Die Jugend-Pferdezeitschrift im Netz

Home. Magazin. Rund ums Pferd. Unser Shop. Fachsprache von A - Z. Pferderassen von A - Z. Das Pferde-Quiz. Fotos zum Träumen. Eure Fragen. Brieffreundschaften. Gästebuch. Kontakt. Links. Über uns. Impressum.

Allein ins Gelände - Der Dezember - Kälte und Nässe - Die Schuldfrage - Gut geschützt ins Winterwetter!

Equikids Ausgabe 11/2011

Problempferde: Allein ins Gelände, Teil II


Den Hof gar nicht erst verlassen wollen, zackeln wie ein Rennpferd, wiehern ohne Unterlass, hinter jedem Grashalm eine lebensbedrohliche Gefahr vermuten, auf dem Heimweg nicht mehr zu halten sein – dies alles und noch mehr können Pferde aus ihrer Trickkiste herausholen, wenn sie definitiv nicht allein ins Gelände wollen. Tiere, die bei einem gemeinschaftlichen Ausritt zuverlässig, ruhig und gehorsam sind, verwandeln sich mitunter zu unberechenbaren und unkontrollierbaren "Streit"-Rössern, wenn sie "nur" mit ihrem Menschen die gewohnte Umgebung und ihre Artgenossen verlassen sollen. Was steckt dahinter und wie begegnet man diesem Verhalten am besten?


Was tun, wenn ...
... das Pferd ständig zackelt?


1) Ursachen
Die Gründe für ein solches Verhalten können vielfältig sein. Zum einen kann die reine Bewegungslust ein gut trainiertes Pferd beim Anblick der unbegrenzten Natur in Vorfreude auf einen freien Galopp regelrecht zappelig werden lassen. Es mag andererseits auch ein Zeichen genereller Anspannung, um nicht zu sagen Verspannung sein, wenn ein Tier keinen ruhigen Schritt gehen kann. Auch auf die unsicheren Pferde trifft man bei dieser Problembeschreibung wieder: Zwar mutig – oder gehorsam – genug, um sich in die Welt hinaus zu wagen, aber angesichts mangelnden Herdenschutzes doch wieder zu ängstlich, um sich zu entspannen.

2) Vorschläge zur Abhilfe
"Feurige" Pferde
fühlen sich stark und unterfordert. Oft sind es Tiere mit einer gewissen "Rennpferde-Mentalität", die nur auf den "Startschuss" beim Ausritt warten. Ein Hauptproblem bei dem Versuch, diese Tiere zu einem entspannten Ausritt zu überreden, liegt allerdings oft genug nicht unbedingt bei ihnen, sondern bei ihren Reitern. Aus falscher Eitelkeit heraus genießen sie die gerade noch gebändigte Kraft ihres Rosses und fühlen sich mächtig stark auf den angespannten Muskeln unter ihrem Hintern. Wer ernsthaft nach Lösungen sucht, sollte sich zunächst vergewissern, dass er selbst wirklich in Ruhe reiten will. Wer im Grunde seines Herzen eigentlich auch "zackelt", wird sein Pferd kaum zu einem entspannten Ausritt überreden können. Pferde spüren solche Unruhe sehr genau und reagieren entsprechend.

Müde machen?
Keine gute Idee. Einmalig vielleicht einsetzbar, kehrt sich im Dauergebrauch der erzielte Effekt des "Müde-Machens" in das Gegenteil des gewünschten Ergebnisses um. Durch zusätzliches "Abgaloppieren" mit oder ohne Reiter erhöht sich nur die Kondition des Tieres und damit bei den bereits energiegeladenen Pferden auch ihre Bewegungslust.

Lösen
Das wiederum ist sinnvoll und oft dringend zu empfehlen. Ruhige Schritt- und Trabarbeit, vielleicht auch etwas Galopp mit lösenden Übungen kann einem Ausritt durchaus vorausgehen. Nicht vergessen sollte man aber, dass sich manche Pferde auf dem vertrauten Platz oder in der Halle praktisch sofort entspannen und lösen, sich beim Verlassen des Hofgeländes jedoch trotzdem sofort extrem aufregen. Hier helfen dann:

Häufige Schrittausritte
So kann man dem überschäumenden Bewegungsdrang oder freudiger Erregung schon eher begegnen. Wer oft ins Gelände geht, dessen Pferd wird in dem Ausritt nicht mehr die "besondere Gelegenheit" zum Austoben sehen. Wer noch dazu lange Schrittausritte macht statt kurzer Jagd, wird seinem Pferd mehr und mehr Ruhe geben können – vorausgesetzt natürlich, er selbst ist ebenfalls in der Lage, das ruhige Schreiten entspannt zu genießen. Besonders für verspannte und unsichere Pferde ist es sehr wichtig, dass der Reiter Übersicht, Ruhe, Kompetenz und Selbstbewusstsein ausstrahlt.


Vermeiden von festgelegten "Rennstrecken"
Als Gewohnheitstiere mit extrem gutem Ortsgedächtnis reicht es Pferden aus, wenn sie nur zweimal am gleichen Punkt lossausen durften, um sich jedes weitere Mal, wenn sie dort ankommen, in aufgeregter Erwartung zu verspannen. Wer das vermeiden will, sollte es konsequent vermeiden, irgendwelche bestimmten Galoppstrecken einzuführen. Wo bei einem Ausritt galoppiert wurde, geht man das nächste Mal eben Schritt oder trabt ruhig weiter. Natürlich geben die vorhandenen Wege bei einem Ausritt von ihrer Bodenbeschaffenheit her oft schon die mögliche Gangart vor. Trotzdem sollte man sich verkneifen, jedes Mal auf dem einladenden Sandweg loszugaloppieren, wenn man nicht möchte, dass das Pferd schon 50 Meter vorher den Hochstart vorbereitet.

Ute Forler


Der Dezember


Jetzt ist der Winter endgültig da. Regen und Matsch sind uns schon seit spätestens November vertraut -  hoffen wir zumindest auf eine weiße Weihnacht!


Beschlag bei Schnee und Eis

Aber auch die kann ihre Tücken haben, wenn man mit beschlagenen Pferden draußen reiten will. Denn dann klumpt sich der Schneematsch unter den Hufeisen oder die Pferde rutschen auf glatten Wegen.

Für beides gibt es Abhilfe: Hufgrip heißt die Lösung gegen Schneebollen unter den Hufen. Das ist ein Gummiwulst, der zwischen Eisen und Huf genagelt wird und den Schneematsch bei jedem Schritt einfach rauskatapultiert. Und gegen das Rutschen gibt es kleine Widia-Stifte,die man beim Beschlag hinten ins Eisen schlagen läßt. Bei normaler Bodenbeschaffenheit kommen die millimeterlangen und -dünnen Stifte gar nicht zum Tragen, bremsen aber bei glattem Boden sehr schön.

Nur muss man rechtzeitig daran denken - auf jeden Fall beim Beschlag im Dezember. Natürlich gibt es manchmal keinen Schnee, und es ist auch nicht glatt - dann hat man eine unnötige Ausgabe. Aber das Gefühl, jederzeit mit dem Pferd rausgehen zu können (und es dann auch zu tun!) ist doch ganz angenehm und die paar Euro mehr wert.


Hufpflege im Winter

Die Meinungen gehen weit auseinander darüber, ob man Hufe fetten sollte oder nicht. Pferde, die unter natürlichen Bedingungen gehalten werden, brauchen eigentlich kein Huffett. Bei anhaltender Nässe oder anhaltendem Schnee, welchen robust gehaltene Pferde nicht ausweichen können oder wollen, ist Fetten ausnahmsweise einmal angebracht. Damit wird nämlich verhindert, dass zuviel Feuchtigkeit in den Huf eindringt und ihn aufschwemmt.


Die Weiden sind tabu

Und wenn es einen noch so sehr juckt, die Pferde mal so richtig rennen zu lassen: NICHT über matschige und nicht über gefrorene Weiden! Es gibt nur ganz wenige Tage, an denen man den Pferden den Aufenthalt auf der Weide gönnen darf, nämlich bei festem Boden und trockenem Wetter. Und dann auch nur auf nicht allzu gepflegten Weiden. Mit den allzu gepflegten Weiden ist es nämlich so wie mit den so sehr gepflegten Rasenflächen: Sie sind empfindlich! Hat man jedoch eine Weide mit altem überständigen Gras, kann man die Pferde ruhig mal kurze Zeit drauflassen. Wenn das Gras nicht gerade gefroren ist, holen sie sich keine Bauchschmerzen beim Knibbeln; und überständiges Gras deutet meist auf ein festes Wurzelwerk hin.


Winterzeit - Hallenzeit

Es gibt tatsächlich Pferde, die im Winter ihre Box nur verlassen, um über die Stallgasse in die Reithalle zu gehen (es soll übrigens Schulpferde geben, die das ihr ganzes Leben lang so tun müssen...).

Pferde brauchen aber auch im Winter Licht, Luft und klimatische Reize. Deshalb sollte man gerade bei aufgestallten Pferden darauf achten, dass sie täglich mindestens eine Stunde in der frischen Luft und unter natürlichem Licht sein dürfen.

Ideal ist natürlich ein großer Auslauf; aber der ist nicht überall vorhanden, und so reicht auch ein kleiner Paddock oder ein umfunktionierter Longierzirkel. Wenn das Wetter nicht allzu grauslig ist, kann man sein Pferd ja auch mal draußen lonigeren anstatt in der Halle zu reiten (an Thermostiefel denken, dabei kriegt man kalte Füße!).

Und wer meint, sein Pferd würde draußen frieren, sollte ihm eine Decke überlegen. Meist ist das allerdings nicht nötig, denn Pferde brauchen eher den klimatischen Reiz für ihr Wohlbefinden als ständige Wärme. Und wenn man ein Pferd während der „Freistunde“ ein wenig beobachtet, sieht man schnell, wenn es ausnahmeweise einmal das Fell hochstellt, um sich zu wärmen. Das ist immer noch kein Alarmzeichen, aber vorsichtige Pferdebesitzer können dann  entweder durch etwas Bewegung dafür sorgen, dass das Pferd sich aufwärmt, oder ihm dann tatsächlich für kurze Zeit eine Decke überlegen.


Winterlangeweile...

Viele Pferde verbringen im Winter viele Stunden einsam in ihrer Box. Und viele Robustpferde verdösen die halbdunklen Tage gemeinsam mit ihren Genossen im Offenstall. Die Stallpferde können nicht rumrennen, die Robustpferde  mögen es oft nicht, weil sie instinktiv die im Körper gespeicherte Energie einsparen - aber ein bisschen Abwechslung haben sie alle gern. Prima sind Äste, die man in die Box oder den Stall legt oder hängt. Man muss allerdings darauf achten, welche Äste man nimmt. Geeignet sind Obstbaumäste, Weiden und Äste von blättrigen Waldbäumen. Selbstverständlich sollte man sich mit Giftpflanzen ein wenig auskennen und den Pferden nicht gerade Akazienäste (falsche Robinie) oder Eiben in die Box hängen... Auch bei Nadelbäumen sollte man Vorsicht walten lassen: Sind sie zu verharzt, führt das zu Störungen im Magen-/Darmbereich. Und selbstverständlich sollte man den Pferden keinen Christbaum schenken, der mit künstlichem Schnee oder Glitter bespritzt wurde!


Zeit der Feste

Der Dezember beginnt festlich mit dem Nikolausfest. Zwar haben Pferde hier allgemein wenig Raum, in vielen Gegenden jedoch begleitet ein kleiner Esel den Nikolaus. In der Schweiz ist das sogar ein fester Brauch.

Bei den Vorweihnachtsfeiern in den Reitvereinen jedoch geht es kaum irgendwo ohne eine Quadrille ab - es lebe die Tradition! Solch eine Quadrille jedoch muss rechtzeitig vorbereitet und geprobt werden, Mitte November ist keinesfalls zu früh für die ersten Proben.

Am Weihnachtsfest gibt es in manchen Gegenden den Brauch des Stephanusrittes am 2. Weihnachtsfeiertag - man reitet zum Nachbarn und überbringt ein kleines Geschenk; man  bekommt dort etwas Leckeres zu essen und/oder zu trinken und reitet mit seinem Nachbarn zu dessen  Nachbarn... und so weiter.  Beim Letzten ist es dann schon eine größere Reiterschar, die einfällt, die sich im Weiterreiten dann allerdings nach und nach wieder auflöst.

Ganz zum Schluss des Jahres ist das für die Pferde gar nicht schöne Silvesterfest mit Knallerei und ähnlichem. Es ist gut, wenn eine Wache im Stall bei den Pferden ist, damit sie sich nicht allzusehr ängstigen.

Besitzer von Robustpferden am Haus verbringen ihre Silvesterfeier sowieso fast immer bei den Pferden. Es ist nicht die schlechteste Art, das Neue Jahr mit einem Glas Sekt inmitten der Pferde zu begrüßen!

Uta Over


Winterfest - gut gewappnet gegen Kälte und Nässe!


Winterfest bedeutete viele Jahre lang „frostfest“. Aber in den letzten Jahrzehnten hat unser Klima einen Umschwung erfahren, die Winter wurden zusehends nässer und wärmer. Daher muss man zweifach vorsorgen: Wie früher gegen Kälte und dazu noch gegen Nässe, falls es nicht kalt wird. Und Nässe ist mindestens so schwierig in den Griff zu bekommen wie Kälte.


Wohlbefinden beginnt an den Füßen

Pferde wie auch Menschen haben im Winter gern trockene Füße (Menschen auch gern warme).

Bei Pferden, die im Stall gehalten werden, braucht man sich keine Sorgen zu machen – die haben immer trockene (so sollte es zumindest sein) und warme Hufe. Robust gehaltene Pferde stehen aber oft genug in Matschpaddocks, die sie zwar notfalls aushalten – optimal ist das aber wirklich nicht.

Für dieses Jahr ist es schon zu spät, einen trockenen Paddock anzulegen, aber fürs nächste Jahr sollte man es sich tatsächlich frühzeitig vornehmen. In Matschpaddocks bekommen Pferde nicht nur oft genug Mauke, auch kleine Verletzungen an den Beinen werden nicht entdeckt und können zu Entzündungen führen. Eisen gehen verloren, tauchen erst im Frühjahr oder gar nicht mehr auf, oder ein Pferd tritt sich die Nägel in den Huf. Mit einem Wort: Das sollte man ändern.

In diesem Winter kann man den Pferden insofern etwas Gutes tun, indem man ihnen bei anhaltender Nässe die Hufe regelmäßig fettet. Anhaltende Nässe ist der einzige Grund fürs Hufefetten, denn in Staunässe weichen die Hufe zu stark auf, während das Fett die Nässe nicht in den Huf hinein lässt.

Ab Anfang Dezember sollte man darüber hinaus überlegen, ob man den Pferden die Eisen abnimmt. Bei guten Hufen und wenig Reitbeanspruchung geht das. Dann sollte man die Hufe allerdings nicht so ausschneiden wie zum Beschlagen, sondern so lassen, wie sie sind, und lediglich die Ränder mit der Raspel berunden, damit genügend Belastungsfläche da ist.

Bleiben die Eisen drauf, sollte man sie mit Hufgrip versehen, damit sich der Schnee nicht unter den Hufen stollt. Das ist zwar teuer, aber man geht nicht das Risiko von Sehnenzerrungen etc. ein.

Auch Menschen mögen keine kalten Füße. Die traditionellen Gummistiefel sind ebenso eine Notlösung wie Matschpaddocks. Viel besser sind dick gefütterte Gummistiefel, deren Futter herausnehmbar ist. Herausnehmbar sollte es sein, weil man in Gummistiefeln schnell schwitzt und man das Futter abends herausnehmen und trocknen sollte.

Noch besser sind richtig gute dick gefütterte Lederstiefel, die man auch richtig gut mit Lederfett behandeln sollte - nicht mit Öl, Öl macht das Leder zwar weich, aber auch schwammig. Lederfett hingegen schließt gegen die Feuchte von außen ab.

Übrigens: Zwei Paar Stiefel sind kein Luxus, denn wenn Lederstiefel wirklich einmal nass geworden sind, trocknen sie Tage lang.


Wärme von innen

Wärme von innen kommt durch gutes Futter. Und das sollte man spätestens jetzt für den ganzen Winter wenn nicht schon in der Scheune, dann wenigstens geordert haben. Noch bekommt man Heu günstig, gegen Winterende wird es oft teurer, weil weniger. Auch Silage sollte man jetzt unbedingt vorbestellen, denn manches Pferd fängt im Winter zu husten an und der Besitzer überlegt sich, dass es doch besser wäre, es auf Silo umzustellen.

Lediglich Kraftfutter bekommt man bis ins Frühjahr hinein standardisiert in Mühlen und Märkten.


Wasser

Wasser ist im Winter in der Robustpferdehaltung ein Problem, wenn man keine beheizbaren Tränken hat. Leider hilft da in den meisten Fällen nur Wasserschleppen. Das kann man sich etwas einfacher machen, indem man das Wasser nicht in große Eimer, sondern in große Gießkannen füllt. Die tragen sich viel leichter als Eimer, weil der Griff dicker und ihre Form oval ist, sie sind also näher am Körper. Man sollte sie frühzeitig kaufen, denn Warenhäuser pflegen Sommerwaren weit hinten ins Lager zu räumen...

Bei Frost müssen Wasserhähne, die nach draußen gehen, geöffnet werden, nachdem man das Wasser abgestellt hat – sie laufen also leer. Schläuche, mit denen man Wasser in Bottiche füllt, müssen nach jedem Befüllen völlig leer laufen, sonst friert das Wasser drinnen. Erst ganz leer kann man sie aufrollen und aufhängen.

Dann kann man täglich das Wasser anstellen, den Schlauch anschließen und Bottiche füllen – ein etwas mühsames Unterfangen; aber nicht jeder hat Geld für eine teure heizbare Tränke, die sich bei ein oder zwei Pferden auch kaum rentiert.


Die Geräte

Nicht nur elektrische landwirtschaftliche Geräte brauchen Pflege (wer kennt nicht das jährliche Drama mit dem Heuwender oder der Heupresse...), auch die kleinen Geräte brauchen vor dem Winter etwas Aufmerksamkeit.

Wenn der Stiel von der Axt erst mal abgebrochen ist, steht man dumm da – besser macht man vorher einen gründlichen Check:

Alles, was Metall ist und nicht mit Futter in Berührung kommt, kann man einmal einölen, das schadet auch Mistgabeln nicht. Über Holzteile wischt man einmal mit Öl (es darf ruhig Olivenöl sein) drüber, das macht sie glatt und wasserabweisend.

Alle Metallteile, die bewegt werden, wie drehende Wirbel an Longen, Karabinerhaken oder Riegel, werden dünn mit einem schützenden Spray eingesprüht, das wasserabweisend ist und das Metall für Wochen „gleitfähig“ macht.

Elektrogeräte müssen jetzt überprüft werden. Ein Satz Batterien für Weidezaungeräte sollte immer vorrätig sein, denn im Winter leeren sich die Batterien schneller als im Sommer.


Zäune

Weidepfähle müssen überprüft und notfalls ersetzt werden, so lange der Boden noch offen ist. Ist er erst einmal gefroren und ein fauler Weidepfahl bricht ab, kriegt man keinen neuen in den Boden.

Auch Elektrozäune müssen jetzt noch einmal gründlich durchgecheckt, alte ersetzt werden. Ist in den Weiden und Paddocks nichts Fressbares mehr, gehen die Pferde allzu gern auf Wanderschaft.

Breite Elektrobänder pflegen im Wind auszuleiern, dadurch brechen die stromführenden Metalldrähte; sie müssen besonders häufig überprüft werden.


Winterweide

Will man für Zeiten mit hartem Boden eine Weide zum Laufen offen halten, muss man sie glätten, bevor der Frost kommt. Tief getretene Löcher müssen aufgefüllt, Erhebungen wie Maulwurfshügel etc. glatt gezogen werden. Lässt man die Pferde dann tatsächlich nur bei hartem Boden raus, kann weder ihren Beinen noch dem Boden viel passieren.


Der Stall

Vor dem Winter müssen die Stalldächer kontrolliert werden. Das Laub von den Bäumen muss von den Dächern gefegt werden, sonst staut sich das Wasser in der Schräge und leckt nach innen/unten.

Auch die Regenrinnen muss man jetzt vom Laub säubern, denn wenn sie über fließen, haben sie ihren Sinn verloren...

Für den Winter müssen die Ställe winddicht sein. Kälte macht Pferden nichts aus, aber Zugluft vertragen sie schlecht; die muss unbedingt abgestellt werden.


Die Sattelkammer

Vor dem Winter sollte man sich alles Lederzeug noch einmal gründlich vornehmen, säubern und gut fetten. Gut gepflegtem Leder macht auch etwas Feuchtigkeit nichts aus; oberflächlichen Schimmel kann man einfach abwischen.

Winterdecken müssen herausgeholt und gründlich gelüftet, eventuell gereinigt werden und griffbereit liegen. Sommerdecken kommen in die Reinigung und werden anschließend in Plastiktüten verstaut.

Gebisse werden wenn irgend möglich ins Haus geholt, denn Pferde mögen auch nichts Eiskaltes im Maul...


Kleine Checkliste:


- Schmiedetermin so legen, dass er nicht „zwischen die Jahre“ kommt.

- Eisen rechtzeitig abnehmen/rechzeitig an Hufgrip denken

- Ein Paar warme Stiefel zum Wechseln in die Sattelkammer/den Stall stellen

- Futter für den ganzen Winter bestellen

- Wasserschläuche leeren und aufrollen

- Weidezäune kontrollieren, Pfähle auswechseln, neues Elektroband ziehen

- Weidebatterie nochmals überprüfen

- Alles Metall an Geräten rostfrei und gleitend machen

- Holzgeräte überprüfen (Axt- und Heugabelstiele)

- Dächer abfegen/Dachrinnen reinigen

- Lederzeug reinigen und gründlich fetten

- Winterdecken lüften

(- für ausreichend Glühwein im Stall sorgen)


Uta Over


Zur Diskussion: Wenn gar nichts klappt - Die Schuldfrage


Und wieder einmal hat einfach nichts geklappt: Mitten im Reitunterricht biegt das Pferd doch ohne ersichtlichen Grund einfach ab und bleibt in der Mitte der Bahn stehen, während sich alle Umstehenden köstlich amüsieren. Der Galopp war der falsche und außerdem noch zu kurz und zu allem Überfluss wurden noch alle Ecken abgekürzt. Auch im Gelände nichts als Schwierigkeiten: Natürlich muss ausgerechnet das Pferd, auf dem man selber sitzt, durch die Gegend springen, und als es dann auch noch den Kopf hochriss und einfach durchgegangen ist, war eh alles zu spät. Doch diese Probleme fangen ja nicht erst beim Reiten an, nein - auch schon vorher gab es Schwierigkeiten, denn nachdem sich das Pferd endlich hat einfangen lassen, musste es beim Putzen die ganze Zeit nur herumhampeln.

Selbstverständlich passiert so etwas selten an einem Tag, aber es passiert immer wieder - und nachdem etwas schief gelaufen ist, hört man dann auch immer wieder dasselbe: „Ich war das nicht, das Pferd ist schuld!“

Dies ist schließlich erstens eine sehr logische Erklärung, da ja immerhin das Pferd beispielsweise die Ecken abgekürzt hat und nicht man selber, und zweitens ist es einfach so wunderschön einfach, wenn jemand anderes schuld ist, und man muss nicht an den eigenen Fähigkeiten zweifeln. Regt man sich dann noch in aller Öffentlichkeit darüber auf, wie unmöglich sich das Pferd wieder benommen hat, erspart man sich zusätzlich auch noch die guten Ratschläge der anderen Reiter. So wird denn in den Ställen eifrig gewettert, und nicht selten fühlen sich die Reiter angesichts der vielen Fehler, welche ja anscheinend das Pferd begeht, ermutigt, öfter mal härter durchzugreifen, und so manche misslungene Übung endet in einer Bestrafung des Pferdes.


Wer nähert sich wem?

Doch bevor man dem Pferd die Schuld zuschiebt, sollte man sich einmal überlegen, wer hier etwas von wem will: Wenn ich nun unbedingt eine Ecke ausreiten möchte und gleichzeitig davon ausgehen kann, dass dies dem Pferd ziemlich egal ist, liegt es dann nicht auch an mir, dafür zu sorgen, dass es dann auch klappt? Schließlich sind nicht die Pferde, sondern wir auf die Idee mit dem Reiten verfallen - zumindestens hat mich noch kein Pferd dazu aufgefordert. So ist es dann doch auch unsere Aufgabe, uns den Pferden zu nähern und uns verständlich zu machen. Wenn wir denn schon so viel von den Pferden erwarten und verlangen, sollten diese zumindestens genau wissen was.

So besteht ja auch eine Ausbildung zu großen Teilen darin, dem Pferd beizubringen, auf welches Kommando, welche Geste oder Hilfe wir welches Verhalten von ihm einfordern.

Viele Reiter gehen ja inzwischen auch noch einen Schritt weiter: Sie gehen davon aus, dass, wenn wir uns mit den Pferden verständigen wollen, es unsere Aufgabe ist, ihre Sprache zu lernen und nicht umgekehrt. Doch von welcher Seite man es nun sieht, ob man sich auf seine eigene Form der Verständigung verlässt, sich ganz auf das Pferd einstellt, oder auch einfach, wie es meiner Meinung nach häufig ist, eine gesunde Mischung aus beidem anwendet, immer geht es um Verständigung.

Die logische Schlussfolgerung jedoch, nämlich dass viele Probleme beim Reiten einfach deshalb entstehen, weil wir uns den Pferden eben nicht richtig verständlich gemacht haben, ziehen dann leider erschreckend wenige.

Sitze ich zum Beispiel auf einem Pferd, lasse die Beine einfach etwas baumeln, ziehe ein wenig am Innenzügel, um um die Kurve zu kommen, und lasse den Außenzügel vor sich hinschlackern, sollte ich mich nicht besonders wundern, wenn das Pferd die Ecken abkürzt.

Die absolute Bedingung einer gelungenen Übung ist also, dass es mir geglückt ist, dem Pferd meinen Willen zu vermitteln.

Bevor man sich in solch einer Situation also über Ungehorsam beschwert, sollte man sich gut überlegen, ob man dem Pferd überhaupt die Chance gegeben hat, gehorsam zu sein.


Missverständnis oder Ungehorsam?

Dies hört sich jetzt so an, als wäre alles, was im Umgang oder beim Reiten schief läuft, ganz automatisch ein Fehler des Menschen - so ist es jedoch nicht: Schließlich kennen wir doch alle die Situation, dass ein Pferd eine Lektion schon lange kennt und ohne Probleme bewältigen kann, und selbst wenn sie an diesem Tag schon geklappt hat, stellt sich das Pferd auf einmal quer. Natürlich kann auch hier der Reiter wieder einen Fehler gemacht haben, doch davon gehen wir jetzt nicht aus. Hier kann es sich also nicht um ein Verständigungsproblem handeln, denn das Pferd weiß ganz genau, was von ihm verlangt wird. Es handelt sich also wirklich um Ungehorsam - warum dieser entsteht und wie er zu bewerten ist, ist noch ein ganz anderes Thema - doch hier könnte man tatsächlich sagen: „Das Pferd war schuld!“

Dass Pferde wirklich Fehler machen können oder sich auch bewusst falsch verhalten, sieht man  auch schon daran, dass Pferde durchaus ein schlechtes Gewissen haben können. So ist es gar nicht selten zu beobachten, dass sich ein sonst liebes und zutrauliches Pferd, nachdem es sich falsch verhalten hat, auch ohne jede Bedrohung aus Angst vor Strafe ängstlich verhält. Wenn man davon ausgehen kann, dass dieses Pferd keine willkürliche Strafe kennt, kann man dies tatsächlich als eine Form von Schuldbewusstsein deuten. Auch habe ich erlebt, dass ein Pferd, dass sich bei der Bodenarbeit aus Unlust losgerissen hatte und dabei seinen Besitzer einfach umgerannt hatte, den Rest der Lektionen, nachdem man es wieder eingefangen hatte, äußerst konzentriert und willig absolvierte und sehr darauf bedacht war, jedes Kommando des Menschen zu erkennen und zu befolgen. Auch hier hatte man das Gefühl, dass dieses Pferd sehr wohl seinen Fehler erkannt hatte.

Es gibt also Ungehorsam bei Pferden - und in solchen Fällen ist dann auch eine Beschwerde über das Verhalten angebracht.


Eigentlich ganz einfach?

Nun gut, der Schluss aus diesen Überlegungen wäre einfach: Solange es mir gelingt, mich meinem Pferd verständlich zu machen und ich davon ausgehen kann, dass es deshalb genau weiß, was zu tun ist, und das Pferd tut es eben nicht, ist dies eindeutig Ungehorsam und ich kann mich zu recht über dieses Pferd aufregen...

Dies ist fast richtig und leider ganz und gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Fast richtig, weil es ja schließlich auch noch Situationen gibt, in denen etwas nicht klappt und keiner ist schuld:

Springt das Pferd zum Beispiel plötzlich los, obwohl ich das Gefühl habe, eigentlich alles richtig gemacht zu haben, muss dies nicht unbedingt Ungehorsam sein; das Pferd kann sich schließlich auch wirklich erschreckt haben, in diesem Fall ist der Sprung ein Fluchtreflex, nicht wirklich zu verhindern - und schuld wäre hier höchstens der Gegenstand des Erschreckens. Allerdings macht es sich immer nicht so gut, die Schuld etwa auf ein harmloses Blatt auf dem Waldboden zu schieben.

Überhaupt nicht einfach ist das Ganze, weil es vom Menschen im Prinzip eine völlig richtige Einschätzung der Situation verlangt, was etwa voraussetzt, dass ich erstens meine eigenen Fähigkeiten genau einordnen kann und zweitens das Pferd sehr gut kenne oder zumindestens sehr treffend deuten kann. Nur so lassen sich Missverständnisse so gut wie ausschließen.

Ansonsten kann man ständig Fehler machen, die man selber einfach nicht bemerkt; und oft benehmen sich Pferde einfach nur deshalb völlig unmöglich, weil ihnen der Reiter beständig Schmerzen zufügt, indem er ihnen zum Beispiel in den Rücken fällt oder am Zügel zieht. Wenn man sein Pferd in solchen Situationen straft, ist dies ziemlich kontraproduktiv, denn das Pferd kann nicht verstehen warum, somit kann es auch nichts aus dieser Situation lernen, außer vielleicht dem Reiter nicht mehr ganz zu trauen.


Noch eine Stufe weiter

Doch nicht genug damit, dass man anscheinend eine komplette Analyse vollziehen muss, bevor man sich endlich über sein Pferd aufregen darf, nein, es geht sogar noch weiter: Selbst wenn man es schafft, Missverständnis, Ungehorsam und sonstige Möglichkeiten beim Pferd ziemlich eindeutig auseinander zu halten, kommt es noch zu Problemen. Nehmen wir zum Beispiel an, das eigene Pferd rennt einen auf dem Weg zu seiner Futterschüssel eben mal schnell über den Haufen, weil ich ihm im Weg stehe - eindeutig eine Unverschämtheit -  zudem hat man seinem Pferd auch einmal beigebracht, dass es dies auf keinen Fall darf. Die Situation scheint eindeutig, und auch wenn das Fehlverhalten des Pferdes hier völlig außer Frage steht, ist doch die Frage der Schuld noch nicht geklärt:

Hat man es nämlich die gesamten letzten Wochen zugelassen, dass das Pferd einen rempelt, wenn man im Weg steht, und einfach zu seiner Futterschüssel rennt, weil man einfach keine Lust hatte, sich deswegen mit seinem Pferd auseinanderzusetzen, liegt die Schuld schon wieder beim Menschen.

Es ist also nicht damit getan, dass das Pferd prinzipiell weiß, was es machen soll, es muss auch noch durch die Konsequenz des Menschen verstehen, dass es dies auch wirklich immer machen soll. Ein Pferd ist nicht in der Lage zu verstehen, warum es sich an einem Tag ohne Konsequenzen auf dieselbe Art verhalten kann, für die es am nächsten Tag plötzlich bestraft wird.


Konsequenz muss, Allgemeingültigkeit kann

Das Zauberwort heißt also auch: Konsequenz. Gerade im Umgang ist es dann nicht so wichtig, sich an irgendwelche allgemeinen Vorgaben zu halten: Ich kann meinem Pferd problemlos beibringen, auf den Befehl „Вettlaken“ beim Putzen still zu stehen; solange ich dieses Kommando konsequent einführe und mein Pferd weiß, was es tun soll, lässt sich jedes Gehampel schnell als Ungehorsam identifizieren.

Selbst beim Reiten, wo die gängigen Hilfen ja schon sehr durchdacht und gut sind und deshalb auch ruhig befolgt werden sollten, kann man sich mit seinem Pferd eine eigene Form der Verständigung aufbauen. So ist zum Beispiel auch die Stimme eine wichtige Hilfe - und solange es seinen Zweck erfüllt, ist es auch hier völlig egal, was ich sage.


Schlechter Tag bei Pferd und Mensch

Wenn an einem Tag einfach überhaupt nichts klappt und sich das Pferd einfach nur stur stellt, kann es auch einfach sein, dass das Pferd einen schlechten Tag hat, so etwas gibt es nämlich sowohl bei Menschen als auch bei Pferden. So kann es durchaus schon einmal sein, dass an einem Tag einfach überhaupt nichts so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat, das Pferd arbeitet einfach nicht mit und entzieht sich jeder Hilfe. An so einem Tag heißt es dann: Nerven bewahren! Am besten schließt man mit einer leichten Übung ab, die dann auch erfolgreich beendet werden kann, und entlässt das Pferd auf die Weide. Am nächsten Tag sieht dann meist alles schon wieder besser aus, und wenn man an so einem Tag versucht, etwas mit Gewalt zu erreichen, schlägt dies meistens ins Gegenteil um.

Doch wie sieht das Ganze beim Menschen aus? Kann man sich auch einmal einen schlechten Tag leisten? Nein, leider nicht wirklich, denn hier kommt schon wieder das leidige Thema Konsequenz ins Spiel: Natürlich neigt man an manchen Tagen dazu, seinem Pferd mehr durchgehen zu lassen als an anderen. Da hat man schlecht geschlafen, oder am Tag ist etwas schief gelaufen, und dann soll man abends auch noch darauf achten, dass sich das Pferd am Tor vernünftig umdreht...

Auch wenn man die Aggressionen, die sich über den Tag aufgestaut haben, mit in den Stall nimmt, kann man nicht erwarten, an diesem Tag noch sinnvoll mit seinem Pferd arbeiten zu können. So schwer es dann auch fallen mag, hier muss man sich als Mensch anders als ein Pferd vernünftig verhalten und sich zusammenreißen, denn während wir unserem Pferd einen schlechten Tag verzeihen können, gestaltet sich das Ganze umgekehrt viel schwieriger; und man wundert sich, wie viel man an einem Tag doch zunichte machen kann. Um sich nicht zu sehr zusammenreißen zu müssen, verschiebt man am besten eben auch hier hochtrabende Lektionen auf morgen und reitet vielleicht einfach am langen Zügel eine Runde durch den Wald.

Die Schuldfrage

Die Schuldfrage ist also nicht leicht zu klären, dafür hängt sie einfach von viel zu vielen Faktoren ab. Und gerade bei uns normalenReitern endet sie erschreckend oft bei uns selber. Und auch wenn es an manchen Tagen einfach zu schön wäre, muss man doch viele Möglichkeiten ausschließen, bevor man endlich mit gutem Gewissen sagen kann: „Ich war das nicht, das Pferd ist schuld!“

Katinka Schnitker


Zum Wiehern: Gut geschützt ins Winterwetter


Stellt das Reiten im Sommer noch ein einigermaßen unkompliziertes Hobby dar, wird es im Winter anscheinend so richtig schwierig:

Wenn man einmal beobachtet, wie viel Mühe es so manchen Reiter kostet, sein Pferd bei Kälte in etliche Decken zu hüllen, damit es den Winter in der durch die Fußbodenheizung nur unzulänglich erwärmten Box übersteht, kann einem schnell der Gedanke kommen, dass sich Pferde in freier Wildbahn beim ersten Anzeichen von Kälte zweieinhalb Meter tief in den Erdboden buddeln und dort sofort in einen Winterschlaf fallen, um so die Zeit der Minusgrade  überleben zu können.


Eingedeckt geht alles besser

Unbestritten ist natürlich, dass es schon ziemlich gemein ist, ein Pferd ohne wasserdichte Thermodecke den eisigen Wintern Deutschlands zu überlassen. Und diese merkwürdigen Verfechter des Winterfells, die darin immer noch einen natürlichen Kälteschutz der Pferde sehen und nicht etwa die Grundlage von unzähligen Herzchen-Scheraktionen, sollten lieber mal ohne Jacke im Winter spazieren gehen, bevor sie ihr Pferd ungeschützt nach draußen entlassen.  

Natürlicher Kälteschutz, das ist ja nun wirklich lächerlich!

Zum Glück denken immer weniger Reiter in dieser Weise, und man kann mit einem Paar selbstgestrickter Pferde-Ohren-Wärmer vielen Tierfreunden eine wirklich große Freude machen.


Deckenwechseln

Hat man nun das lästige Problem der wintertauglichen Pferdeunterbringung gelöst, bleibt immer noch das Problem des Reitens bestehen. Schließlich kann man das Pferd auch während eines Ausrittes nicht einfach der Luft aussetzen. So werden jeden Tag neue Rekorde bei der Wechselzeit von der normalen Winterdecke zur Reitdecke aufgestellt.

Hat man diesen Wechsel ein paarmal erfolgreich durchgeführt, ist man zu den Fortgeschrittenen unter den Deckenwechslern aufgestiegen und darf in Zukunft auch vom Reiten wieder zurückkommen, denn dann wird es noch einmal schwieriger: Nun muss man nämlich erst einmal die Reitdecke gegen die Abschwitzdecke tauschen und nach einiger Zeit dann wieder die Abschwitzdecke gegen die normale Winterdecke.


Das Wetter selbst in der Hand

Was ich im Winter allerdings nicht verstehe, ist die Sorge mancher Reiter die kommende Witterung betreffend. Schließlich hat man als Reiter das Wetter doch nun wirklich selbst in der Hand. Welche Lösung man für den winterlichen Ausritt auch gewählt hat, es ist bestimmt die falsche: Lässt man seinem Pferd mit Aussicht auf meterhohe Schneemassen einfach die Eisen abnehmen, so wird der Boden bestimmt monatelang steinhart gefroren sein, so dass man keinen Schritt vom Hof kommt. Lässt man sein Pferd daraufhin beschlagen, setzt schon wenige Stunden später der Schneefall ein,

und es bilden sich dicke Schneeklumpen unter den Hufen. Möchte man sich nun während eines Ausrittes doch mehr mit seinem Pferd beschäftigen als mit seinem Hufkratzer, beeilt man sich, schnellstens Hufgrip zu besorgen, was dann allerdings unweigerlich zu Tauwetter führt. So einfach ist das.

Katinka Schnitker


Kontakt                                   Impressum                                    Über uns