Sport und Zucht bekannt, ab Dezember in Form einer DVD-ROM ausführliches Datenmaterial. Neben den aktuellen FN-Erfolgsdaten aus Sport und Zucht werden aber auch eine Vielzahl von weiteren, exklusiven Recherche- und Informationsfunktionen über Pferde, Reiter, Fahrer, Züchter, Turnierfachleute, Veranstaltungen, Vereine und Betriebe geboten. Wie schon im Vorjahr gibt es die Daten auch mit regelmäßigem Update im Internet unter www.fn-jahrbuch.de. Und die Online-Version gibt noch viel mehr her: neben wöchentlich aktualisierten Turnierergebnissen des laufenden Turnierjahres, lassen sich auch Einzelerfolge von Pferden bis ins Jahr 1976 zurückverfolgen, es können somit auch die Erfolge von bereits nicht mehr im Turniersport eingesetzten Pferde (seit 1976) eingesehen werden. Die Daten-DVD-ROM wird noch vor Weihnachten beim FNverlag erhältlich sein, Telefon 02581/6362-254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de oder Internet www.fnverlag.de. Die Online-Version kann bereits unter www.fn-jahrbuch.de bestellt werden. Dr. Teresa Dohms-Warnecke
So können die Integrierten Zuchtwerte genutzt werden
Warendorf (fn-press). Zuchtwerte können die benötigte Grundlage zur Selektionsentscheidung liefern. Die Zuchtwertschätzung gibt Entscheidungshilfen für die Anpaarungsplanung hinsichtlich der Dressur-, Spring- und vielseitigen Veranlagung. Dabei muss aber beachtet werden, dass Zuchtwerte nur ein Baustein zur Beurteilung von Pferden und deren Vererbungsleistung seien können. Die Berücksichtigung weiterer Informationen ist bei der Beurteilung von Reitpferden sicherlich unerlässlich.
Die Hengste können anhand der Zuchtwerte aus unterschiedlichen Sichtweisen selektiert und rangiert werden. Die Kategorisierung der Hengste in die TOP-Prozentklassen leistet beispielweise bei der Einschätzung der Hengste eine züchterische Hilfestellung. Nicht nur die TOP ein Prozent der Hengste sind interessant, sondern auch weitere Kategorisierungen in TOP-Prozentklassen. Zu den besten fünf Prozent aller dressurveranlagten Hengste zählen alle diejenigen, für die ein Zuchtwert von 136 Punkten und besser geschätzt wurde, zu den besten zehn Prozent alle mit einem Zuchtwert von 126 Punkten und besser und zu den TOP 25 Prozent alle mit einem Zuchtwert von 109 Punkten und besser. Bei den Springhengsten gehören die Hengste mit einem Zuchtwert von 141 Punkten zu den besten fünf Prozent, Hengste mit einem Zuchtwert von 132 Punkten und besser zu den besten zehn Prozent und Hengste mit einem Zuchtwert von 117 Punkten und besser zu den besten 25 Prozent.
Eine weitere wichtige Interpretationshilfe ist die Sicherheit der Zuchtwerte. Die
Sicherheit ist abhängig von der vorliegenden Informationsmenge und -qualität und
sie schwankt zwischen 99 Prozent (sicher geschätzt) bis 70 Prozent (unsicher geschätzt).
Für Pferde mit wenig verfügbaren Informationen (wenn etwa nur von der Mutter oder
dem Vater Informationen vorliegen) oder für Pferde, die nur Eigenleistungen (zum
Bespiel nur wenige Starts in Aufbauprüfungen) haben, wird der Zuchtwert „vorsichtiger“
geschätzt als für Pferde mit umfangreichen Informationen. Dies ist meistens bei jungen
Hengsten der Fall. Dann ist die Vererbungsleistung dieser Hengste noch nicht genügend
abgesichert und kann zu größeren Unterschieden führen. Vor diesem Hintergrund ist
es erforderlich, dass die Hengste in entsprechende Gruppen nach der Sicherheit der
Zuchtwerte eingeteilt werden. Auf der Internetseite der FN unter www.pferd-aktuell.de/zuchtwertschaetzung
sind jeweils für Dressur und Springen drei TOP-Listen eingestellt, in denen die Hengste
in drei Gruppen nach den Sicherheiten der Zuchtwerte (70 bis 79 Prozent, 80 bis 89
Prozent und 90 bis 99 Prozent) eingeteilt wurden.
FN-Erfolgsdaten helfen bei der
Vererber-Suche
Eine große Hilfestellung bei der Auswahl eines Hengstes bieten die
FN-Erfolgsdaten Sport und Zucht in Form einer DVD-ROM oder auch ONLINE unter www.fn-jahrbuch.de.
Durch spezielle Funktionen kann aufgrund der Zuchtwerte nach besonders veranlagten
Hengsten nach Disziplinen, Rassen und Geburtsjahren der Hengste gesucht werden. Beispielsweise
können dort auch vielseitigveranlagte Vererber gefunden werden. Die Suchmaske bietet
die Möglichkeit, nach Hengsten zu suchen, die sowohl in der Dressur als auch im Springen
überdurchschnittliche Vererbungsleistungen gezeigt haben. Oder aber es spielen Kriterien
wie die Rittigkeit oder die Anzahl der Nachkommen im Turniersport bei der Selektion
der Hengste eine Rolle. Mit Hilfe der DVD-ROM oder des ONLINE-Zuganges bestehen vielfältige
Möglichkeiten, Erfolge und Informationen aus dem Sport für Zucht- und Sportpferde
zu recherchieren und entsprechende Vererber zu finden.
Zu beziehen sind die FN-Erfolgsdaten
Sport und Zucht als DVD-ROM oder über einen Online-Zugang beim FNverlag, Telefon
02581/6362-254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de oder Internet unter www.fnverlag.de?refID=newsletter_fnaktuell
Warendorf (fn-press). Am 1. Januar 2013 tritt die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung in Kraft. Mehr denn je ist die LPO 2013 ein Gemeinschaftswerk. Die Resultate der Arbeit verschiedener Expertengremien und Fachausschüsse wurde darin ebenso berücksichtigt wie die Ergebnisse der großen FN-Turniersportumfrage, an der sich fast 15.000 Personen beteiligten. Sie wünschten sich vor allem eine Trennung der „Vielstarter“ von den „Gelegenheits-Turnierreitern“, mehr Bewegung am Richtertisch und eine Zeiteinteilung, die auch dem Berufstätigen den Turnierbesuch erlaubt. All dies wurde in der LPO aufgegriffen. Ob auf Anhieb der große Wurf gelungen ist oder wo nachgebessert werden muss, wird sich in der kommenden Saison zeigen. Und das sind die wichtigsten Neuerungen:
Allgemeine Bestimmungen
§ 1
Wann fängt ein Turnier eigentlich an und wann ist es zu
Ende? Eine vorwiegend juristisch bedeutsame Frage, die nun aber in der LPO eindeutig
geklärt wird. Ist in der Ausschreibung nichts anderes angegeben, beginnt ein Turnier
spätestens eine Stunde vor Beginn der ersten Prüfung beziehungsweise des ersten Wettbewerbs
und endet eine Stunde nach der letzten Siegerehrung.
§ 17 / § 20 / § 23 / § 63 / § 400 / § 500 / Durchführungsbestimmungen zu § 63
Die
Unterscheidung von „offenen“ und „geschlossenen“ Prüfungen gehört zu den wichtigsten
Änderungen der neuen LPO. In den genannten Paragraphen steht, welche Turnierteilnehmer
der Disziplinen Dressur und Springen welche Option haben: Wer im LPO-Anrechnungszeitraum
mit mehr als drei Pferden in Dressur oder Springen platziert war, der Leistungsklasse
eins (LK 1) angehört oder an Prüfungen der Klasse S*** und höher teilgenommen hat,
ist in „geschlossenen Prüfungen“ nicht teilnahmeberechtigt. Erkennbar ist dies an
dem Buchstaben „B“ in den sportfachlichen Daten des Reiters auf www.fn-neon.de. Steht
hinter der Leistungsklasse dagegen ein „A“, ist der Betreffende sowohl in offenen
als auch geschlossenen Prüfungen teilnahmeberechtigt. Insgesamt sind mindestens 20
Prozent des Prüfungsangebots an LP und Aufbau-LP eines „normalen“ Turniers, das Prüfungen
von Klasse A bis M in Dressur und Springen enthält, geschlossen auszuschreiben. Wer
also bisher 20 solcher Prüfungen angeboten hat, muss künftig vier davon als „geschlossene“
Prüfungen anbieten. Von der Berechnung ausgenommen sind Prüfungen für Ponyreiter/Junioren/Junge
Reiter.
Ganz neu ist auch die Aufnahme der Leistungsklasse 0 (LK 0). Der alte Spruch – „LK 0 gehört zur WBO, LK 6 zur LPO“ – gilt im kommenden Jahr nicht mehr. Ab 2013 werden in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren sieben Leistungsklassen unterschieden. Dann wird die Klasse E nur noch in der LPO geregelt, das heißt, sie kann nicht mehr als Wettbewerb gemäß WBO ausgeschrieben werden. In Leistungsprüfungen der Klasse E sind künftig also Teilnehmer der LK 0 und 6 zugelassen (wobei Reiter der LK 0 parallel dazu auch weiterhin an WBO-Wettbewerben teilnehmen dürfen). Voraussetzung für die Teilnahme an einer Leistungsprüfung der Klasse E ist wie für alle LP eine Jahresturnierlizenz. Mit seiner Unterschrift unter dem Antrag erkennt der Teilnehmer die Regeln der LPO an. Die Lizenz ist für Turniereinsteiger der Leistungsklasse 0 kostenlos („Schnupperlizenz“). Ferner erforderlich sind für den Start ein FN-eingetragenes Turnierpferd und die Mitgliedschaft in einem Reitverein. Die Ergebnisse werden wie für alle anderen Leistungsklassen erfasst und Ranglistenpunkte vergeben.
§ 23
Das Zeitbudget von Berufstätigen wird immer knapper. Um besser planen zu können,
muss der vorläufige Zeitplan einer Ausschreibung nicht nur den Tag, sondern auch
die Tageszeit (Vormittag, Nachmittag, Abend) enthalten, zu der die jeweilige Prüfung
stattfinden soll.
§ 26 / § 27 + Durchführungsbestimmungen
Exzellente Böden, gutes Hindernismaterial
und gute Parkmöglichkeiten – das wünschen sich die meisten Turnierteilnehmer. Doch
gute Bedingungen haben ihren Preis. Die Durchführungsbestimmungen zu § 27 sehen daher
vor, dass Veranstalter – sofern in der genehmigten Ausschreibung ausdrücklich aufgeführt
– zusätzlich zu Nenn- und Startgeld eine zweckgebundene Gebühr in Höhe von maximal
5 Euro pro gestartetem Pferd/Gespann erheben dürfen. Bei Ein-Tages-Vielseitigkeitsprüfungen
kann diese Gebühr bis maximal 25 Euro betragen. Damit soll die Ausschreibung solcher
Prüfungen, die bei vielen Reitern aus Zeitgründen zwar beliebt, allerdings für den
Veranstalter mit einem deutlich erhöhten Personalbedarf verbunden sind, gefördert
werden.
§ 33
Wie schon vielfach angekündigt, kann ab 2013 nur noch über das FN-Nennung-Online-Verfahren
(www.fn-neon.de) genannt werden. Gleiches gilt für die Beantragung von Reiter-/Fahrerausweisen
sowie die Fortschreibung von Turnierpferden.
§ 38
Grundsätzlich ist ein Viertel der Teilnehmer zu platzieren. Generell werden jedoch
nur für bis zu einem Drittel der Teilnehmer die Erfolge registriert. Bei Leistungsprüfungen,
denen eine oder mehrere Qualifikationen vorgeschaltet sind, werden die Erfolge nur
noch für bis zu maximal zwei Drittel der Teilnehmer registriert. Hintergrund ist,
dass man nicht alleine durch die Nennung einer Prüfung schon einen registrierten
Erfolg sicher hat. Der Veranstalter kann natürlich aber auch weiterhin allen Teilnehmern
Schleifen, Geld- oder Ehrenpreise zukommen lassen.
§ 52
Schon immer waren Turnierteilnehmer auf dem Turniergelände und dessen Umgebung
zu einer sportlich-fairen Haltung verpflichtet. Die neue LPO schließt nun ausdrücklich
auch die einem Teilnehmer zuzuordnenden Personen, Ausbilder, Besitzer, Pfleger, Beifahrer,
etc in diese Verpflichtung ein. § 52 definiert jetzt auch noch detaillierter als
bisher, was unter einem „unsportlichen Verhalten“ zu verstehen ist.
§ 53 / § 630 / § 632 / § 644
Teilnehmer und Veranstalter internationaler Vielseitigkeitsprüfungen
kennen ihn schon und wissen ihn zu schätzen: den Technischen Delegierten (TD). Ab
2013 gibt es diese Funktion auch auf nationalen Turnieren. Welche Aufgaben, Befugnisse
und Pflichten ein TD hat, ist in § 53 sowie in den Besonderen Bestimmungen zur Disziplin
Vielseitigkeit genau beschrieben.
§ 56 / § 57 / § 402
Zu einer der wichtigsten Änderungen der LPO gehört auch die „Richter-Rotation“.
Danach dürfen Richter / TD nicht in mehr als fünf aufeinander folgenden Jahren auf
einem Turnier tätig sein. Pro Veranstaltungsjahr ist mindestens ein Richter auszutauschen.
Eine Ausnahme machen Voltigierprüfungen.
Lediglich eine Begriffsänderung ist die Einteilung der beurteilenden Richtverfahren in das „Richten mit Einzelnoten gemäß Notenbogen“ (bisher getrenntes Richten) und das „Richten mit (Gesamt-)Wertnote“ (bisher gemeinsames Richten). Letzteres konnte allerdings schon immer nur einem Richter alleine vorgenommen werden. Um dieser sprachlichen Verwirrung ein Ende zu bereiten, wurden die beiden Begriffe nun ersetzt.
§ 59
Was ist eine Platzierung, was eine Siegerehrung? Beide Begriffe werden umgangssprachlich
oft identisch verwendet, bedeuten aber nicht dasselbe. Kann sich jemand in einer
Prüfung platzieren – laut LPO betrifft das mindestens das beste Viertel der Teilnehmer
–, darf er auch an der Siegerehrung teilnehmen. Und das sollte er auch tun. Denn
die Teilnahme an der Siegerehrung ist für die an erster bis sechster Stelle Platzierten
verpflichtend, sofern der Veranstalter nichts anderes vorgibt.
§ 66
Kein eigenes Pferd und trotzdem einmal Turnierluft schnuppern? Ab 2013 erleichtert
die LPO Einsteigern den Weg zum Turnier, indem in Stilspringprüfungen, Stilgeländeprüfungen,
Stilfahr- und Dressurfahrprüfungen sowie Dressurreiterprüfungen (keine Dressurprüfungen!)
der Klasse E maximal zwei Teilnehmer pro einem Pferd/Gespann zugelassen sind.
§ 68
Ab 2013 besteht Helmpflicht – allerdings nur für jugendliche Reiter bis 18 Jahre,
für alle Teilnehmer der Klassen E und A sowie generell für Springreiter auch auf
dem Vorbereitungsplatz. Ab Klasse L haben erwachsene Dressurreiter auch künftig die
Wahl: Helm, Melone oder Zylinder.
§ 70
Welche Ausrüstung ist erlaubt und welches Gebiss – vor dieser Frage stehen Turnierteilnehmer
immer wieder. Die neue LPO zeigt die wesentlichen Fakten auf einer Übersichtskarte.
Im Zweifelsfalle gilt aber immer der LPO-Text. Neu 2013: Stangengebisse und Pelham
sind erst ab Klasse A erlaubt. Das Gewicht des Beinschutzes wurde in Anpassung an
das internationale Reglement auf maximal 500 Gramm festgelegt. Eindeutig festgelegt
ist in der neuen LPO auch, wie ein Reithalfter korrekt verschnallt zu sein hat: Eine
Kontrolle erfolgt, „indem zwei Finger (eines durchschnittlichen Erwachsenen) zwischen
Nasenrücken und Reithalfter Platz finden!“
Besondere Bestimmungen
Bei den Basisprüfungen kehrt die neue LPO bei Reitpferde-Prüfungen
wieder zum Fünf-Noten-System zurück (§ 305).
Bei den Aufbauprüfungen wurde als Basisprüfung eine Fahrpferdeprüfung für Einspänner für drei- und vierjährige Pferde aufgenommen (§ 320), außerdem wurde die Springpferdeprüfung der Klassen A*, bislang begannen solche Prüfungen auf A**-Niveau neu eingeführt (§ 362). Ab kommenden Jahr dürfen ferner siebenjährige Pferde und Ponys an Dressurpferde- Springpferdeprüfungen der Klasse L teilnehmen, sofern sie bis zum Nennungsschluss keine Erfolge in Dressur-/Dressurpferdeprüfungen beziehungsweise Spring-/Springpferdeprüfungen der Klasse L und höher haben. Analog gilt das in Dressurpferde- und Springpferdeprüfungen der Klasse M für bislang nicht in M und höher platzierten Pferden (§ 350 / § 360).
Dressur / Springen / Vielseitigkeit / Fahren / Voltigieren
Auch im Regelwerk zu den
einzelnen Disziplinen gibt es 2013 Neuerungen. So wurden beispielsweise im Springen
die Regeln für Stechen und Siegerrunde harmonisiert (§ 502) und eine komplett neue
Stil-Springprüfung „Weg & Zeit“ konzipiert (§ 520). In der Vielseitigkeit werden
Vielseitigkeitsprüfungen, Geländeritte und Stilgeländeritte künftig als A* und A**
unterteilt (§ 620) und Hallen-Geländeritte haben einen eigenen Paragraphen (§ 676).
Sowohl in der Vielseitigkeit als auch im Fahren und im Voltigieren erfolgte vorwiegend
eine Angleichung an das internationale Reglement. Im Voltigieren wurde ferner das
Mindestalter für Einzelvoltigierer auf zwölf Jahre gesenkt (§ 17), außerdem werden
ab kommendem Jahr auch in dieser Disziplin sechs Leistungsklassen von 0 bis 6 unterschieden
(Durchführungsbestimmungen zu § 63).
Warendorf (fn-press). Im Mai wurde sie verabschiedet, jetzt liegt sie auch in gedruckter Form und in geänderter Optik vor: die neue, ab Januar 2013 gültige „Wettbewerbsordnung für den Breitensport“ mit nur wenigen wichtigen Regeln, mit praxisorientierten Tipps und Hinweise für die Planung, Durchführung, Teilnahme und Bewertung von breitensportlichen Wettbewerben, mit Checklisten, Vordrucken und Leitfäden sowie zahlreichen Wettbewerbsbeispielen.
Noch mehr als bisher ist die neue WBO eine „Bedienungsanleitung“ für alle Ausrichter, Teilnehmer, Richter und Prüfer breitensportlicher Veranstaltungen. Die WBO besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil werden mit 16 Regeln die Organisation und der Ablauf einer Veranstaltung für alle vereinfacht. Teil II macht Appetit auf mehr. Über 100 Wettbewerbe sind hier inhaltlich festgelegt und werden ausführlich beschrieben, von den Anforderungen über den Bewertungsmodus, die teilnahmeberechtigten Pferdesportler und Pferde/Ponys bis hin zur zugelassenen Ausrüstung von Pferd und Teilnehmer. In Teil III findet der Veranstalter Tipps und ausführliche Checklisten für die Planung und Organisation, auch aus Sicht der Teilnehmer und Richter. In Teil IV bieten Abbildungen, Skizzen und spezielle Ablaufbeschreibungen zusätzliche Hilfestellungen.
Und das ist neu ab 2013:
Im Teil I wurden die jetzt 16 Regeln in eine neue, logischere
Reihenfolge gebracht und sind inhaltlich mit der LPO 2013 abgeglichen. Der Kompetenzbereich
der Prüfer Breitensport wurde auf die Wettbewerbe im Umgang mit dem Pferd und auf
die Geschicklichkeitswettbewerbe erweitert. Die Helmregelung schreibt für alle Teilnehmer
(außer Voltigierer und wenige weitere festgelegte Ausnahmen) das Tragen eines Helmes
fest vor. Für den Sieger muss ein Ehrenpreis und für alle Teilnehmer mindestens Schleifen
gegeben werden.
Im Teil II sind die Wettbewerbe jetzt alle einheitlich mit dem gleichen Raster beschrieben. Alle Informationen sind bei dem jeweiligen Wettbewerb direkt zu finden, einschließlich der Dressuraufgaben und Standardparcoursskizzen. Diese sind auf dem aktuellen Stand des neuen Aufgabenheftes (Stand 1.1.2012). Die Fahr-Wettbewerbe sind sehr umfangreich um weitere Wettbewerbe ergänzt worden, die vorhandenen wurden ebenso wie die Voltigier-Wettbewerbe aktualisiert. Neu aufgenommen wurden Wettbewerbe im Orientierungsreiten und –fahren (TREC). Die WBO ist ein eigenständiges Regelwerk, der Erwerb der LPO ist nicht notwendig. LPO-Inhalte werden, soweit notwendig, inhaltlich zitiert.
Die Checklisten im Teil III wurden redaktionell überarbeitet und an die überarbeiteten Regeln angepasst.
Alle früher im Teil IV zu findenden ergänzenden Hinweise zu den Wettbewerben sind jetzt in Teil II direkt bei den Wettbewerben zu finden und entfallen somit hier. Die Hinweise zur Durchführung der Breitensportveranstaltung sind aktualisiert worden (Überarbeitung der Gebisstafeln, der Ausrüstung, der Impfbestimmungen).
Die Wettbewerbs-Ordnung für den Breitensport 2013 kostet 19,90 Euro, nur der Inhalt (ohne Ordner) 13,90 Euro, und ist erhältlich im Buchhandel, in Reitsportgeschäften und direkt beim FNverlag, Telefon 02581 6362-154/-254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de oder Internet www.fnverlag.de! Hb
Lamotte/FRA (fn-press). Die internationalen Veranstaltungen 2013 für die Orientierungsreiter
gab jetzt die Internationale Föderation für Pferdesporttourismis (Fédération Internationale
de Tourisme Equestre/FITE) bekannt gegeben. Für die jungen Reiter werden ihre Weltmeisterschaften
vom 6. bis 8. September 2013 Höhepunkt des Jahres im belgischen Mont le Soit (Vielsalm)
sein. Für die Erwachsenen steht der Europacup auf dem Programm. Die Teilnahme an
mindestens drei festgelegten internationalen Prüfungen ergibt eine Rangfolge, prämiert
werden am Ende die ersten drei Plätze. Die Termine für das kommende Jahr finden sich
in der nachfolgenden Tabelle. Überblick Europacup-Veranstaltungen 2013 im Orientierungsreiten
24.
bis 26. Mai Floing,Ardennen/Frankreich
07. bis 09. Juni NN/Italien
21. bis 23. Juni
Züsch/Deutschland
28. bis 30. Juni Altenberg bei Linz/Österreich
26. bis 28. Juli Bande/Belgien
02.
bis 04. August Brodenbach/Deutschland
09. bis 11. August Ferreyres/Schweiz
16. bis
18. August Boulaide/Luxemburg
27. bis 29. September Heiligenkreuz bei Wien/Österreich
Weitere Informationen unter
www.pferd-aktuell.de/umweltundpferdehaltung/orientierungsreiten-fahren-trec/internationale-trec-wettbewerbe/
sowie www.fite-net.org/Disciplines/Calendriers.
Gerlinde Hoffmann
Warendorf (fn-press). Mit der neuen Leistungs-Prüfung-Ordnung (LPO) bekommen Vielseitigkeitsprüfungen an dem Jahr 2013 eine neue zentrale Figur: den Technischen Delegierten.
Hinter fast allen Änderungen im Vielseitigkeits-Teil der LPO steckt der Wunsch nach noch mehr Sicherheit und gleichzeitiger Anpassung an das internationale Reglement. Dazu zählt auch die Einführung eines Technischen Delegierten, kurz TD, dessen Funktion sich auf internationalen Turnieren seit Jahren bewährt hat.
Was aber genau macht ein Technischer Delegierter?
Der TD sorgt dafür, dass die technischen
und organisatorischen Voraussetzungen für einen regelgerechten und sicheren Ablauf
einer Gelände- oder Vielseitigkeitsprüfung geschaffen werden. Philine Ganders-Meyer,
Vielseitigkeits-Koordinatorin bei der FN, erläutert: „Der TD kontrolliert beispielsweise
im Vorfeld die Strecken und Plätze in allen drei Teilprüfungen. Vor allem aber überprüft
er, ob die Abmessungen stimmen und der Geländeaufbau dem Schwierigkeitsgrad der Klasse
angemessen ist. Die alleinige Zuständigkeit liegt so lange beim TD bis er der Richtergruppe
mitgeteilt hat, dass er mit den Prüfungsbedingungen einverstanden ist“, sagt Ganders-Meyer.
„Das System hat sich international außerordentlich bewährt. Der ganz große Vorteil
liegt in der klaren Aufteilung der Verantwortung.“
Ebenfalls zu den Verantwortungsbereichen eines TD gehört die Einweisung und der Einsatz der Helfer. Mit Prüfungsbeginn ist er Ansprechpartner für die Reiter. „Während der Prüfung kann er bereits Anfragen und unklare Ergebnisse überprüfen und diese den Richtern am Ende zur Entscheidung vorlegen“, erklärt Ganders-Meyer.
Der TD ersetzt den bisherigen Sicherheitsbeauftragten. Außerdem nimmt er die Aufgaben eines LK-Beauftragten wahr. Bei kleineren Veranstaltungen oder solchen mit nur einer Geländeprüfung kann der TD auch für die Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz Dressur/Springen eingesetzt werden oder als Richter/Parcourschef in Prüfungen, in denen er nicht als TD tätig ist. „Damit können Zusatzkosten vermieden werden“, sagt Ganders-Meyer. „Schließlich soll der TD die Vielseitigkeitsprüfungen künftig sicherer und vergleichbarer, aber für den Veranstalter möglichst nicht teurer machen.“
Jeder Sturz führt zum Ausschluss
Weitere Änderungen in der LPO betreffen vor allem
eine Anpassung an das internationale Vielseitigkeits-Reglement. So führt künftig
auch national jeder Sturz auf der Strecke, ob Pferd und/oder Reiter zum Ausschluss.
Neu ein geführt wird außerdem eine Unterteilung in A* und A**-Prüfung, wobei die
Abmessungen und technischen Anforderungen in A*-Prüfungen eher im unteren Bereich
liegen, in A**-Prüfungen im oberen Bereich der Klasse A. Nicht zuletzt werden mit
der neuen LPO Hallen-Geländeritte in einem eigenen Paragraphen behandelt.
Informationen zum Turniersport 2013 gibt es auch im Internet unter www.pferd-aktuell.de/lpo_faq. In gedruckter Form ist die neue LPO voraussichtlich ab September im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag (Tel. 02581/6362-154 oder -254, www.fnverlag.de) erhältlich. Hb
Warendorf (fn-press). Die neue, ab 2013 gültige Leistungs-Prüfungs-Ordnung bringt nicht nur „offene“ und „geschlossene“ Prüfungen mit sich – auch im Springen gibt es Veränderungen. Ganz neu ist die Stilspringprüfung „Weg und Zeit“, mit der gutes Reiten auf kurzen Wegen belohnt werden soll.
„Im Stilspringen wird oft ‚in Schönheit gestorben’, im Zeitspringen der Hahn aufgedreht.“ In klaren Worten bringt Peter Teeuwen (Hanstedt) auf den Punkt, was er Wochenende für Wochenende auf den Turnieren beobachtet. Eine neue Prüfungsform soll ab 2013 für Abhilfe sorgen: die Stilspringprüfung „Weg und Zeit“, die wie ein Zeitspringen aufgebaut, aber wie ein Stilspringen bewertet wird. „Die Reiter sollen lernen, gleichzeitig schön und effektiv zu reiten und die kürzer gemessene Erlaubte Zeit durch gut gerittene enge Wendungen einzuhalten“, sagt der Bundestrainer der Ponyspringreiter. Einen Testlauf für die neuen Prüfungsform gibt es in diesem Jahr bereits beim Landeschampionat Hannover.
Mehr Zeit zum Lernen bekommen ab 2013 auch die jungen Pferde. Dann dürfen nämlich
auch siebenjährige Pferde in Springpferdeprüfungen der Klasse L und M starten, sofern
sie bis dato auf diesem Niveau unplatziert sind. „Wer bislang nur A-Erfolge hat,
darf beispielsweise mit seinem Siebenjährigen in L-Springpferdeprüfungen starten.
Pferde, die sechsjährig nur L-platziert waren, dürfen als Siebenjährige an M-Springpferdeprüfungen
teilnehmen“, erklärt der Leiter der FN-Abteilung Turniersport, Friedrich Otto-Erley.
Ebenfalls den jungen Pferden entgegen kommt die Einführung von A*-Springpferdeprüfungen.
Bislang gab es auf diesem Niveau nur Zwei-Sterne-Anforderungen.
Auch das Thema Sicherheit
wird von der LPO aufgegriffen. Ab 2013 ist das Tragen eines Reithelms nicht nur beim
Überwinden von Hindernissen, sondern generell auf dem Vorbereitungsplatz vorgeschrieben.
Außerdem führt künftig jeder Sturz vom Pferd zum Ausschluss, auch wenn er – was allerdings
nur selten vorkommt – vor dem eigentlichen Start erfolgt. In Stilspringen gilt das
auch, wenn der Reiter nach dem Durchreiten der Ziellinie aus dem Sattel kommt.
Eine weitere Anpassung an das internationale Reglement betrifft den Stechparcours. Hier können künftig bis zu zwei Hindernisse einbezogen werden, die zum Umlauf schon aufgebaut waren, aber nicht in den Kurs einbezogen waren oder aus den Hindernissen des Umlaufs entwickelt werden. „Das gilt zum Beispiel für einen Oxer, der im Stechen zum Steilsprung wird“, erklärt Otto-Erley das Prinzip.
Zu guter Letzt wurde die Bewertung von Hunterklassen verändert. Diese Prüfungsform, die eine Kombination aus Springpferde- und Stilspringprüfung darstellt, wird künftig ebenfalls mit Wertnoten zwischen 0 und 10 bewertet. Beurteilungskriterien bleiben aber weiterhin die Manier des Pferdes, der Stil des Reiters und das Herausgebrachtsein des Paares.
Informationen zum Turniersport 2013 gibt es auch im Internet unter www.pferd-aktuell.de/lpo_faq.
In gedruckter Form ist die neue LPO – wie auch die neue Wettbewerbs-Ordnung (WBO) – voraussichtlich ab September im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag (Telefon 02581/6362-154 oder -254, www.fnverlag.de) erhältlich. Hb
http://www.koelnerpferdeakademie.de
16. – 19. 5. 2013 Sachkunde mit Prüfung
Qualifikation für alle Pferdehalter und Pferdebesitzer.
Dozent: TA Christian Balthazar
W. A. Klein (Dipl.-Ing. agr.)
Markus Möller (Landw. Berufsgenossenschaft)
Dr. Barbara Rauch (Dipl.-Ing. agr.)
Anja Jakubeit (Dipl.-Biol.)
Ort: Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler
Uhrzeit: 9:00 bis 17:30 Uhr
Preis: 300 € zzgl. 19% MwSt. (357€)
05. - 07.08.2013 Umgang mit Pferden (FN-Basispass Pferdekunde)
Praktische Einstiegsqualifikation über Pferdeverhalten, Erziehung, Umgang, Haltung und Pflege, Ausrüstung, Führen, Exterieurbeschreibung, Gesundheitszustand und Verladen.
Lehrgang inkl. Prüfung am 11.08.2013
Ausbilder: Dr. Barbara Rauch (Am.-Reitlehrerin FN)
Anja Jakubeit (Pferdewirtin Reiten, Dipl.-Biol.)
Ort: Reitanlage Hausdorp, Lohmar, 9:00 bis 18:00 Uhr
Preis: 220 €, Prüfung 40 €, zzgl. 19% MwSt. (309,40 €)
08. - 10.08.2013 Korrektes Longieren (FN-Longierabzeichen)
Praktische Einstiegsqualifikation über Ausrüstung, Technik, Hilfengebung, Skala der Ausbildung, Bodenrickarbeit.
Lehrgang inkl. Prüfung am 11.08.2013
Ausbilder: Claudia Balthazar (Trainerin A, Pferdewirtin Z+H)
Dr. Barbara Rauch (Am.-Reitlehrerin FN)
Anja Jakubeit (Pferdewirtin Reiten, Dipl.-Biol.)
Ort: Reitanlage Hausdorp, Lohmar, 9:00 bis 18:00 Uhr
Preis: 220 €, Prüfung 40€, zzgl. 19% MwSt. (309,40 €)
22. - 25.08.2013 Reitlehrer (KPA)
Lehrgang mit Prüfung für Pferdefachwirte.
Moderner reitweisenübergreifender Reitunterricht unter Berücksichtigung der Anatomie und Biomechanik von Pferd und Reiter sowie der Lernpsychologie.
Dozent: Dr. Barbara Rauch (Am-Reitlehrerin FN)
Anja Jakubeit (Pferdewirtin Reiten, Dipl.-Biol.)
Ort: Reitanlage Hausdorp, 53797 Lohmar
Preis: 320 € zzgl. 19% MwSt. (380,80 €)
12. - 15.09.2013 Sachkunde mit Prüfung
Qualifikation für alle Pferdehalter und Pferdebesitzer. Inkl. Transportbefähigung
Dozenten: Christian Balthazar (Tierarzt)
W. A. Klein (Dipl.-Ing. agr.)
Markus Möller (Landw. Berufsgenossenschaft)
Dr. Barbara Rauch (Dipl.-Ing. agr.)
Anja Jakubeit (Dipl.-Biol.)
Ort: Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler
Uhrzeit: 9:00 bis 17:30 Uhr
Preis: 300 € zzgl. 19% MwSt. (357 €)
ab 12.09.2013 Pferdefachwirt – Zucht, Haltung, Betriebsmanagement
Lehrgang inkl. Prüfung für professionelle Pferdehalter, Ausbilder und Züchter. 8 Modulen à 4 Tagen.
Vorbereitung auf die Pferdefachwirtprüfung Juni 2014.
Dozenten: Jörg Assmann, Christian Balthazar,
Helmbrecht Boege, Dr. Cordula Gather,
Christian Harms, Anja Jakubeit,
Hans-Heinrich Jörgensen, Werner A. Klein,
Caren Lietke, Klaus Mäurer,
Markus Möller, Olaf Optenplatz,
Dr. Barbara Rauch, Hartmut Rolofs,
Petra Roth-Leckebusch,
M. Sc. Ulrike Sahm-Lütteken , Bernhard Theine,
Tom Ullrich, Dr. Thomas Weinberger,
Karen Wingerath, Dr. Margit Zeitler-Feicht,
Claudia Zerlik
Ort: Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler u.a.
Preis: 2240€ zzgl. 19% MwSt. (2665,60€)
Prüfung: 280€ zzgl. 19% MwSt. (333,20€)
ab 12.09.2013 Pferdewirt
Lehrgang für Seiteneinsteiger gem. §45 Abs. 2 BBiG,
Vorbereitung auf die Abschlussprüfung 2014.
Prüfungszulassung erfolgt durch die Landwirtschaftskammer.
Seminarzusammenstellung in 8 Modulen gemäß Ausbildungsrahmenplan.
Dozenten: Siehe Pferdefachwirt
Ort: Landwirtschaftskammer NRW,
50765 Köln-Auweiler,
Preis: 2100€ zzgl. 19% MwSt. (2499€)
03. - 06.10.2013 Basisqualifikation Pferdezucht
Umfassender Spezial-Lehrgang mit Prüfung für Pferdehalter und Züchter sowie Reiter und alle Interessierte.
Dozenten: H. Rolofs (Leiter XX-Gestüt)
P. Roth-Leckebusch (Pferdewirtschaftsmeisterin, EWU-Trainerin B)
Dr. C. Gather (Pferdefachtierärztin)
W. A, Klein (Dipl.-Ing. agr.)
M.Sc. U. Sahm-Lütteken (Pferdewirtin Z & H)
Dr. B. Rauch (Dipl.-Ing. agr.)
Klaus Mäurer (staatl. geprüfter Hufbeschlaglehrschmied)
Ort: Landwirtschaftskammer NRW, 50765 Köln-Auweiler
Uhrzeit: 9:00 bis 17:30 Uhr
Preis: 300€ zzgl. 19% MwSt. (357€)
Alle Lehrgänge bieten Ihnen professionelle Qualität und das Wissen und die Erfahrungen
aus mehr als 25 Jahren Berufsreiter-Tätigkeit. Ein wirklich pferdegerechtes Reiten
– klassisch und modern!
Es handelt sich um Wochenendkurse: Sie beginnen jeweils freitags
um ca. 17.00 Uhr mit einer fundierten theoretischen Einführung, untermalt von vielen
Dias und ausführlichen Erklärungen – sowie Körperübungen. Am Samstag wird vormittags
geritten und am späteren Nachmittag.Dazwischen gibt es eine weitere spannende Theorie
– wobei auch Fragen gestellt werden können. Am Sonntag-Vormittag wird wieder geritten.
Der
Lehrgang endet dann nach einer Abschlussbesprechung am Sonntagvormittag um ca. 12.30
Uhr.
| Aktuelles Magazin |
| Archiv |
| News und Infos |
| Problempferde |
| Ausbildung |
| Gesundheit |
| Zur Diskussion |
| Zum Wiehern! |
| Vorschau |
| Das Pferd |
| Pferdesprache |
| Haltung |
| Fütterung |
| Reitweisen |
| Reitabzeichen |
| Pferdekauf |
| Reiterurlaub |