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Hengste reiten - ein Problem? - Clickertraining, Tei l - Sommerekzem - Die Erziehungsfrage - Zum Wiehern!


Equikids 06/2012

Hormone und Ausstrahlung, Angebertum und echte Qualität:

Hengste reiten – ein Problem?

Teil I

Diese Folge aus der Reihe der Problempferde fällt vielleicht ein bisschen aus dem Rahmen. Es handelt sich nicht um ein spezielles Problem vieler Pferde, sondern um viele besondere Aspekte spezieller Pferde, genauer gesagt: von Hengsten. Dabei sei gleich gesagt: Bei den folgenden Betrachtungen geht es nicht um ungekörte "Reithengste". Männliche Pferde dem Stress ihrer Hormone und der im Regelfall damit verbundenen Einzelhaft auszusetzen, ohne sie für die Zucht einzusetzen, ist meines Erachtens für den Reiter wenig sinnvoll und für das betroffene Tier eine Zumutung. Für ebenso unsinnig halte ich es, gekörte Zuchthengste ohne jede sportliche Betätigung in isolierten Boxen dahinvegetieren zu lassen. Deren Einsamkeit wird lediglich während der Decksaison je nach Andrang häufiger oder seltener unterbrochen. Soll ein Hengst sein Leben tatsächlich "nur" den Hormonen widmen, erfordert dies eine tiergerechte Lösung. Er hat seine eigene Herde, in der er während des ganzen Jahres in gesundem sozialen Umfeld seiner Natur entsprechend schalten und walten kann.

Warum gibt es überhaupt Hengste?
Dumme Frage? Mag sein, ich möchte trotzdem die Antwort noch einmal klar herausstellen. In der heutigen Zeit bleibt nichts dem Zufall überlassen. Hengste werden gezielt ausgewählt, von qualifizierten Fachleuten "gekört". Sie sollen die positiven Eigenschaften einer bestimmten Pferdezucht verstärken und die Entwicklung zum Idealbild hin voranbringen. Das bedeutet, dass der gekörte Hengst ein Vorzeigevertreter seiner Rasse sein soll. Bis auf wenige Spezialzuchten gehört zum Zuchtziel immer auch die sportliche Eignung, sei es nun als Traber, als Galopper, als Tölter, als Reining- oder Pleasurepferd, als Dressur-, Spring- oder Geländepferd oder für andere Spezialveranlagungen. Die endgültige Zulassung zur Zucht erhält ein Hengst daher in der Regel erst, nachdem er im Rahmen einer Leistungsprüfung seine außergewöhnliche Qualität auch in sportlicher Hinsicht bewiesen hat. Vor diesem Hintergrund ergeben sich unter anderem folgende drei Erkenntnisse:
1. Hengste sind notwendige Zuchttiere.
2. Hengste sollten nicht nur schön und korrekt, sondern auch in sportlicher Hinsicht Tiere von besonderer Qualität sein.
3. Es erscheint sinnvoll, diese Qualität auch reiterlich zu nutzen.


Hengste sind "auch nur Menschen"
Bei all ihrer Besonderheit sind Hengste auch nur Tiere, und jeder für sich hat seine eigene Persönlichkeit, seinen Charakter, seine Erfahrungen und Ängste und nicht zuletzt seine rassetypische Wesensart. Es wäre völlig verkehrt, alle männlichen Zuchttiere über einen Kamm scheren zu wollen. Schon die Vertreter eines einzigen Jahrgangs, z.B. an einer Leistungsprüfungsanstalt, offenbaren schnell, dass Hengst keineswegs gleich Hengst ist. Von ängstlich bis mutig, von sich gerne unterordnend bis extrem dominant ist dort die gesamte Palette pferdischer Eigenschaften zu finden. Wie kann das sein? Sind Hengste nicht per se mutig und dominant, Herrscher ihrer Art? Wie schon erwähnt, wird die Auswahl der Herdenväter nicht mehr der Natur überlassen. Die Frage, ob er sich gegen Konkurrenten durchsetzen könnte, stellt sich dem modernen Hengst daher nicht. Ist er schön und korrekt, entspricht seine sportliche Veranlagung dem Zuchtziel, so fällt eine eventuelle "Führungsschwäche" kaum ins Gewicht.

Was darf man von einem Hengst erwarten?
Meine Betrachtungen beschränken sich auf die im klassischen Turniersport überwiegend eingesetzten Rassen, d.h.: Warmblüter und Reitponys, für die recht einheitliche Kriterien gelten. Da es sich um einen gekörten Hengst handeln soll, darf man eine gewisse Grundqualität erwarten. Das heißt nicht, dass er in jeder Hinsicht ein Überflieger sein muss, Klasse E - A sollte aber in keiner Disziplin Probleme bereiten. Auch in punkto körperlicher Gesundheit darf man zu Recht erhöhte Ansprüche stellen, denn gerade die Korrektheit der Gliedmaßen und ein solides Fundament sind Selektionskriterien bei der Körung. Ein Mindestmaß an Rittigkeit sollte ebenfalls bei einem leistungsgeprüften Hengst festgestellt worden sein. Leider muss man diesbezüglich damit rechnen, dass starke sportliche Leistungen eines Tieres die Prüfer oft zu enormer Toleranz hinsichtlich mangelhafter Rittigkeit veranlassen.

Was sollte man von einem Hengst nicht erwarten?
Den Mythos vom feurig-imposanten Hengst, der sich einzig und allein von seinem Besitzer zähmen und reiten lässt, sollte man Romanschreibern überlassen. Man darf auch nicht erwarten, dass es ausreicht, einem Hengst seine Aufgabe nur zu zeigen, woraufhin er sie dann praktisch allein bewältigt. Kein Hengst hat Programmknöpfe für die verschiedenen Dressurprüfungen, ebenso wenig kann er die Reihenfolge der Parcourshindernisse selber lesen oder sich den Weg einer Geländeprüfung alleine suchen. Auch die oft erwartete männliche Ausstrahlung ist keinesfalls automatisch gegeben. Soll ein Hengst charismatisch auftreten, braucht er nicht nur entsprechende innere Eigenschaften. Mindestens ebenso wichtig ist es, ihm durch pferdegerechte Haltungsbedingungen und gute reiterliche Ausbildung eine harmonische und selbstbewusste Präsenz überhaupt zu ermöglichen. Hengste, die in Einzelhaft leben und unter dem Sattel ihre Hauptenergie darauf verwenden, sich mit dem Reiter zu streiten, haben wenig positive Ausstrahlung.

Was darf man von einem Hengstbesitzer erwarten?
Wer einen Hengst sein Eigen nennt, sollte verstanden haben, dass dieses Pferd die ganz normalen Bedürfnisse wie jeder andere Vertreter seiner Rasse hat. Er sollte in der Lage sein, seinem Tier möglichst natürliche Haltungsbedingungen zu bieten. Dazu gehören Pferdegesellschaft und täglicher Weidegang. Darüber hinaus muss man von einem Hengstbesitzer erwarten, dass er über fundierte Erfahrung im Umgang mit Pferden verfügt. Die Erziehung eines Hengstes sollte nach den allgemein gültigen Grundsätzen, aber besonders präzise und konsequent erfolgen. Alles, was bereits am Boden geklärt wurde, hilft auch der Ausbildung unter dem Sattel. Diese Aussage gilt für Hengste genau so wie für andere Pferde. Ein besonders wichtiger Punkt ist folgender:
Es ist ein grober Fehler zu glauben, man müsse Hengste mit besonderer Brutalität im Zaume halten!
Präzise, sinnvolle und schnelle Reaktionen erreichen bei Hengsten genau wie bei anderen Pferden die gewünschte Wirkung. Wer sich auf den Pfad des Kräftemessens und der Brutalität begibt, wird bei einem dominanten Hengst sehr bald die Segel streichen müssen. Ein weniger charakterstarkes Tier hingegen wird er brechen und jeglicher Ausstrahlung berauben.

Konkret wird es in der nächsten Ausgabe von Equikids – wie reitet sich ein Hengst im Gelände oder auf dem Turnier? Wir werden sehen!

Ute Forler


Positive Verstärkung

Clicke®t doch mal!


Das Clickern als Trainingsmethode kommt aus Amerika – wie alles, was zur Zeit als Ausbildungsmethode „in“ ist. Aber nicht jede trendige Ausbildungsmethode macht auch Sinn. Beim Clickern glaubte ich es anfangs auch nicht, habe mich aber belehren lassen und mache es jetzt gern, meine Tiere alle mit absoluter Begeisterung. (Anmerkung der Autorin).


So entstand die Methode

Die Methode wurde von Delfintrainern entwickelt. Sie fragten sich, wie sie sich bei den Delfinen erst einmal bemerkbar machen und dann später mit ihnen kommunizieren könnten. Da sich Delfine ja im Wasser bewegen, kann man sie mit der menschlichen Sprache nicht ansprechen und unsere Körpersprache kennen sie auch unter Wasser nicht. Andererseits sind sie ungeheuer kommunikativ und so kam man auf die Idee, ein klares Lautsignal zu geben.

Nach etlichen Versuchen stellte sich heraus, dass die Tiere auf das Klicken eines einfachen Spielzeugklickers, wie ihn Kinder haben, am besten reagieren.

Auf das Klickgeräusch hin kamen sie an die Wasserfläche und wurden dann sofort mit einem Fisch „belohnt“. Sehr schnell lernten sie, dass dieses Geräusch immer mit Angenehmem, nämlich mit Futter verbunden ist.

Mit der Zeit zögerten die Trainer die Belohnung hinaus, ließen die Tiere vielleicht erst einmal einen Schwimmring oder einen anderen Gegenstand berühren, und so verknüpfte sich langsam das spielerische Lernen mit dem Klicken und der sofort damit verbundenen erfreulichen Belohnung.

Genau so funktioniert es auch bei anderen Tieren.


Bei Hundetrainern sehr beliebt

Hundetrainer haben sehr schnell die Vorteile dieser Methode entdeckt. Viele Hundeausbilder wenden sie an und motivieren so eher die Kommunikation und natürlich die – in gezielte Bahnen zu lenkende – Gier nach Leckerlis ihrer Hunde, als dass sie den allseits bekannten Kadavergehorsam von ihnen fordern.

Damit sind sie außerordentlich erfolgreich, selbst wenn mal kein Klicker oder kein Leckerli zur Hand ist, denn das ist nur der Anfang der Ausbildung. Später kann man sowohl auf Clicker wie auf Leckerli weitgehend verzichten.


Pferdeleute sind „anders“

In der Pferdeszene hingegen fand die Methode zunächst weniger Anklang. Vermutlich ist es so, wie es lange Zeit mit der vorbereitenden Bodenarbeit war: Reiter behaupteten „Setz Dich aufs Pferd und reite – das ist das Beste!“. Dass es das nicht ist, wissen wir mittlerweile, denn am Boden gründlich vorbereitete Pferde – sei es körperlich, sei es mental – sind auch unter dem Sattel schneller lernfähig und lernwillig.

Vielleicht lag die Ablehnung des Clickerns (ab jetzt mit „C“ geschrieben, weil es sich so eingebürgert hat) aber auch daran, dass in gewissen Kreisen etwas zu viel vom Boden aus gearbeitet und gar nicht mehr geritten wird. Mit Sicherheit lag es aber auch daran, dass man nicht bereit war, sich mit dem System auseinanderzusetzen, und schon alles zu wissen meinte...


Methode „C/B“

„C/B“ ist die Abkürzung für „klicken und belohnen“. Das geschieht immer dann, wenn das Pferd das getan hat, was der Ausbilder von ihm erwartet.

Ausschlaggebend ist, dass C/B sofort erfolgen muss, damit das Pferd es mit seiner Aktivität verknüpfen kann.

Dabei ist die sofortige Reaktion auf die richtige Handlung des Pferdes nicht so leicht, wie man es sich denkt: Hat man beispielsweise in der linken Hand den Trensenring des Pferdes, um vom Boden aus Traversalen auf der linken Hand zu üben, in der rechten Hand vielleicht eine lange Dressurgerte, muss dann noch sinnvoll den Clicker unterbringen und im richtigen Moment clicken und gleich drauf ein Leckerli geben, kommt man schon mal in Terminnot. Da hat das Pferd schnell etwas richtig gemacht und einem selbst fehlt die rechte Koordination. Übung gehört also ebenso dazu wie absolute Konzentration.


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Die Koordination sollte man kontrollieren lassen, denn Pferde sind im allgemeinen besser koordiniert als Menschen. Daher ist es sinnvoll, einen Einführungskurs zu besuchen, bevor man mit dem eigenen Pferd mit dem Clickern beginnt.

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Aber es lohnt sich, denn eigentlich alle Tiere sind mit Feuereifer bei der Sache, wenn es ums Clickern geht. Machen wir uns doch nichts vor: Auch bei Pferden geht die Liebe durch den Magen und eine leckere Belohnung fördert den Arbeitswillen massiv.


Strafen gibt es nicht

Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Methode. Wenn ein Pferd etwas „falsch“ macht, also nicht so, wie man sich das vorstellt oder von ihm fordert, wird es nicht bestraft, sondern es bekommt einfach keine Belohnung.

Das kann man an einem ganz einfachen Beispiel erklären. Fast immer kommt nach einiger Zeit der Ausbildung die Phase, in der das Pferd versucht, die Taschen des Menschen abzusuchen, ob es nicht vielleicht ohne Leistung etwas ergattern kann. Oder es macht unaufgefordert irgendeine Übung, die es schon kann, um zu zeigen „Guck mal, ich kann das – her mit dem Leckerli!“.

Zieht nicht, geht nicht, wird ignoriert. Man kann dabei freundlich „nein, nein“ sagen und die Sache übergehen. JEDES Pferd gibt nach einiger Zeit auf, hat aber niemals das Negativerlebnis der Strafe.


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Es wird nie gestraft. Wird ein Pferd zu aufdringlich, dreht man sich einfach weg und entzieht sich regelrecht. Die Pferde begreifen sehr schnell, dass es nichts gibt, wenn sie sich unhöflich benehmen.

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Es ist erstaunlich, wie stark auch Pferde, die bisher als scharrende Bettler ihre Leuten nervten, bei der Arbeit mit dem Scharren aufhören, weil sie gelernt haben, dass genau DAS nichts bringt...

Wie man mit dem Clickern am besten beginnen kann, lest Ihr in der nächsten Ausgabe von Equikids.

Uta Over


Das Sommerekzem


Um es vorweg zu sagen: Eine echte Heilung gibt es für das Sommerekzem immer noch nicht, seit Jahrzehnten laufen die Forschungen auf Hochtouren. Früher war in ländlichen Kreisen das Wort „Sommerräude“ bekannt, während man vor etwa dreißig, vierzig Jahren vom „Sommerekzem des Islandpferdes“ sprach. Das lag daran, dass die aus Island importierten Islandpferde massiv auf ihre veränderte Umwelt reagierten: Sie bekamen einen schier unstillbaren Juckreiz, der sich nur dann besserte, wenn man sie tagsüber in den dunklen und fliegenfreien Stall holte.

Seit auch immer mehr Großpferdebesitzer ihre Pferde robust halten, nimmt auch die Zahl der vom Sommerekzem befallenen Warmblutpferde zu. Letztlich können Pferde aller Rassen von der Erkrankung betroffen sein.


Die Krankheit ist eine allergische Reaktion auf Insektenstiche. Kriebelmücken und Gnitzen plagen das Pferd und lösen beim Allergiker einen starken Juckreiz aus.

Es hat sich gezeigt, dass die Insekten auch immer agressiver und resistenter werden. Traf man sie vor Jahrzehnten nur in sumpfigen, windabgelegenen Gegenden an, so schwirren sie heute teilweise auch schon an der Nordsee und in den Alpen. Die in Zerstörung begriffene Umwelt spielt bei dieser Krankheit also mit Sicherheit eine große Rolle.


Die Symptome

Die ersten Anzeichen sind ein massiver Juckreiz meist im Mähnen- und Schweifbereich. Dieser Juckreiz kann bereits sehr früh im Jahr an den ersten warmen Tagen während des Fellwechsels auftreten. Später breitet sich der Juckreiz aus auf den Kruppen- und Rückenbereich, oft auch auf den Bauch. Es zeigen sich schorfige, oft nässende Stellen; die Pferde schubbern sich, so dass die Stellen oft blutig werden. Jetzt jucken die Stellen unablässig, locken durch ihre Feuchtigkeit neue Insekten an und lassen dem Pferd überhaupt keine Ruhe mehr.


Erste Hilfe

Wie bei der Hufrehe heißt es auch hier: Sofort runter vom Gras und in diesem Fall Aufstallung in einem dunklen, fliegenfreien Raum. Die befallenen Stellen kann man fürs erste einmal mit einer austrocknenden Salbe wie z.B. einer Zinksalbe abdecken. Auch eine dünne Fliegendecke wird das Pferd als wohltuend empfinden.

Der Tierarzt wird schnell ein Sommerekzem diagnostizieren, und das bedeutet intensive Behandlung des Pferdes.


Die weitere Behandlung

Es wurde eingangs schon gesagt: Eine Heilung gibt es nicht. Und nicht nur das: Es gibt auch keine Behandlungsmethode, die hundertprozentig bei jedem Pferd anschlägt. Cortisonpräparate können zuverlässig helfen, sind jedoch ihrer Nebenwirkungen wegen kritisch zu betrachten.

Wichtig ist in jedem Fall, die Pferde in der Zeit, in welcher die Insekten schwirren, im Stall zu halten. Das ist jeweils die Dämmerung, morgens und abends. In schweren Fällen müssen die Pferde ganz aufgestallt werden oder dürfen nur nachts auf die Weide und sollten nicht allzuviel gehaltvolles Gras bekommen.

Die Behandlung selbst sollte von innen und außen erfolgen, d.h. über Zusatzfuttermittel und lokale Behandlung der befallenen Stellen.

Fast alle Zusatzfuttermittel enthalten den Stoffwechsel fördernde und insektenabwehrende Kräuter und Pflanzen. Knoblauch in jeglicher Form ist fast in allen enthalten und sollte in jedem Fall gefüttert werden. Nicht jedes Pferd liebt die volle Knoblauchzehe, aber an Knoblauchpulver, das man übers Futter streut, gewöhnen sich fast alle Pferde nach einer gewissen Zeit. Bekommt das Pferd kein Kraftfutter, so kann man auch das Heu befeuchten und leicht mit Knoblauch bestäuben.

Für die lokale Behandlung der befallenen Stellen gibt es eine Vielzahl von Präparaten, ein ganzer Handelszweig lebt davon. Bei manchen frisch erkrankten Pferden hilft manchmal sogar messerrückendick aufgetragene Nivea-Creme oder die zwar billige, aber von der Stiftung Warentest immer wieder sehr gut beurteilte Aldi-Körperlotion für trockene Haut. Auch Penatencreme schafft Linderung bei nässenden Stellen.

Eine andere und bei jedem Pferd erfolgversprechende Möglichkeit besteht darin, das Pferd einzudecken, schwere Fälle sozusagen von der Nasen- bis zur Schweifrübenspitze, was den Pferden ein etwas ritterkampfmäßiges Aussehen gibt. Ekzemerdecken gibt es in vielen Varianten. Sie sollten leicht und bequem sein und müssen auf jeden Fall gut passen, da das Pferd sie den ganzen Sommer über tragen muss. Deshalb sollte jedes Pferd auch mindestens zwei Decken haben, damit eine immer mal wieder gewaschen und bei Bedarf auch repariert werden kann.

Die Behandlung von Ekzemern sollte nicht erst dann beginnen, wenn sich erste Symptome zeigen. Bereits vor dem Fellwechsel, der den Organismus ja stark belastet, sollte man die entsprechenden Futtermittel geben, damit sie lange genug Zeit haben, sich im Körper zu entfalten.

Und bei Ausritten sollte man immer ein gutes Fliegenspray mitnehmen, denn durch den Schweiß verliert sich oft der insektenabweisende Geruch der Zusatzfuttermittel, so dass man doch mit der chemischen Keule zuschlagen muss, um die Mücken und Gnitzen abzuhalten.


Züchten mit Ekzemern?

Es gibt Züchter, die das bedenkenlos tun. Aber es ist erwiesen, dass die Disposition zum Ekzem erblich ist, d.h. es muss nicht bei jedem Pferd ausbrechen, kann aber doch vererbt werden. Etwa 10% der Fohlen, deren einer Elternteil Ekzemer ist, werden auch von der Krankheit befallen. Da die Krankheit ein Pferd ein Leben lang begleitet, ständige Behandlung verlangt, aber noch nicht geheilt werden kann, sollte man es sich gründlich überlegen, ob man mit Ekzemern züchtet. Der Pferdemarkt ist sowieso relativ voll bis überfüllt - ob man ihn da noch mit Ekzemern auffüllen sollte, ist tatsächlich fraglich...

Uta Over


Zur Diskussion: Die Erziehungsfrage

Mein Pferd, meine Angelegenheit?


Wer wünscht es sich nicht, das Bild, welches in vielen Pferdebüchern gerne beschrieben wird: Das eigene Pferd völlig auf einen selber geprägt und für andere Menschen kaum händelbar. Der Besitzer als der einzige Mensch, der mit seinem Pferd wirklich umgehen kann – nur er kennt es in- und auswendig, nur er genießt das Vertrauen dieses Pferdes und natürlich ist nur er in der Lage, diesem Pferd Kommandos zu erteilen. Dies schließt dann auch selbstverständlich mit ein, dass das Pferd aus Prinzip schon einmal jeden anderen abwirft, der auch nur den Versuch wagt, es zu reiten, dass es eher jeden Strick zerreißt, bevor es sich von jemand anderem führen lässt, und am Besten ist es zudem auch noch unbestechlich und lässt jeden Hafereimer links liegen, wenn es nur zu seinem besten Freund, dem einen speziellen Menschen darf: Black Beauty lässt grüßen!


Natürlich ist jedem Pferdebesitzer klar, dass es so etwas im normalen Leben eigentlich nicht gibt. Und doch spukt dieses Idealbild vielen im Kopf herum. So ist denn auch das eigene Pferd ausschließlich Sache des Besitzers, so haben Außenstehende zum Beispiel nicht das Recht, sich in den Umgang, die Art und Weise des Reitens oder gar die Erziehung des Pferdes einzumischen. Kaum taucht Kritik auf, geht die Verteidigung in die Richtung, dass halt nur man selber, der Besitzer, mit diesem Pferd richtig umgehen kann, das eigene Pferd ist eben ausschließlich Angelegenheit des Besitzers.

Besonders stolz sind Reiter oft, wenn das eigene Pferd zumindestens ansatzweise dieser Vorstellung gerecht wird und im Umgang mit Fremden tatsächlich schwierig wird. So hört man oft die rührenden Geschichten, dass sich ein Pferd nur von dem Besitzer von der Weide holen lässt und angebunden auch nur dann stillsteht, wenn der vertraute Mensch in unmittelbarer Nähe ist. Dies oder Ähnliches wird vom Besitzer mit stolz geschwellter Brust erzählt, was ja auch nur zu verständlich ist, denn jedem würde es schmeicheln, solch ein Verhältnis zu einem Pferd zu haben – und auch die neidischen und bewundernden Blicke der anderen Pferdebesitzer sind durchaus angenehm. Schließlich ist es erst etwas Besonderes, sein Pferd führen oder reiten zu können, wenn es Andere nicht können. Und man braucht, wenn man ein Pferd hat, welches jeden noch so guten Bereiter abwirft, selber nur noch draufzusitzen, um bewundert zu werden; beim Normalpferd hingegen fällt man mit so etwas nun wirklich nicht besonders auf. Und spektakulär erscheint es schon gar nicht, wenn jeder Dahergelaufene genauso gut mit dem eigenen Pferd umgehen kann wie man selber, und im schlimmsten Fall, der schon fast eine Frechheit darstellt, sogar noch besser...

So sind denn auch viele bemüht, für ihr Pferd die absolute Bezugsperson darzustellen: Kein anderer soll dieses Pferd pflegen, füttern oder gar reiten.

Doch wie lange kann so etwas gut gehen? Kann man es sich wirklich auf Dauer leisten, ein für andere schwieriges Pferd zu haben? Sind Menschen, die so spezielle Pferde besitzen, wirklich zu beneiden - und sollte man diesem Bild nachstreben?


Der Ernstfall

Im ersten Moment kann man sich solch ein spezielles Verhältnis wirklich toll vorstellen: Da versucht etwa ein anderer schon seit geraumer Zeit, das Pferd einzufangen, und ist völlig erfolglos. Nun kommt man selber hinzu, muss nur einmal kurz rufen, und schon galoppiert  das Pferd freudig wiehernd auf einen zu und streckt als kleinen Bonus den Kopf ganz von selber in das Halfter.

Eine Situation, in der man sich sicherlich sehr gut fühlt - doch nehmen wir nun einmal einen ernsteren Fall an: Das Pferd wird krank und steht zum Beispiel mit einer Kolik auf der Weide. Wenn man nun selber nicht zur Stelle ist, ist es dann nicht mehr als wichtig, ein Pferd zu haben, welches sich problemlos auch von anderen einfangen und führen lässt und dann natürlich auch während der Untersuchung still steht, obwohl der Besitzer gerade nicht in Sichtweite ist? Was nützt es einem, wenn das Pferd keinem anderen traut, wenn es dadurch zu Komplikationen und vielleicht lebensgefährlichen Situationen kommen kann?

Auch in weniger dramatischen Situationen, wie etwa einem Urlaub, kann es auf diese Weise zu Problemen kommen: Ist es bei der Reiseplanung immer noch so schön, ein Pferd zu haben, mit dem nur man selber richtig umgehen kann? Wäre es hier nicht auch viel, viel praktischer, einfach einen netten Menschen zu bitten, sich während dieser Zeit um sein Pferd kümmern zu können?

Und je nachdem, wie man sein Pferd hält, muss sogar jemand gefunden werden, der in der Lage ist, das Pferd ausreichend zu bewegen. Und auch wenn man nicht möchte, dass ein anderer wirklich mit dem Pferd arbeitet, kann man ein liebes Pferd einfach am langen Zügel mit einem netten Reiter ins Gelände schicken. So haben beide Spaß, das Pferd ist bewegt und der Reiter kommt einem selber nicht ins Gehege. Bei einem schwierigen Pferd hingegen ist derjenige, der sich darum kümmern soll, auch gezwungen, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen; und genau das ist es ja, was viele Besitzer eben nicht wollen.

Ob also bei einer Krankheit des Pferdes, einem Urlaub oder einfach einer Situation, in der man nicht die Zeit hat, sich ausreichend um sein Pferd zu kümmern - man ist mit so einem Sonderfall nicht gut beraten. Die Idee von einem Pferd, welches nur von einer Person betreut werden kann, ist in den Pferdebüchern, aus welchen sie stammt, auch ganz gut aufgehoben, da sie einfach nicht alltagstauglich ist. Viel besser hat man es da mit einem unkomplizierten Pferd.

Hier kann man also schon sehen, dass das Pferd nicht nur die Sache des Besitzers ist. Aber reicht es aus, sich darum zu bemühen, ein Pferd zu haben, mit dem auch andere irgendwie umgehen können, oder geht das Ganze noch weiter? Wie sehr ist denn eigentlich die Erziehung die Angelegenheit des Besitzers?


Rücksicht auf andere

Auch andere Menschen werden von der Erziehung meines Pferdes betroffen, wie sehr, hängt unter anderem von der Haltungsform ab, die ich für mein Pferd wähle: Steht es zum Beispiel in reiner Boxenhaltung, haben andere Menschen nicht so viel mit ihm zu tun. Natürlich sollte es nicht versuchen, jemanden, der die Box zum Ausmisten oder Füttern betritt, zu töten, doch ansonsten ist ein Pferd, solange es in der Box steht, in seinen Handlungsmöglichkeiten schon sehr eingeschränkt. Doch schon wenn es etwa von den Stallbesitzern auf einen Auslauf oder auf eine Weide geführt wird, wird die Erziehungsfrage schwieriger: Hier geht es nicht mehr darum, dass sich mein Pferd prinzipiell führen lässt, sondern wie es sich führen lässt - schließlich ist es nicht unbedingt zumutbar, sich jeden Morgen mit einem randalierendem Pferd herumzuschlagen; und da so auch viele Stallbesitzer denken, kann man sich, wenn man Pech hat, mit einem völlig unerzogenen Pferd relativ schnell wieder auf Stallsuche begeben.

Gerade auch in der Offenstallhaltung, welche ja inzwischen von sehr vielen Pferdebesitzern gewählt wird, kann man schnell Probleme bekommen: Einer der großen Vorteile der Offenstallhaltung ist es ja, dass das Pferd Gesellschaft hat. Doch wo andere Pferde sind, sind in der Regel auch andere Besitzer. Natürlich haben diese im Normalfall gar nicht so viel mit dem Pferd von einem selber zu tun, aber Probleme können auch so auftreten: Dies kann schon mit dem einfachen Betreten des Stalles anfangen! Hat mein Pferd nur vor mir Respekt und neigt bei anderen gerne dazu, sie einfach umzurennen, macht man sich sicherlich keine Freunde...  Auch ein Mindestabstand von der Tür sollte eingehalten oder wenigstens von dem entsprechenden Menschen schnell hergestellt werden können, und wenn sich mein Pferd dann doch ungünstigerweise an anderen Pferden vorbei durch die Tür in die Freiheit gedrängelt hat, so sollte es doch zumindestens wieder einzufangen sein.

Gerade wenn sich mein Pferd hier daneben benimmt, wird es schwierig, sich jegliche Einmischung von außen zu verbitten. Natürlich ist die Erziehung Sache des Besitzers, aber kann ich von anderen erwarten, sich von meinem Pferd umrennen oder beißen zu lassen?


Die Erziehung

Die Erziehung ist also keinesfalls nur meine Angelegenheit, sondern muss auch ein Ergebnis haben, welches für andere akzeptabel ist.

Natürlich kann ich von anderen erwarten, sich nicht wirklich in die Erziehung einzumischen, doch wenn es für sie unangenehm oder gefährlich wird, müssen sie selbstverständlich reagieren dürfen.

Auch hier gilt wieder: Je unkomplizierter mein Pferd ist, desto weniger Einmischung von außen habe ich auch zu erwarten. Reagiert mein Pferd sensibel und lässt sich problemlos von der Tür zurückweisen, wird sich auch keiner wirklich mit ihm anlegen. Solche grundsätzlichen Dinge sollten also geklärt werden. Aber auch kleinere schlechte Angewohnheiten, wie etwa das Durchwühlen von Taschen, sind nicht nur eine Abwägungssache, ob es mich persönlich nun stört oder nicht; vielmehr muss man überlegen, ob man auch dies den anderen zumuten kann oder eben nicht.

Und umgekehrt? Wie geht man selber denn mit anderen Pferden um? Hat man selbst denn eigentlich das Gefühl, dass man sich in fremde Angelegenheiten einmischt, wenn einen so ein „unerzogenes Vieh“ ständig bedrängt und man eben auf dieses Verhalten reagiert?

Wenn man sein Pferd nicht einfach aus dem Auslauf holen kann, sondern sich immer erst mal mit drei anderen Pferden auseinandersetzen muss? Reizt es einen da denn nicht auch manchmal, einfach ein Machtwort zu sprechen und die Pferde in ihre Grenzen zu verweisen, besonders natürlich, wenn der Besitzer gerade nicht in der Nähe ist?

Auch hier kommt man als Reiter wieder in den altbekannten Konflikt, dass man in der Regel seine eigenen Methoden als die einzig wahren und richtigen betrachtet und deshalb auch wenig Hemmungen hat, sie auch anderen Pferde gegenüber anzuwenden: Seien wir doch mal ehrlich, sollten diese anscheinend überforderten Besitzer uns nicht eigentlich noch ein Dankesschreiben aushändigen, wenn wir ihre Pferde ein wenig erziehen, anstatt uns etwas von „ihren Angelegenheiten“ zu erzählen?

Doch so etwas kann auch ziemlich nach hinten losgehen: Natürlich hat man, wie die anderen auch, erst einmal das Recht, sich selber zu verteidigen, doch dann hört es auch schon ziemlich schnell wieder auf: Denn mit den vermeintlichen Erziehungsmethoden kann man auch vieles kaputt machen. Was ist zum Beispiel, wenn ich meine, ein Pferd wäre zu aufdringlich und es deshalb schlage, um es zu verscheuchen, und erwische dabei ein sowieso schon kopfscheues Pferd, welches vielleicht gerade durch viel Mühe des Besitzers wieder etwas Vertrauen gefasst hat?

Im Eifer des Gefechts kann man sich in seinen Reaktionen Pferden gegenüber, welche man nicht wirklich gut kennt, schon einmal vertun.

Doch auch wenn ich das Pferd nur allzu gut kenne und deshalb weiß, dass es sich hierbei um das sturste und unerzogenste Pferd überhaupt handelt, welches geradezu nach konsequenter Erziehung schreit, so kann ich mir schnell viel Ärger einhandeln, wenn mich der Besitzer bei einer Handlung seinem Pferd gegenüber sieht, welche ihm nicht gefällt.


Was kann man also tun?

So schön die Vorstellung, so ein schwierigesPferd zu haben, auch sein mag, als vernünftiger Reiter sollte man doch über ein möglichst unkompliziertes Pferd glücklich sein.

Wichtig ist es dann auch noch, sein Pferd so gut zu erziehen, dass man es ohne schlechtes Gewissen auf die Menschheit loslassen kann.

Mit diesen Einschränkungen ist das Pferd dann schon die Angelegenheit des Besitzers. Da dies eben für alle gilt, sollte man sich auf jeden Fall mit den Besitzern der anderen Pferde, mit denen man selber noch Kontakt hat, absprechen, um im Umgang mit diesen nichts falsch zu machen.

Ansonsten bleibt einem eigentlich nur noch zu hoffen, dass sich die anderen Pferdebesitzer genauso verhalten!

Katinka Schnitker


Zum Wiehern: Wandern mit Zaunpfählen


Endlich ist Weidesaison:

Etwas, was einen als Pferdebesitzer im Sommer immer wieder erfreuen und vor allem beschäftigen kann, sind diese überaus praktischen Wanderzaunpfähle, die es einem ermöglichen, das Gras auf der Weide pro Tag zu portionieren, so dass die Pferde immer nur auf einem begrenzten Stück bis über den Bauch im Gras verschwinden.

Diese durchaus praktische Idee bringt einen in die glückliche Lage, jeden Tag einen Zaun auf der Weide zu versetzen, und das ist im Prinzip ja auch denkbar einfach: Man lockert einfach den Elektrozaun, zieht die Pfähle aus der Erde und drückt sie an andere Stelle wieder in den Boden. Nun muss man nur noch die Litze wieder spannen - und schon ist man fertig.


Theorie und Praxis

Theoretisch also überhaupt kein Problem, wären da nicht erst einmal die Bodenverhältnisse. Zumindestens der Lehmboden auf unseren Weiden kennt genau zwei Zustände: Entweder ist er absolut trocken, oder er bildet eine Art Sumpflandschaft.

Ist er trocken, benötigt man schon ein Stemmeisen, um die Pfähle überhaupt aus dem Boden zu bekommen – und hat man sie einmal draußen, kann man sicher sein, dass man sie so schnell nicht wieder rein bekommt. So fängt man an, wahre Balanceakte auf den Vorrichtungen auszuüben, die dazu bestimmt sind, dass man den Pfahl ganz leicht mit dem Fuß wieder in die Erde drücken kann. Stellt man dann fest, dass das eigene Gewicht leider doch nicht ausreicht, um auch nur einen sichtbaren Abdruck auf dem Boden zu hinterlassen, fängt man zur Freude aller Zuschauer an, mitten auf einer Weide auf einem Zaunpfahl herumzuspringen, was erstens wirklich ziemlich dämlich aussieht und zweitens erst nach mehreren Versuchen Wirkung zeigt.

Einfacher wird das Ganze, wenn man den Pfahl in einem Riss der Oberfläche ansetzen kann, was allerdings dazu führt, dass man auf allen Vieren durchs hohe Gras robbt, um Näheres über die Bodenbeschaffenheit erfahren zu können.


Es regnet...

Viel leichter hingegen wird es, wenn es vorher richtig geregnet hat, denn in den sofort entstandenen Matsch kann man die Zaunpfähle sogar mit dem kleinen Finger stecken. Doch leider leidet die Stabilität des Zaunes an sich etwas unter diesem Zustand: Kaum lässt man den Pfahl los, begibt er sich in eine anscheinend angenehme Schräglage, was es den Pferden ermöglicht, den Zaun bei Bedarf selbst ohne besonders hohe Knieaktion zu überwinden. Um dieses Problem zu lösen, braucht man dann aber lediglich ein paar Helfer, die jeweils einem Wanderzaunpfahl zugeteilt werden, um diesen dann solange aufrechtzuhalten, bis man den Zaun gespannt hat. So erreicht der Zaun dann eine gewisse Stabilität, und solange kein Wind aufkommt, braucht man sich überhaupt keine Sorgen zu machen.

Natürlich sind auch hier, wie in allen anderen Lebenslagen, die lieben Mitreiter eine große Hilfe: So ist es immer wieder besonders nett, wenn jemand, während man selber im hinteren Teil der Weide gerade die Litze spannt, bemerkt, dass der Strom ausgeschaltet ist und dieses eindeutige Sicherheitsrisiko für die Pferde sofort behebt. Das sind dann so Momente, wo man sich wirklich wieder auf die Kälte und die Dunkelheit des Winters freut...

Katinka Schnitker

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